Woher Grünbelag, Moos und Flecken kommen
Grünbelag sind Algen. Sie wachsen, wo der Belag lange feucht und schattig bleibt, und nach dem Winter finden wir sie vor allem auf Nordseiten unter Bäumen. Moos siedelt in den Fugen, weil sich dort Feinerde sammelt.
| Befund | Ursache | Aufwand |
|---|---|---|
| Grüner Schleier, rutschig bei Nässe | Algen | gering, Terrassenreiniger reicht |
| Grün in den Fugen | Moos | mittel, Fugen auskratzen |
| Schwarze Punkte, fest im Stein | Flechten | hoch, braucht Grünbelagentferner |
| Braune bis schwarze Flecken | Gerbstoffe aus Laub und Nadeln | hoch in porösem Stein |
| Weiße Ränder an der Hauskante | Streusalz | gering, löst sich mit Wasser und Bürste |
| Weißer, fester Schleier auf Beton | Kalkausblühung aus dem Zement | Wasser hilft nicht, verschwindet meist mit der Zeit von selbst |
| Harte, lackartige Tropfen | Harz von Nadelbäumen | mittel, erst aufweichen |
Streusalz greift auch den Stein selbst an. Über viele Winter mit Frost und Tauwetter schädigt es Beton und poröse Natursteine.
Welcher Belag den Hochdruckreiniger verträgt
Für den Belag zählen Düse und Abstand mehr als die Bar-Zahl am Gerät. Die Dreckfräse ist eine Düse mit rotierendem Punktstrahl.
| Belag | Reinigen mit | Hochdruck | Tabu |
|---|---|---|---|
| Betonpflaster, Betonplatten | alkalischer Terrassenreiniger, Schrubber | Flachstrahl oder Flächenreiniger, mit Abstand | Dreckfräse, Säure |
| Weicher Naturstein (Sandstein, Kalkstein, Travertin) | neutraler Steinreiniger, weiche Bürste, viel Wasser | nein, raut die Oberfläche auf | Säure, Essig, Chlor |
| Harter Naturstein (Granit, Quarzit, Gneis) | alkalischer Steinreiniger, Schrubber | Flachstrahl, Fugen aussparen | Dreckfräse, Säure, Chlor |
| Feinsteinzeug (2 cm) | alkalischer Reiniger, Schrubber oder Scheuersaugmaschine | ja, Sandfugen aussparen | – |
| WPC-Dielen | WPC-Reiniger, Bürste längs der Rillen | nur, wenn der Hersteller es erlaubt: wenig Druck, Flachstrahl, längs der Dielen | Dreckfräse, Chlor |
| Holz (Lärche, Douglasie, Bangkirai) | Holzterrassenreiniger, Schrubber in Faserrichtung | besser nicht, sonst nur wenig Druck und in Faserrichtung | Chlor, Dreckfräse, Strahl quer zur Faser |
Beton und Naturstein raut die Fräse schnell auf. Die Spuren sind noch Jahre später zu sehen. Im nächsten Jahr setzen sich auf der rauen Oberfläche schneller Algen fest. Weil die Fräse auch den Fugensand ausspült, sammelt sich in den leeren Fugen Erde, und das Moos kommt früher wieder.
Bei WPC und Holz hat die Pflegeanleitung des Herstellers Vorrang. Wenn sie Hochdruck ausschließt, arbeiten Sie nur mit der Bürste. Richten Sie den Strahl nie auf Menschen, Steckdosen, Leuchten oder Kabel.
Terrasse mit Reiniger und Schrubber säubern
Reinigen Sie die Terrasse zwischen Mitte April und Mitte Mai, sobald die Nächte frostfrei sind.
- Freie Fläche. Räumen Sie Möbel, Kübel, Laub und Nadeln weg. Das Moos holen Sie mit Fugenkratzer oder Fugenbürste aus den Fugen, solange alles trocken ist, dann geht es leichter.
- Vornässen. Machen Sie die ganze Fläche mit dem Schlauch nass, bevor der Reiniger kommt. Trockener Stein saugt ihn ungleichmäßig auf, und es bleiben Flecken.
- Reiniger anmischen. Wie viel Terrassen- oder Steinreiniger in die Gießkanne gehört und wie lange er wirkt, steht auf dem Etikett. Wenn dort das Ätzsymbol abgebildet ist, tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe, bei Säuren wie bei Laugen. Füllen Sie erst kaltes Wasser ein und dann das Konzentrat, sonst spritzt es. Warmes Wasser würde mehr Dämpfe freisetzen.
- Ausgießen und warten. Verteilen Sie den verdünnten Reiniger mit der Gießkanne gleichmäßig und lassen Sie ihn einwirken. Er darf dabei nicht antrocknen, an warmen Tagen arbeiten Sie deshalb in Abschnitten.
- Mit dem Schrubber. Ein harter Straßenbesen tut es auch. Auf Holz bürsten Sie in Faserrichtung, auf WPC längs der Rillen. Große Flächen gehen schneller mit der Scheuersaugmaschine oder, wo der Belag Hochdruck verträgt, mit einem Terrassenaufsatz für den Hochdruckreiniger.
- Nachspülen. Nehmen Sie dafür viel klares Wasser. Das Schmutzwasser mit dem Reiniger darf nicht in den Gully, ins Beet oder in den Gartenteich laufen.
- Wenn die Fläche trocken ist. Füllen Sie ausgespülte Fugen mit Quarzsand oder Fugensplitt nach. Fugenmörtel auf Polymerbasis verarbeiten Sie nach der Anleitung auf dem Gebinde.
Was der Terrassenreiniger nicht schafft
Flechten und dicker Grünbelag
Flechten sitzen fest im Stein. Dagegen hilft ein Grünbelagentferner mit quartären Ammoniumverbindungen, der über mehrere Tage wirkt. Dabei tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe.
Viele dieser Mittel sind sehr giftig für Wasserlebewesen, und ihre Etiketten verbieten, dass sie in Gewässer oder Kanalisation gelangen. Verteilen Sie den Grünbelagentferner deshalb nicht vor Regen und nicht auf Flächen, die in einen Gully, Hofablauf oder Regenwasserkanal entwässern. Teich und Beet halten Sie ebenfalls frei.
Hochdruck nimmt mit der Flechte leicht auch die Steinoberfläche ab. Bürsten Sie die Stellen deshalb ab, wenn der Grünbelagentferner gewirkt hat, oft in zwei Durchgängen.
Fichtenharz
Kratzen Sie Harz nicht ab, sondern weichen Sie es mit Harzentferner oder Spiritus auf einem Tuch auf. Danach wischen Sie mit Steinreiniger nach. Auf Naturstein, Holz und WPC testen Sie das Lösemittel vorher an einer verdeckten Stelle. Spiritus ist leicht entzündlich, halten Sie Grill und Feuerschale fern.
Rostflecken von Gartenmöbeln
Nehmen Sie einen säurefreien Rostentferner für Stein und tragen Sie Handschuhe. Er passt auf Naturstein, Feinsteinzeug und Beton, auch auf Granit. Salzsäure, Essig und saure Rostentferner lösen dagegen Kalkstein, Travertin, Terrazzo und Beton an, und es bleiben matte, helle Stellen. Wenn Sie nicht wissen, welcher Stein verlegt ist, lassen Sie Säure ganz weg.
Chlorreiniger
Chlor tötet Algen ab und bleicht den Grünbelag schnell aus. Auf der Terrasse nehmen wir es trotzdem nicht, weil es den Pflanzen im Beet schadet, Metall angreift und Holz ausbleicht. Auf eisenhaltigem Stein wie manchem Granit kann Chlor gelbe oder rostbraune Flecken erzeugen.
Chlor steht oft nicht im Produktnamen. Auf dem Etikett heißt es Natriumhypochlorit oder Aktivchlor.
Bringen Sie Chlorreiniger nie mit Säure zusammen, dabei entsteht giftiges Chlorgas. Säure steckt in sauren Rostentfernern, Entkalkern, Essig und Zitronensäure. Das gilt auch, wenn Sie die Mittel nacheinander benutzen, denn schon Reste in Fugen oder Poren reichen. Spülen Sie zwischen zwei Mitteln mit viel klarem Wasser nach.
Auch Spiritus und andere Alkohole dürfen nie mit Chlorreiniger zusammenkommen. Dabei entstehen giftige Stoffe wie Chloroform.
Saugende Steine imprägnieren, Holz ölen
Eine Imprägnierung macht den Stein wasserabweisend. Die Fläche trocknet schneller, Algen finden weniger Feuchte, und Gerbstoffe aus nassem Laub dringen schlechter ein. Das lohnt sich auf saugenden Belägen wie Beton, Sandstein und Travertin. Wir nehmen dafür eine lösemittelfreie Imprägnierung auf Silan-Siloxan-Basis.
- Trockener Stein. Warten Sie nach dem Reinigen, bis die Fläche ganz durchgetrocknet ist. Wenn der Stein noch feucht ist, zieht die Imprägnierung schlecht ein, und es können Flecken bleiben.
- Rolle oder Sprüher. Tragen Sie die Imprägnierung in zwei dünnen Schichten nass in nass auf. Die zweite Schicht kommt auf die Fläche, solange die erste noch feucht ist. Ein stark saugender Stein nimmt mehr auf.
- Nach einigen Minuten. Was bis dahin nicht eingezogen ist, nehmen Sie mit einem Tuch auf, bevor es antrocknet. Sonst glänzt der Stein fleckig.
Ob die Imprägnierung noch wirkt, sehen Sie am Regen. Wenn das Wasser nicht mehr abperlt, sondern in den Stein zieht, ist eine neue Schicht fällig.
Holzdielen bekommen keine Steinimprägnierung. Sie ölen das Holz, sobald es nach dem Reinigen durchgetrocknet ist. Ölgetränkte Lappen können sich selbst entzünden, deshalb legen Sie sie zum Trocknen flach im Freien aus oder bewahren sie in einem verschlossenen Metallbehälter auf.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Hilft Soda oder Essig gegen Grünbelag?
Soda löst leichten Algenbelag, der aber bald wiederkommt. Ein Grünbelagentferner hält den Belag dagegen einige Monate fern. Essig ätzt Kalkstein, Travertin und Beton an und hat dort nichts zu suchen.
Reicht es, die Terrasse einmal im Jahr zu putzen?
Eine sonnige Terrasse kommt damit aus. Auf Nordseiten unter Bäumen braucht es im Herbst einen zweiten Durchgang und vor dem Winter eine Behandlung mit Grünbelagentferner. Nach der Pollenzeit im Juni genügt ein Abspülen mit Wasser.
In welchem Monat imprägniert man die Terrasse am besten?
Im Mai oder Juni, nach der Frühjahrsreinigung. Dann ist es in den meisten Jahren warm genug. Vorher muss der Stein ganz durchgetrocknet sein, und die Mindesttemperatur steht auf dem Gebinde.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




