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Autohaus reinigen: Showroom, Werkstatt, Glasfront

Gewerbe Lesezeit 4 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Im Autohaus sind Showroom, Werkstatt und Kundenbereich drei getrennte Reinigungsaufgaben, jede mit eigenem Gerät und eigenen Mitteln. Viel Ärger macht Werkstattöl, das an Schuhsohlen auf den Showroomboden wandert. Wie oft die Glasfront dran ist, hängt von Lage und Verkehr ab, am häufigsten die Türen und Griffe innen.

Autohaus reinigen: Showroom, Werkstatt, Glasfront

Böden und Schmutz in den drei Bereichen

An den Sohlen der Arbeitsschuhe gelangt Öl aus der Werkstatt in den Showroom. Auf Feinsteinzeug bleibt es als grauer Schleier liegen, und ein normaler Wischgang mit Neutralreiniger verteilt diesen Film oft nur.

BereichBoden und EinrichtungTypischer Schmutz
ShowroomFeinsteinzeug oder Epoxid, Glasfront über zwei EtagenStraßenschmutz von den Reifen, im Winter Streusalz und Splitt
WerkstattBeschichteter oder geglätteter Beton, Gruben, HebebühnenÖlfilm, Bremsstaub, Metallspäne, Reifenabrieb
KundenbereichTheke, Wartezone, WCSchuhschmutz von Mechanikern in Arbeitsschuhen

Wir arbeiten deshalb in jedem Bereich mit eigenen Eimern, Geräten und eigenem Wischwasser, in der Werkstatt ohnehin mit der Scheuersaugmaschine. Für die Mopps reichen dann drei Farben, Blau für den Showroom, Grün für den Kundenbereich und Rot wie im üblichen Farbsystem nur für WC und Urinal. Grün ist unsere eigene Zuordnung, im üblichen System steht es für Küche und Lebensmittel. Bei den Tüchern kommt Gelb dazu, für Waschbecken, Armaturen und Fliesen im Sanitärraum.

Showroomboden vor Öffnung reinigen

Reinigen Sie den Showroomboden an jedem Öffnungstag, bevor die ersten Kunden da sind. Wenn Kunden zwischen den Neuwagen über einen nassen Boden laufen, ist das ein Haftungsrisiko. In größeren Abständen, je nach Verschmutzung, braucht Feinsteinzeug zusätzlich eine Grundreinigung, die den Schmutz aus Fugen und Kanten holt.

  1. Zwischen 5 und 7 Uhr. Fangen Sie an, bevor der erste Wagen bewegt wird. Dann stehen die Fahrzeuge noch, und auf dem Boden liegen nur die Reifenspuren vom Vortag.
  2. Erst trocken. Sand und Splitt holen Sie mit Trockenmopp oder Kehrsaugmaschine vom Boden. Was liegen bleibt, wirkt unter der Maschine wie Schleifpapier.
  3. Mit der Scheuersaugmaschine. Auf Feinsteinzeug fahren Sie mit rotem Pad oder mittlerer Bürste, im Tank 25 bis 50 ml eines leicht alkalischen, fettlösenden Unterhaltsreinigers auf 10 l Wasser. In den Automaten gehören nur schaumarme Reiniger, sonst zieht die Maschine Schaum in den Saugmotor. Auf Epoxid- und Polyurethanbeschichtungen ist eine weiche Bürste oder ein weiches Pad besser, weil ein rotes Pad glänzende Beschichtungen mattieren kann.
  4. Schwarze Streifen. Die Reifenspuren sind Gummi mit Weichmachern. Punktuell hilft auf Feinsteinzeug ein angefeuchteter Melaminschwamm oder ein Reifenspur-Entferner auf Lösemittelbasis, danach fahren Sie mit der Maschine nach. Melamin schleift fein, deshalb testen Sie ihn auf poliertem Feinsteinzeug erst an einer unauffälligen Stelle. Den Entferner geben Sie sparsam aufs Tuch und reiben nur die Spur ab, nicht die ganze Fläche. Viele dieser Mittel sind entzündbar, das zeigt das Flammensymbol auf dem Etikett. Halten Sie dann offene Zündquellen fern, tragen Sie Nitrilhandschuhe und sorgen Sie für Durchzug. Auf Epoxid, Polyurethan und Vinyl verwenden Sie kein Lösemittel, es kann die Oberfläche anlösen.
  5. Zwischen den Fahrzeugen. Den Mikrofaser-Flachmopp schieben Sie auch unter die Wagen und wischen bis an die Reifen heran. Sonst bleibt um jedes Rad ein Rand.
  6. Zum Schluss ins Streiflicht. Sehen Sie den Boden gegen die Glasfront an. Im flachen Licht fallen Schlieren auf, die von oben unsichtbar sind.
Keine Wischpflege auf Feinsteinzeug: Wischpflege ist ein Reiniger mit Pflegeanteil. Auf dem dichten Belag baut sie einen Film auf, an dem Reifenspuren leichter haften und der im Streiflicht fleckig wirkt. Linoleum und Vinyl in den Beratungszonen vertragen sie dagegen, dort schützt der Pflegefilm die Oberfläche vor Laufspuren von Stuhlrollen.

Glasfront innen mit Abzieher, außen mit Reinwasser

Viele Glasfronten in Autohäusern reichen über zwei Etagen. Innen sitzen Fingerabdrücke in Griffhöhe, außen Straßenstaub, Regenspuren und im Frühjahr Pollen.

Die obere Etage kommt meist mit zwei bis vier Durchgängen im Jahr aus. Unten ist die Front zugleich Schaufenster und wird öfter geputzt.

BereichWerkzeugHinweis
Türen und Griffhöhe innenGebrauchsfertiger Glasreiniger, MikrofasertuchAufs Tuch sprühen, nicht auf pulverbeschichtete Rahmen
Ganze Front innenEinwascher und Abzieher, oben Teleskopstange oder HubarbeitsbühneTropfwasser am Boden gleich aufnehmen, Rutschgefahr
AußenReinwasser, wasserführende Bürste an der TeleskopstangeArbeit vom Boden aus, ohne Leiter

Reinwasser ist entmineralisiert. Es trocknet ohne Kalkränder, während hartes Leitungswasser einen Kalkschleier hinterlässt. Wir bürsten die Scheibe damit ab, spülen nach und lassen sie ohne Abzieher von selbst trocknen.

Rahmen und Fensterbänke gehören zu jedem Durchgang. Wenn dort Schmutz liegen bleibt, können beim nächsten Regen graue Fahnen über die frische Scheibe laufen. Bei Frost ruht die Außenreinigung mit Wasser, es würde auf der Scheibe gefrieren.

Werkstattboden: Öl binden, alkalisch schrubben

Ölfilm, Bremsstaub und Reifenabrieb bilden auf dem Werkstattboden eine schwarze, schmierige Schicht. Dagegen helfen alkalischer Industriereiniger und die Scheuersaugmaschine. Der Reiniger muss schaumarm und abscheidergeeignet sein und darf das Öl nicht dauerhaft emulgieren. Sonst kann es im Ölabscheider nicht aufschwimmen und gelangt ins Abwasser.

  1. Ölflecken. Nehmen Sie Ölspuren vor dem Nassreinigen mit Ölbindemittel auf. Das getränkte Bindemittel gehört in den Behälter für ölhaltige Abfälle und nicht in den Hausmüll.
  2. Vor dem Ansetzen. Viele alkalische Industriereiniger sind als Konzentrat ätzend, und Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren. Wenn das Etikett das Ätzsymbol zeigt, tragen Sie Schutzbrille und Nitrilhandschuhe, zum Umfüllen aus dem Kanister eine Korbbrille.
  3. Konzentrat ins Wasser. Füllen Sie erst kaltes Wasser in Eimer oder Tank und geben Sie dann das Konzentrat dazu. Umgekehrt spritzt es, und warmes Wasser setzt mehr Dämpfe frei. Die Menge richtet sich nach der Verschmutzung und steht auf dem Etikett.
  4. Mit harter Bürste. Lassen Sie die Lösung kurz einwirken, aber nicht antrocknen. Danach arbeiten Sie mit der Scheuersaugmaschine nach, die das Schmutzwasser gleich wieder absaugt. Den Tankinhalt geben Sie über einen Ablauf mit Ölabscheider ab, nie in den Regenwasserablauf.

Grundreinigung in größeren Abständen

Den Abstand bestimmen Größe und Auslastung der Werkstatt.

  • Die Grubenränder gehen Sie mit dem Hochdruckreiniger an. Richten Sie den Strahl nie auf Menschen, Steckdosen, Leuchten oder Kabel.
  • Die Fußplatten der Hebebühnen bürsten Sie ab.
  • Tore, Handwaschbecken und Teileregale reinigen Sie gleich mit.
  • Bodenmarkierungen lassen Sie nachziehen, wenn sie unter dem Schmutz verschwunden waren.

Was Glas und Boden im Autohaus schadet

Der Hochdruckreiniger steht in der Werkstatt ohnehin bereit, deshalb landet er schnell auch an der Glasfront. Genau dort richtet er den größten Schaden an.

FehlerFolgeBesser
Hochdruck an der GlasfrontWasser kann in Dichtungen und Rahmen dringenReinwasser und Bürste
Neutralreiniger auf ÖlfilmÖl wird eher verteilt als gelöst, der Boden bleibt rutschigAlkalischer Industriereiniger mit Maschine

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Reicht es, die Glasfront einmal im Monat zu putzen?

Für die Außenseite der Showroomfront reicht das in vielen Lagen. Türen und Griffe innen wischen Sie öfter ab, dort fallen Fingerabdrücke sofort auf. An einer stark befahrenen Straße setzt sich Staub schneller ab, dann lohnt ein kürzerer Takt.

Wäscht die Reinigungskraft auch die Autos im Showroom?

Nein. Wäsche, Lackpolitur und Innenraum macht die Fahrzeugaufbereitung. Lack und Displays sind empfindlich gegen Allzweckreiniger, und schon trockenes Abwischen von staubigem Lack kann feine Kratzer hinterlassen.

Im Winter hat unser Showroomboden weiße Ränder. Woher kommt das?

Die Ränder stammen vom Streusalz, das über Schuhe und die Reifen bewegter Fahrzeuge hereinkommt und beim Trocknen auskristallisiert. Gegen den Schuhschmutz helfen Eingangsmatten über mehrere Meter, den Fahrweg vom Tor wischen Sie feucht nach, sobald ein Fahrzeug hereingefahren wurde. Das Salz löst sich im Wischwasser und landet wieder auf dem Boden, wenn Sie das Wasser selten wechseln. Nehmen Sie im Winter deshalb öfter frisches Wischwasser.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.

Kein Rechtsrat: Aussagen zu Miet-, Vertrags- und Arbeitsrecht geben unsere Praxiserfahrung wieder und ersetzen keine Rechtsberatung. Verbindlich klärt das ein Anwalt oder Ihr Mieterverein.