Was Spender leisten müssen
Ein Waschraum in einem Büro mit 30 Mitarbeitern wird am Tag rund 100 bis 150 Mal benutzt. In einer Praxis, einem Fitnessstudio oder einem Autohaus mit Kundenverkehr sind es 300 bis 600 Benutzungen. Ein Spender, der zwischen zwei Reinigungen leer wird, erzeugt Beschwerden und Improvisation: Küchenrolle neben dem Waschbecken, Seifenflasche vom Discounter. Deshalb ist die Frage vor der Wahl des Systems immer: Wie viele Benutzungen pro Tag, und wie oft kommt jemand zum Nachfüllen?
Verbrauchswerte, mit denen wir rechnen:
- Seife: 0,7 bis 1 ml pro Hub bei Flüssigseife, 0,4 ml bei Schaumseife. Bei 1,5 Händewaschungen pro Person und Tag rund 1,5 ml pro Mitarbeiter, also 30 ml pro Tag bei 20 Personen, ein Liter reicht etwa einen Monat.
- Handtücher: 2 bis 3 Falthandtücher pro Waschgang, 1 Blatt bei Rolle mit Portionierung. 20 Mitarbeiter, 1,5 Waschgänge, 250 Arbeitstage: 15.000 bis 22.000 Falthandtücher pro Jahr oder 7.500 Rollenabschnitte.
- Toilettenpapier: 8 bis 10 Blatt pro Benutzung, 1 bis 1,5 Benutzungen pro Person und Arbeitstag. Bei 20 Personen etwa 200 Blatt am Tag, eine 250-Blatt-Haushaltsrolle täglich, eine Jumborolle mit 300 Metern alle zwei bis drei Wochen.
- Desinfektion: 3 ml pro Anwendung, in Praxen 20 bis 40 Anwendungen pro Mitarbeiter und Tag.
Welches System für welche Frequenz
| Produkt | Geringe Frequenz (Büro bis 20 Personen) | Mittlere Frequenz (Praxis, Laden) | Hohe Frequenz (Fitnessstudio, Autohaus, Schule) |
|---|---|---|---|
| Seife | Nachfüllspender 500 ml oder Kartusche 1 l, Flüssigseife | Kartusche 1 l, Schaumseife spart 40 % Verbrauch | Kartusche 1 l oder 2 l, Sensor, Schaum |
| Handtücher | Falthandtuchspender, 250 Blatt Kapazität | Falthandtuch groß, 500 Blatt, oder Rollenspender manuell | Rollenspender mit Sensor oder Autocut, 150 m Rolle, Einzelblattausgabe |
| Toilettenpapier | Kleinrollenspender für 2 bis 4 Haushaltsrollen | Jumbo Mini 2-fach, 180 m | Jumbo 300 m oder Doppelrollen-Spender mit automatischem Wechsel |
| Desinfektion | Wandspender 500 ml mit Hebel | Wandspender 500 ml mit Ellbogenhebel, Kartusche | Sensorspender 1 l, Standsäule am Eingang |
| Nachfüllturnus | Wöchentlich | 2 bis 3 mal pro Woche | Täglich, mit Restanzeige |
Hygienepapier in der Reihenfolge des Verbrauchs: Falthandtücher haben den höchsten Blattverbrauch, weil viele zwei bis drei nehmen. Rollen mit Einzelblattausgabe von 25 bis 30 cm senken den Verbrauch um 20 bis 30 Prozent. Warmluft-Händetrockner sind in Praxen aus Hygienegründen ungeeignet, in Büros eine Frage der Lautstärke und des Stroms.
Nachfüllen oder Kartusche
Die häufigste Frage im Laden. Beides hat einen Platz.
Nachfüllbare Spender
- Günstiger im Verbrauch: Seife aus dem 5-Liter-Kanister ist im Liter deutlich billiger als in der Kartusche.
- Freie Produktwahl, auch Blauer Engel Seifen.
- Nachteil: Der Behälter wird beim Nachfüllen nie leer und nie gereinigt. In der Restseife wachsen Bakterien, besonders Pseudomonaden, die in Praxen ein Hygieneproblem sind. Deshalb: Behälter alle 4 Wochen leeren, mit heißem Wasser ausspülen, trocknen, erst dann neu befüllen.
- Nachfüllen dauert länger und kleckert.
Kartuschensysteme
- Geschlossen, hygienisch, mit eigener Pumpe pro Kartusche. Pflicht in Praxen mit Hygieneplan und bei Desinfektionsmitteln, die nur in Originalgebinden verwendet werden dürfen.
- Wechsel in 10 Sekunden, kein Kleckern, Restanzeige.
- Nachteil: Bindung an den Hersteller, höherer Preis pro Liter, mehr Verpackungsmüll.
Unsere Empfehlung: Büros und Werkstätten nachfüllbar mit Reinigungsintervall, Praxen, Kosmetik, Lebensmittel und Desinfektion immer Kartusche.
Montage: so gehen wir vor
- Bedarf aufnehmen. Zahl der Waschräume, Waschbecken, Personen, Kundenverkehr, wer nachfüllt, wie oft die Reinigung kommt. Daraus ergibt sich System und Größe.
- Positionen festlegen. Seifenspender direkt am Becken, Auslass 15 bis 20 cm über der Beckenkante, seitlich, damit nichts auf die Armatur tropft. Handtuchspender maximal einen Schritt vom Becken, Unterkante 120 cm über Boden, Papierkorb darunter. Toilettenpapier vom Sitz aus erreichbar ohne Aufstehen, 60 bis 70 cm Höhe. Desinfektionsspender am Eingang und in Behandlungsräumen auf 120 cm.
- Barrierefreiheit. In öffentlichen Gebäuden Bedienhöhe 85 bis 105 cm nach DIN 18040, Bedienung mit einer Hand, ohne Kraftaufwand.
- Befestigung. Dübel und Schrauben auf Fliesen, mit Fliesenbohrer ohne Schlag in die Fuge oder Fliesenmitte. Auf Glas, Trockenbau ohne Dübelgrund und bei Mietwohnungen Klebemontage mit Montagekleber oder Klebepads, Belastung nach 24 Stunden.
- Erstbefüllung und Einweisung. Wir befüllen, zeigen dem Reinigungspersonal oder Hausmeister den Wechsel und hinterlassen den Schlüssel für die Spenderverriegelung.
- Nachfüllservice. Wenn wir das Objekt reinigen, gehört Nachfüllen zur Unterhaltsreinigung.
Fehler und Sonderfälle
Seife auf Desinfektionsspender oder umgekehrt
Passiert, wenn Flaschen nachgefüllt werden. In Praxen ist das ein Hygieneverstoß, überall sonst ärgerlich. Spender beschriften, unterschiedliche Farben, Kartuschen.
Spender leer, Papier daneben
Fast immer ein Kapazitätsproblem. Spender mit doppelter Kapazität oder Nachfüllturnus verdoppeln. Wir passen das in den ersten vier Wochen nach der Montage nach Verbrauch an.
Rost am Edelstahlspender
Flugrost durch Chlorreiniger im Waschraum. Edelstahlspender mit Neutralreiniger wischen, nicht mit Sanitärreiniger, Flugrost mit Edelstahlpflege abnehmen.
Sensor löst nicht oder dauernd aus
Batterie leer oder Sensor verschmutzt. Batterien halten 1 bis 2 Jahre, bei hohem Verkehr weniger. Sensorfenster wöchentlich trocken abwischen, nicht mit Reiniger besprühen.
Kinder, Kitas, Schulen
Niedrigere Montagehöhe, Schaumseife, Falthandtücher in kleinem Format, abschließbare Spender, Toilettenpapier in Jumborollen mit Bremse gegen Abrollen.
Was Klar liefert und wann ein Profi sinnvoll ist
Wir sind der Groß- und Einzelhändler für Reinigungs- und Hygieneprodukte in Penzberg. Schnell und Kiehl, mit Blauem Engel, wo verfügbar.
Ein einzelner Seifenspender im Büro-WC ist Baumarktarbeit. Sobald es mehrere Waschräume, Kundenverkehr, ein Hygieneplan oder eine Praxisbegehung sind, lohnt die Beratung: Ein falsch dimensioniertes System kostet über zehn Jahre mehr Papier und mehr Nachfüllzeit als die Montage je gekostet hat.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Wie viel Seife und Papier braucht ein Büro pro Mitarbeiter?
Etwa 1,5 ml Seife am Tag, also ein Liter pro 20 Personen und Monat. Handtücher rund 3 bis 4 Falthandtücher oder 1,5 Rollenabschnitte am Tag. Toilettenpapier etwa 10 Blatt am Tag. Mit Schaumseife und Einzelblattausgabe sinkt beides um 20 bis 40 Prozent.
Sind Kartuschen besser als Nachfüllen?
In Praxen, Kosmetik und Lebensmittelbetrieben ja, aus Hygienegründen und weil Desinfektionsmittel in Originalgebinden bleiben müssen. In Büros und Werkstätten ist Nachfüllen günstiger, wenn der Behälter alle vier Wochen geleert und gereinigt wird.
Montieren Sie die Spender auch?
Ja. Wir nehmen den Bedarf auf, legen die Positionen fest, montieren mit Dübel oder Klebemontage, befüllen und weisen ein.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




