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Grill reinigen zum Saisonstart

Privat Lesezeit 5 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Zum Saisonstart weichen Sie den Rost ein, lösen Fett mit alkalischem Grillreiniger oder Sodalösung und brennen den Grill zum Schluss aus. Edelstahl außen wischen Sie nur mit Neutralreiniger: Scheuermittel zerkratzen den Schliff, Chlorreiniger hinterlassen Rostpunkte. Beim Gasgrill kommen Brenner und Gasschlauch dazu.

Grill reinigen zum Saisonstart

Was der Winter im Grill hinterlässt

Das meiste, was nach dem Winter stört, ist altes Fett. Beim Grillen verbrennt ein Teil davon zu Ruß und Teer, der Rest läuft in die Fettwanne und in die Ritzen. Über die kalten Monate oxidiert es und wird ranzig. Das riechen Sie, sobald Sie zum ersten Mal den Deckel öffnen.

  • Flugrost auf Rost und Brennerabdeckungen, weil sich unter der Haube Kondenswasser sammelt. Emailliertes Gusseisen rostet dort, wo die Emaille abgeplatzt ist.
  • Verharztes Fett in Fettwanne und Auffangschale, teils hart wie Lack.
  • Spinnennetze in den Venturirohren des Gasgrills. In diesen Rohren mischen sich Gas und Luft, bevor sie in den Brenner strömen.
  • Nester von Mäusen und Insekten im Brennerraum und unter dem Deckel.
  • Ein spröder Gasschlauch und eine ausgetrocknete Dichtung am Regler.

Reiniger nach Grillteil und Material

Grillreiniger sind stark alkalisch, viele enthalten Kalium- oder Natriumhydroxid. Sie lösen eingebranntes Fett, greifen aber Aluminium, Zink und Lack an. Auch Soda greift Aluminium an. Eine Fettwanne aus Alu oder verzinktem Blech bekommt deshalb nur heißes Spülwasser.

Intakte Emaille hält Grillreiniger aus, solange Sie die Einwirkzeit auf dem Etikett einhalten. Über Nacht einweichen sollten Sie emaillierte Teile aber nicht, und wo die Emaille abgeplatzt ist, rostet das Metall darunter.

TeilMittel und HandgriffNicht verwenden
Rost aus EdelstahlGrillreiniger oder Soda in heißem Wasser, einweichen, bürstenStahlwolle, Drahtbürste
Rost aus emailliertem GusseisenWarmes Spülwasser, weiche Bürste, bei fester Kruste kurz Grillreiniger, sofort trocknen, leicht einölenEinweichen über Nacht, Edelstahlspirale
Rost aus rohem GusseisenNur heißes Wasser, abbürsten, trocknen, mit Pflanzenöl einbrennenGrill- und Backofenreiniger (lösen die Patina), Einweichen
Innenraum, BrennerabdeckungenGrillreiniger, Kunststoffschaber, mit klarem Wasser nachwischenGrillreiniger auf Aluguss, Hochdruckreiniger (drückt Wasser in Zündung und Ventile)
Fettwanne (Edelstahl, Emaille)Grobes abschaben, dann Grill- oder Backofenreiniger, nicht antrocknen lassen, klar nachspülenGrill- und Backofenreiniger oder Soda auf Alu und verzinktem Blech, Alu-Schalen in der Spülmaschine (laufen dunkel an)
Edelstahl außen, SeitentischeNeutralreiniger in Schliffrichtung, danach EdelstahlpflegeChlorreiniger, Scheuerschwamm, Grill- und Backofenreiniger
Lack, Pulverbeschichtung, Emaille außenSpülwasser oder NeutralreinigerGrillreiniger auf Lack und Pulverbeschichtung, Scheuerschwamm

Sicherheit: Viele Grill- und Backofenreiniger tragen das Ätzsymbol. Dann gehören Schutzbrille und Handschuhe dazu, auch beim fertigen Spray. Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren.

Bei einem Spritzer ins Auge spülen Sie mindestens 10 Minuten mit Wasser. Halten Sie die Lider dabei auseinander. Danach gehen Sie immer zum Augenarzt.

Gasgrill zerlegen, reinigen und ausbrennen

  1. Zuerst das Gas. Drehen Sie die Flasche zu und schrauben Sie den Regler ab. Bevor Sie Rost, Brennerabdeckungen, Fettwanne und Auffangschale herausnehmen, machen Sie ein Handyfoto vom Innenleben. Dann wissen Sie beim Zusammenbau, was wohin gehört.
  2. Edelstahlrost und Brennerabdeckungen. Legen Sie beides in eine Wanne oder auf Folie und arbeiten Sie nicht auf dem Rasen, weil der Reiniger das Gras verätzt. Dann sprühen Sie die Teile mit Grillreiniger ein oder legen sie in Sodalösung. Der Grillreiniger wirkt so lange, wie das Etikett angibt, und darf nicht antrocknen. Sodalösung darf bei dicker Kruste mehrere Stunden wirken. Schutzbrille und Handschuhe wie oben. Gussroste kommen nicht in die Wanne. Emaillierte bürsten Sie mit Spülwasser ab, bei fester Kruste darf kurz Grillreiniger darauf. Rohe bekommen nur heißes Wasser.
  3. Die Brenner. Hier arbeiten Sie nur trocken, Wasser hat im Brenner nichts zu suchen. Bürsten Sie die Brennerrohre außen mit einer weichen Bürste ab und stechen Sie verstopfte Löcher mit Nadel oder Zahnstocher durch, ohne sie aufzubohren. Spinnennetze in den Venturirohren ziehen Sie mit Pfeifenreiniger oder Flaschenbürste heraus.
  4. Der Innenraum. Sehen Sie zuerst in der Bedienungsanleitung nach, woraus Brennraum und Deckel sind. Aluguss ist matt, grau und rau und hat oft Gussnähte. Auf Aluguss kommen nur Schaber und heißes Spülwasser, Grillreiniger nur auf Emaille oder Edelstahl. Warten Sie, bis der Grill kalt ist, denn auf heißem Metall verdampft der Reiniger und reizt die Atemwege. Holen Sie lose Fett- und Rußflocken mit Kunststoffschaber und Handfeger heraus. Dann sprühen Sie den Grillreiniger ein, mit der Schutzausrüstung von oben und ohne den Sprühnebel einzuatmen. Zündelektrode und Thermometerfühler lassen Sie dabei aus. Nach dem Einwirken nehmen Sie ihn mit Tuch und Bürste ab, solange er noch feucht ist, und wischen mit klarem Wasser nach.
  5. Nach dem Einweichen. Jetzt bürsten Sie die Edelstahlteile mit einer Edelstahlspirale ab, die emaillierten nur mit Kunststoffschaber oder weicher Bürste. Eine Drahtbürste ist für Roste ungeeignet, denn sie verliert Borsten, die am Rost hängen bleiben und ins Grillgut geraten. Zum Schluss spülen Sie alles gründlich mit klarem Wasser, trocknen es und setzen es wieder ein.
  6. Probe mit Seifenwasser. Biegen Sie den Schlauch und suchen Sie ihn nach Rissen ab. Drehen Sie alle Bedienknöpfe auf Aus. Erst dann schrauben Sie den Regler an, öffnen die Flasche und bepinseln alle Verschraubungen mit Seifenwasser. Bläschen zeigen ein Leck. Wenn Sie welche sehen, drehen Sie die Flasche wieder zu und tauschen Dichtung oder Schlauch, bevor Sie anzünden. Suchen Sie Lecks nie mit Feuerzeug oder Flamme.
  7. Zünden bei offenem Deckel. Schließen Sie den Deckel erst, wenn alle Brenner sichtbar brennen. Sonst sammelt sich unverbranntes Gas unter der Haube und verpufft. Wenn ein Brenner nicht zündet, drehen Sie das Ventil zu, warten einige Minuten und zünden neu. Dann laufen alle Brenner bei geschlossenem Deckel 15 bis 20 Minuten auf höchster Stufe, und die Hitze verbrennt die Fettreste. Danach ölen Sie den Rost leicht ein.
Datum auf Schlauch und Regler: Beide tragen ein Herstelldatum. Der Flüssiggasverband DVFG rät, Schlauch und Regler spätestens nach 10 Jahren zu tauschen. Einen Schlauch mit porösen Stellen oder Haarrissen ersetzen Sie sofort.

Beim Holzkohlegrill kommt zuerst die Asche raus

Ein Holzkohle- oder Kugelgrill hat weniger Teile, dafür bleibt die Asche im Kessel liegen. Sie zieht Feuchtigkeit und hält sie am Boden fest, und wo die Emaille dort eine Macke hat, fängt der Stahl an zu rosten.

  1. Asche und Kohlereste. Kehren Sie beides zuerst mit Handfeger und Schaufel heraus, solange alles trocken ist. Leeren Sie auch den Aschebehälter. Beim Kugelgrill machen Sie außerdem die Lüftungsschieber unten mit einer Bürste frei.
  2. Rost wie beim Gasgrill. Einen Edelstahlrost weichen Sie ein und bürsten ihn ab. Rohes Gusseisen bürsten Sie nur mit heißem Wasser ab und ölen es danach.
  3. Kessel innen. Nehmen Sie vorher den Aschebehälter ab und bauen Sie, wenn es geht, das Aschefächer-Set aus. Bei vielen Kugelgrills sind diese Teile und die Lüftungsschieber unten im Kessel aus Aluminium, und die Lauge greift es an. Die Lüftungsschieber sprühen Sie deshalb nicht ein, sondern waschen sie nur mit Spülwasser. Jetzt kommt Grillreiniger in den Kessel, Schutzausrüstung wie beim Gasgrill. Sie lösen den Schmutz nach dem Einwirken mit dem Kunststoffschaber, solange er noch feucht ist. Schaben Sie vorsichtig und nicht bis aufs Metall, sonst haben Sie die nächste Roststelle. Anschließend waschen Sie den Kessel gründlich mit klarem Wasser aus.
  4. Erste Füllung ohne Grillgut. Lassen Sie diese Kohle ganz durchglühen, damit die Reste ausbrennen.
Abgeplatzte Emaille außen: Schleifen Sie die Stellen mit feinem Schleifvlies an und tupfen Sie hitzefesten Ofenlack auf. Der Lack bremst den Rost an der Stelle, muss aber gelegentlich ausgebessert werden.

Nach dem Grillen und vor dem Winter

Am wenigsten Arbeit haben Sie, wenn der Grill nach dem Essen noch 10 Minuten auf voller Stufe weiterläuft und Sie den Rost abbürsten, solange er heiß ist. Dann braucht er im Frühjahr kaum noch Grillreiniger.

Schauen Sie vor jedem Grillen in die Fettwanne, denn eine volle Wanne kann sich entzünden. Leichter geht es mit einer passenden Alu-Tropfschale in der Wanne. Wechseln Sie die Schale, bevor sie voll ist.

Zum Einwintern im Oktober reinigen Sie den Grill kurz wie im Frühjahr, ölen den Rost ein und schrauben die Gasflasche ab. Lagern Sie die Flasche nicht im Keller, denn Flüssiggas ist schwerer als Luft und sammelt sich bei einem Leck am Boden. Zum Abdecken eignet sich eine atmungsaktive Haube. Unter einer Plastikplane kondensiert Wasser, das dort über Wochen nicht abtrocknen kann, und auf dem Rost bildet sich Flugrost.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Kann der Grillrost in die Spülmaschine?

Ein Edelstahlrost verträgt die Spülmaschine meist, wenn er hineinpasst. Emailliertes Gusseisen kann dort stumpf werden, und an Kanten mit dünner Emaille setzt Rost an. Rohes Gusseisen verliert in der Spülmaschine die Patina und rostet.

Innen im Deckel blättert etwas Schwarzes ab. Ist das die Farbe?

Meist ist es verkohltes Fett, das sich mit dem Rauch im Deckel sammelt und mit der Zeit in Flocken abblättert. Lose Flocken bürsten Sie ab, bevor sie aufs Grillgut fallen. Wenn bei einem emaillierten oder lackierten Deckel darunter blankes oder rostiges Metall zum Vorschein kommt, war es doch die Beschichtung. Deckel aus Aluguss sind innen unbeschichtet, dort ist blankes Metall unter den Flocken normal.

Die Flamme am Gasgrill brennt gelb. Kann ich trotzdem grillen?

Bei einzelnen gelben Spitzen ja, die sind normal. Wenn die Flamme überwiegend gelb brennt, bekommt der Brenner zu wenig Luft. Häufige Ursachen sind ein verstopftes Venturirohr, etwa durch Spinnennetze, und ein verschmutzter oder durchgerosteter Brenner. Reinigen oder tauschen Sie den Brenner zuerst, denn bei verstopftem Venturirohr kann die Flamme zurückschlagen und unter dem Bedienfeld an Ventilen und Schlauch brennen.

Der Grill ist sauber, riecht aber immer noch ranzig. Woher kommt das?

Wahrscheinlich sitzt noch Fett in den Seitenwänden hinter dem Brennerraum oder im Unterschrank. Wischen Sie den Unterschrank aus und nehmen Sie sich den Fettauslauf samt Rohr zur Auffangschale mit einer Flaschenbürste vor.

Wie bekomme ich Rost vom Grillrost?

Flugrost auf Edelstahl bürsten Sie mit der Edelstahlspirale ab, nach dem Einweichen geht es leichter. Bei rohem Gusseisen reiben Sie die Stelle mit Schleifvlies ab, trocknen sie und ölen sie dünn ein. Dann brennen Sie das Öl im heißen Grill bei geschlossenem Deckel ein, bis es nicht mehr raucht. Wenn der Rost tief abblättert, brauchen Sie einen neuen Grillrost.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.