Wo im Empfang der Schmutz hängen bleibt
Was im Empfang am Boden liegt, kommt zum größten Teil an den Schuhen herein. Im Winter sind das Streusalz, Splitt und Schneematsch, im Frühjahr Pollen, im Herbst nasses Laub. Sand und Splitt wirken auf Stein, Vinyl und Parkett wie Schleifpapier.
Der übrige Schmutz sammelt sich an vier Stellen:
- Die Glastür hat Fingerabdrücke in Griffhöhe und Regenspritzer, im Winter kommt unten ein Salzschleier dazu.
- Den Tresen fassen alle an. Dazu kommen Kaffeeflecken und Abrieb von Stiften und Papier.
- Auf den Armlehnen der Sitzmöbel sitzt Hautfett, in den Ritzen Staub, und unter den Sitzflächen klebt Kaugummi.
- Auf Prospektständern, Pflanzen und Papierkörben finden wir oft Staub, weil sich für sie niemand zuständig fühlt.
Schmutzfangzone in drei Stufen auslegen
Eine Fußmatte von 60 × 90 cm fängt kaum mehr als einen Schritt ab. Damit jeder Schuh mehrmals aufsetzt, muss die Zone 4 bis 6 m lang sein, etwa sechs Schritte. Je weniger Sand und Salz durchkommen, desto weniger Arbeit macht die Grundreinigung, die ein Steinboden nach dem Winter braucht.
| Stufe | Material | Fängt ab | Pflege |
|---|---|---|---|
| 1. Außen vor der Tür | Gitterrost oder Alu-Profilmatte mit Gummi- oder Bürsteneinlage | Splitt, Schnee, grobes Laub | wöchentlich anheben, darunter kehren |
| 2. Windfang | Alu-Profilmatte mit Rips-Einlage oder Schmutzfangteppich | Sand, Salz, Nässe | täglich saugen, im Winter wöchentlich Sprühextraktion |
| 3. Innen | Textilmatte aus Nylon oder Polypropylen, rutschfester Rücken | Restfeuchte, Feinstaub | täglich saugen, Mietmatte alle 1–2 Wochen tauschen |
Das Sprühextraktionsgerät spritzt Reinigerlösung tief ins Gewebe und saugt sie gleich wieder ab. Trockene Matten tragen weniger Nässe auf den Boden dahinter, und dort rutscht dann auch niemand.
Der tägliche Durchgang im Empfang
Im Empfang arbeiten wir vor der Öffnung oder nach Schluss, wenn niemand durchläuft. Ein nasser Boden während der Öffnungszeit ist ein Haftungsrisiko.
- Tresen und Ablagen. Leeren Sie zuerst die Papierkörbe und stauben Sie die Prospektständer ab. Dann wischen Sie den Tresen mit Neutralreiniger und Mikrofasertuch und nehmen Griffe und Klingel gleich mit. Den Kartenleser wischen Sie nur nebelfeucht, mit einem Tuch, aus dem beim Auswringen kein Tropfen mehr kommt.
- Sitzmöbel. Kunstleder wischen Sie feucht ab, Stoffpolster saugen Sie ab.
- Glastür in Griffhöhe. Die Fingerabdrücke dort sehen Besucher als Erstes. Sprühen Sie den Glasreiniger aufs Tuch statt aufs Glas und nehmen Sie die Abdrücke damit ab. Bei Acrylglas oder einem pulverbeschichteten Alu-Rahmen lesen Sie vorher das Etikett, denn viele Glasreiniger machen Acryl stumpf.
- Matten. Mit dem Bürstensauger fahren Sie langsam in zwei Richtungen darüber. Für nasse Matten nehmen Sie im Winter den Nass-Trockensauger.
- Boden erst trocken. Splitt und groben Sand nehmen Sie zuerst mit Sauger oder Besen auf. Ein Trockenmopp schiebt grobe Körner nur vor sich her, und ein Steinchen in den Fasern zieht Kratzer über den Belag. Danach nehmen Sie mit dem Trockenmopp Staub und feinen Sand auf.
- Je nach Belag feucht oder nebelfeucht. Stein, Fliesen und Vinyl wischen Sie feucht mit Neutralreiniger. Wenn im Winter Salz liegt, wischen Sie nass und nehmen das Schmutzwasser gleich wieder auf, mit einem zweiten, ausgewrungenen Mopp oder dem Nass-Trockensauger. Parkett und Laminat wischen Sie nur nebelfeucht, der Mopp ist dabei fast trocken. Auf Marmor, Kalkstein, Travertin und Terrazzo kommt kein saurer Reiniger, sonst bleiben matte, helle Flecken. Wissen Sie nicht, welcher Stein liegt, behandeln Sie ihn wie Marmor. Bevor Wischpflege auf Vinyl kommt, sehen Sie in die Pflegeanleitung des Herstellers.
- Zum Schluss ins Gegenlicht. Streifen auf Glastür und Boden zeigen sich erst, wenn Sie schräg gegen das Licht schauen.
Was wöchentlich und nach dem Winter dazukommt
Einmal pro Woche kommen die Stellen dran, die im täglichen Durchgang liegen bleiben: Unterseiten, Gestelle, Fugen und die Glastür auf beiden Seiten.
| Stelle | Wöchentlich | Quartal bis Jahr |
|---|---|---|
| Boden | maschinell reinigen bei Stein, Fugen | Grundreinigung, spätestens nach einem Winter mit Streusalz |
| Glastür, Glaswände | komplett beidseitig, im Winter 2× | Rahmen, Schienen, Oberlichter |
| Tresen | Unterseiten, Kabel, Technik | – |
| Sitzmöbel | Armlehnen, Gestelle | Stoffpolster sprühextrahieren, halbjährlich |
| Pflanzen, Bilder, Heizkörper | abstauben | Heizkörper innen, Leuchten |
Die Grundreinigung entfernt, was die tägliche Unterhaltsreinigung nicht schafft: Salzreste, Schmutz in Fugen und Kanten, alte Pflegefilme. Auf Stein, Fliesen und Vinyl nehmen wir dafür einen alkalischen Grundreiniger. Bei Parkett gilt die Angabe des Herstellers zu Belag und Versiegelung oder Öl, weil Nässe und Lauge das Holz quellen lassen und das Öl lösen. Linoleum verträgt keine starke Lauge, dafür gibt es eigene Grundreiniger.
Grundreiniger sind alkalisch, und Lauge im Auge ist schlimmer als Säure. Beim Umfüllen aus dem Kanister tragen Sie deshalb Nitrilhandschuhe und eine Korbbrille, die rundum dicht anliegt. Eine normale Brille hält Spritzer von der Seite nicht ab.
Erst kaltes Wasser in den Eimer, dann das Konzentrat. Andersherum spritzt es hoch, und in warmem Wasser dampft es stärker.
Sauren Reiniger und Grundreiniger mischen Sie nie, Säure und Lauge reagieren heiß und spritzen. Nehmen Sie beide nacheinander, spülen Sie dazwischen gründlich mit klarem Wasser.
Fehler, die Besucher sehen und riechen
Riecht es im Empfang muffig, sehen Sie zuerst nach feuchten Matten und vollen Papierkörben. Ein Duftspender überdeckt den Geruch nur. Nasse Matten stellen Sie nach dem Saugen zum Trocknen auf oder tauschen sie im Winter öfter, und die Papierkörbe leeren Sie täglich.
| Fehler | Folge | Besser |
|---|---|---|
| Matte ohne rutschfesten Rücken | verrutscht, wird zur Stolperfalle | rutschfester Rücken oder Mattenrahmen im Boden |
| Wischpflege auf Fliesen im Eingang | Sand und Schmutz setzen sich im Pflegefilm fest, der Boden wird grau | nur Reiniger ohne Pflegezusatz |
| Salzränder mit mehr Reiniger wischen | weiße Streifen bleiben | klares Wasser, öfter wischen |
| Salz auf Naturstein liegen lassen | zieht in offenporigen Stein ein und kristallisiert dort | möglichst am selben Tag aufnehmen |
| Glas nur innen reinigen | Spritzer außen sind bei Sonne von innen zu sehen | Außenseite mitreinigen |
Aus unserem Laden
Produkte aus diesem Artikel
Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Sind Mietmatten günstiger als eigene?
Der Mietservice rechnet sich eher, wenn der Empfang viel Publikumsverkehr hat. Der Anbieter tauscht die Matte dann regelmäßig gegen eine gewaschene, die Sprühextraktion vor Ort entfällt. Bei wenig Verkehr reicht eine eigene Matte, die die Reinigungskraft bei der Unterhaltsreinigung mitsaugt.
Im Winter liegt mittags schon wieder Salz im Eingang. Reicht einmal wischen am Tag?
Solange draußen Streusalz und Splitt liegen, oft nicht. Üblich ist dann ein zweiter Bodendurchgang am Tag. Wenn er in die Öffnungszeit fällt, stellen Sie ein Warnschild auf den feuchten Boden.
Muss ich Türgriffe und Klingel im Empfang desinfizieren?
Nein, in Büros und Geschäften genügt in der Regel feuchtes Abwischen mit Neutralreiniger. Die Reinigung entfernt Schmutz und Keime mechanisch. In Praxen, Kitas und Pflegeeinrichtungen legt der Hygieneplan fest, welche Flächen desinfiziert werden. Dafür nehmen Sie ein VAH-gelistetes Mittel.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




