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Duschkopf entkalken: drei Methoden im Vergleich

Privat Lesezeit 5 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Für eine abschraubbare Handbrause reicht Zitronensäure-Pulver aus der Drogerie oder ein Sanitärreiniger auf Zitronensäurebasis. Eine fest montierte Regendusche bekommt ihr Bad im Gefrierbeutel. Vorsicht bei Gummidüsen und bei Chrom, das schon Macken hat.

Duschkopf entkalken: drei Methoden im Vergleich

Warum die Düsen zuerst zugehen

Nach dem Duschen bleibt Wasser im Kopf stehen und verdunstet langsam durch die Düsen, und der Kalk setzt sich genau dort ab. Weil die Öffnungen so fein sind, lenkt schon eine dünne Schicht den Strahl ab. Weiterer Kalk sitzt im Sieb am Anschluss und innen im Kopf, wo man ihn nicht sieht.

AnzeichenUrsacheWas hilft
Strahl spritzt seitlichEinzelne Düsen halb zuEntkalken, Düsen bürsten
Druck lässt nachSieb im Anschluss verkalktSieb mit ins Bad legen
Weiße Kruste außenKalk und SeifenresteNur optisch, geht beim Entkalken mit ab
Rosa oder schwarzer Belag an den DüsenBiofilmZusätzlich mit Bürste reinigen
Wasser riechtBiofilm in Kopf oder SchlauchKopf reinigen, Schlauch tauschen
Wasser braunMeist Rost aus Leitungen oder Warmwasserspeicher, kein KalkKein Fall fürs Entkalken. Bleibt es nach kurzem Laufenlassen braun, auch nur beim Warmwasser, den Installateur rufen.

Sanitärreiniger, Pulver oder Ultraschallbad

Für eine abschraubbare Handbrause ist ein Sanitärreiniger auf Zitronensäurebasis am bequemsten, weil Sie ihn nur abmessen und nichts abwiegen. Zitronensäure-Pulver tut es genauso, falls es ohnehin im Schrank steht. Ein Ultraschallbad kommt nur in Frage, wenn schon ein Gerät im Haus ist und der Kopf ganz ins Becken passt.

MerkmalZitronensäureSanitärreiniger auf ZitronensäurebasisUltraschallbad
Ansatz2 EL Pulver auf 1 l kaltes bis handwarmes WasserKonzentrat abmessen und in kaltes Wasser geben, Menge vom EtikettWasser mit dem Zusatz, den der Gerätehersteller nennt
Einwirkzeit30 MinutenWie auf dem Etikett, nicht längerProgramm des Geräts
Kalk im InnerenGut, wenn der Kopf ganz eintauchtGut, wenn der Kopf ganz eintauchtGut, der Schall löst zusätzlich mechanisch
KostenSehr geringGeringEigenes Gerät nötig

Schauen Sie beim Kauf, welche Säure auf dem Etikett steht. Sanitärreiniger mit Salz-, Phosphor-, Ameisen- oder Essigsäure schaden dem Chrom. Gewerbliche Kalklöser sind nicht für den Haushalt gedacht, das Innere von Brauseköpfen schließen manche Hersteller dafür ausdrücklich aus.

Handbrause im Säurebad entkalken

  1. Kopf abschrauben. Meist lässt sich die Handbrause per Hand vom Schlauch drehen. Sitzt das Gewinde fest, legen Sie ein Tuch um die Mutter und lösen sie mit der Rohrzange. Dichtung und Sieb holen Sie heraus und legen sie beiseite.
  2. Chlor und Säure trennen. Wenn der Kopf vorher mit Chlorreiniger oder Schimmelspray in Kontakt war, spülen Sie ihn erst mit viel klarem Wasser ab. Chlorreiniger und Säure dürfen nie zusammenkommen, sonst entsteht giftiges Chlorgas. Im Produktnamen steht das Chlor oft nicht, auf dem Etikett aber als Natriumhypochlorit oder Aktivchlor.
  3. Wasser vor Reiniger. Füllen Sie eine Schüssel, in der der Kopf ganz untergeht, mit kaltem Wasser und geben Sie den Reiniger danach dazu, so viel die Packung angibt. Umgekehrt spritzt es, und warmes Wasser setzt mehr Dämpfe frei. Vom Zitronensäure-Pulver lösen Sie 2 Esslöffel in 1 l kaltem bis handwarmem Wasser. Tragen Sie dabei Handschuhe, und wenn das Etikett Augenschutz verlangt, auch eine Schutzbrille.
  4. Ins Bad. Legen Sie das Sieb in die Lösung. Den Kopf halten Sie mit dem Anschluss nach oben unter die Oberfläche, bis keine großen Luftblasen mehr herauskommen, und legen ihn erst dann ab. Sonst bleibt hinter der Düsenplatte ein Luftpolster, und die Lösung erreicht den Kalk im Inneren nicht. Feine Bläschen, die danach aufsteigen, zeigen, dass die Säure arbeitet. Beim Pulver holen Sie den Kopf nach 30 Minuten heraus, beim Reiniger nach der Zeit vom Etikett.
  5. Düsen bürsten. Wir nehmen dafür eine alte, weiche Zahnbürste. Über Gummidüsen streichen Sie zusätzlich mit dem Daumen, das bricht den Restkalk auf.
  6. 1 Minute unter fließendem Wasser. Der Anschluss zeigt dabei nach oben, damit die Lösung aus dem Inneren abläuft. Außen reiben Sie den Kopf danach mit einem weichen Baumwolltuch trocken. Die gebrauchte Lösung gießen Sie ins Waschbecken oder WC, wo zuletzt kein Chlorreiniger war, und spülen mit viel Wasser nach.
  7. Zum Schluss. Setzen Sie Sieb und Dichtung wieder ein, bevor Sie den Kopf aufschrauben, und lassen Sie ihn dann 30 Sekunden mit vollem Druck laufen. Das spült gelöste Kalkreste aus den Düsen.

Fest montierte Regendusche: Gefrierbeutel statt Schüssel

Eine Regendusche, die sich nicht abschrauben lässt, bekommt ihr Bad in einem Gefrierbeutel. Machen Sie Duschtasse und Fugen vorher nass, denn die Säure greift auch Zementfugen an. Bei Naturstein decken Sie die Duschtasse zusätzlich ab.

Handschuhe gehören schon beim Füllen an die Hand. Über Kopf tragen Sie immer eine Schutzbrille, auch bei Zitronensäure, denn beim Überstülpen und Abnehmen tropft die Lösung nach unten. Sie füllen den Beutel mit derselben Lösung, stülpen ihn über den Kopf und machen ihn mit einem Gummiband oder Kabelbinder am Arm fest. Er bleibt so lange dran wie die Handbrause in der Schüssel, und beim Abnehmen halten Sie das Gesicht nicht darunter.

Rohrreiniger-Gel und viele Schimmelsprays enthalten Chlor. Schon Reste davon im Siphon oder in den Fugen reichen, damit mit der Säure Chlorgas entsteht. War eins davon im Einsatz, spülen Sie den Abfluss vorher gut mit Wasser durch und lüften, falls es nach Chlor riecht. Halten Sie beim Abnehmen eine Schüssel unter den Beutel und schütten Sie die Lösung in ein Becken, das zuletzt nicht mit Chlor geputzt wurde.

Danach lassen Sie die ersten Sekunden Spülwasser aus der Brause ebenfalls in die Schüssel laufen und leeren sie genauso aus. Erst dann darf die Brause mit vollem Strahl frei laufen. Spülen Sie den Boden der Dusche mit viel kaltem Wasser nach und reiben Sie die Brause außen trocken.

Naturstein in der Duschtasse: Marmor, Kalkstein, Travertin und Terrazzo werden schon von einem Spritzer Essig oder Zitronensäure angegriffen und bekommen matte, helle Flecken. Wischen Sie Spritzer dort gleich mit Wasser weg. Wenn Sie nicht wissen, was für ein Stein verlegt ist, behandeln Sie ihn wie Marmor, also ohne Säure.

Was Gummidüsen, Chrom und Kunststoff vertragen

Intaktes Chrom verträgt Zitronensäure und Reiniger auf Zitronensäurebasis, wenn die Einwirkzeit stimmt. Salz-, Phosphor-, Ameisen- und Essigsäure schaden ihm, Chlorreiniger ebenso, und Scheuermittel oder Pad-Schwämme zerkratzen es. Bei drei Dingen sollten Sie besonders aufpassen:

  • Gummidüsen lassen Sie nicht länger im Bad als angegeben. Bei dickem Kalk legen wir den Kopf lieber zweimal kurz ein und streichen dazwischen über die Düsen.
  • Verchromtes Messing mit beschädigter Chromschicht kommt nicht in Säure. Die Säure greift dann das Messing an, und es können Flecken entstehen. Einen solchen Kopf ersetzen Sie besser.
  • Kunststoff mit Metalloptik bürsten Sie nicht, weil die Borsten die Beschichtung verkratzen können. Arbeiten Sie dort nur mit einem weichen Schwamm.

Ein neuer Kopf ist fällig, wenn er undicht wird oder der Kunststoff Risse zeigt.

Wie schnell der Kalk wiederkommt

Vor allem die Wasserhärte bestimmt, wie schnell die Düsen wieder zusetzen. Über 14 °dH gilt Wasser als hart. Den Wert für Ihre Gemeinde nennt der Wasserversorger.

Wenn Sie den Kopf nach dem Duschen kurz ausschütteln und mit einem weichen Baumwolltuch abwischen, setzt er langsamer zu. Mikrofaser nehmen wir nur für Fliesen und Duschglas. Auf Armaturen rät hansgrohe davon ab und nennt ein weiches Baumwolltuch.

Nach Leerstand erst spülen: Wenn eine Ferienwohnung oder ein Gästebad länger leer stand, lassen Sie vor dem ersten Duschen Warm- und Kaltwasser laufen. Warten Sie einige Minuten, bis die Temperatur gleich bleibt. In stehendem Warmwasser können sich Legionellen vermehren, und sie gelangen über den Sprühnebel in die Lunge. Halten Sie den Brausekopf deshalb tief in die Wanne oder Duschtasse oder schrauben Sie ihn ab. Am besten verlassen Sie währenddessen das Bad und schließen die Tür.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Darf der Duschkopf in die Spülmaschine?

Besser nicht. Spülmaschinenmittel ist alkalisch und löst festen Kalk kaum. Hitze und Lauge können Beschichtung und Dichtungen angreifen.

Ich habe entkalkt, aber der Strahl spritzt immer noch schief. Was tun?

Oft sitzt der Kalk noch im Sieb oder tief im Kopf, wo die Lösung nicht hinkam. Bürsten Sie das Sieb mit der Zahnbürste aus und legen Sie den Kopf noch einmal ein. Drücken Sie ihn dabei mit dem Anschluss nach oben unter die Lösung, bis keine großen Luftblasen mehr aufsteigen. Wenn die Düsen danach immer noch zu sind, lohnt meist ein neuer Kopf.

Hilft ein Duschfilter gegen Kalk?

Ein Duschfilter ändert am Kalk kaum etwas. Die meisten Modelle halten Partikel und Chlor zurück, Calcium entfernen sie nicht. Gegen Kalk hilft eine zentrale Enthärtungsanlage oder regelmäßiges Entkalken.

Stimmt es, dass Essig die Dichtungen kaputt macht?

Essig kann Dichtungen angreifen, und Armaturenhersteller schließen Essigsäure für Chrom aus, weil sie der Oberfläche schadet. Dazu riecht er lange nach. Für den Duschkopf brauchen Sie ihn nicht, Zitronensäure oder ein Reiniger auf Zitronensäurebasis lösen den Kalk ebenso.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.