Welcher Belag welchen Reiniger verträgt
Einen nebelfeuchten Mopp wringen Sie so weit aus, dass kein Tropfen mehr herausläuft. Wenn Wasser in die Fugen läuft, quellen Holz und die Kanten von Laminat auf.
| Belag | Reiniger | Mopp | Schadet |
|---|---|---|---|
| Versiegeltes Parkett | Wischpflege für versiegeltes Holz | nebelfeucht | Dampfreiniger, Allzweckreiniger, viel Wasser |
| Geöltes Parkett | Holzbodenseife vom Hersteller des Öls | nebelfeucht | Allzweck- und Grundreiniger |
| Laminat | Neutralreiniger, sparsam | nebelfeucht | stehendes Wasser an den Fugen |
| Fliesen, Feinsteinzeug | Universalreiniger, gegen Fett alkalisch | feucht | Wischpflege auf Feinsteinzeug (Schmierfilm) |
| Vinyl, PVC, Linoleum | Neutralreiniger oder Wischpflege | feucht, Klick-Vinyl mit Holzfaserträger nebelfeucht | Scheuermittel, Lösemittel, auf Linoleum starke Laugen |
| Naturstein | Steinseife oder Neutralreiniger | feucht | Essig, Zitrone, saure Reiniger |
Marmor, Kalkstein, Travertin und Terrazzo sind kalkhaltig und vertragen keine Säure. Schon Essig, Zitronensäure oder ein Spritzer saurer Sanitärreiniger löst den Stein an, und es bleiben matte, helle Stellen. Wenn Sie nicht wissen, welcher Stein bei Ihnen liegt, behandeln Sie ihn wie Marmor.
Zu viel Reiniger macht den Boden stumpf
Ein Schuss direkt aus der Flasche ist schnell viel mehr, als in den Eimer gehört. Konzentrate aus dem Fachhandel sind meist auf 25 bis 50 ml je 10 l Wasser ausgelegt, den genauen Wert nennt das Etikett. Wischpflege und Holzbodenreiniger liegen am unteren Wert. Holzbodenseife für geöltes Parkett wird deutlich höher dosiert, dort gilt die Menge auf der Flasche.
| Eimer | bei 25 ml auf 10 l | bei 50 ml auf 10 l |
|---|---|---|
| 5 l | 12,5 ml | 25 ml |
| 8 l | 20 ml | 40 ml |
| 10 l | 25 ml | 50 ml |
Wir sehen viel öfter zu viel Reiniger im Eimer als zu wenig. Der Überschuss trocknet zu einem klebrigen Film an, auf dem neuer Schmutz haftet. Nach ein paar Wochen wirkt der Boden dann stumpf, obwohl Sie regelmäßig wischen.
Mit zwei Eimern von hinten zur Tür wischen
Mit nur einem Eimer tauchen Sie den Mopp schon nach wenigen Quadratmetern in Schmutzwasser und verteilen den Dreck wieder. Ein zweiter Eimer mit klarem Wasser zum Ausspülen hält die Reinigerlösung sauber. Wir nehmen dafür einen Flachmopp mit Mikrofaserbezug. Den kann man trocken zum Vorkehren und feucht zum Wischen benutzen.
- Sand und Krümel. Bevor Wasser auf den Boden kommt, saugen Sie ihn oder fegen ihn mit einem trockenen Mikrofasermopp. Unter dem nassen Mopp wirkt Sand wie Schleifpapier.
- Der Reinigereimer. In den ersten Eimer kommt zuerst kaltes Wasser, dann das Konzentrat. Andersherum schäumt es auf und spritzt. Der zweite Eimer bekommt nur klares Wasser.
- Gut auswringen. Nach dem Eintauchen drücken Sie den Mopp kräftig aus. Auf Holz und Laminat darf danach kein Tropfen mehr herauslaufen, und der Wischfilm muss rasch abtrocknen.
- Die hinterste Ecke zuerst. Von dort arbeiten Sie sich zur Tür vor, damit Sie nicht über die nasse Fläche laufen. Wenn Sie den Mopp in Achterschleifen führen statt hin und her, bleibt der Schmutz vor dem Mopp. Auf Holzböden folgen Sie der Faserrichtung.
- Zwischendurch. Sobald der Bezug schmutzig ist, spülen Sie ihn im klaren Wasser aus, bevor er wieder in die Reinigerlösung kommt.
Absatzstriche, Fettfilm, Wasserränder und Grauschleier
Mit normalem Wischwasser kommen Sie hier nicht weiter:
- Schwarze Absatzstriche auf Fliesen oder Vinyl gehen mit einem trockenen Radiergummi weg. Auf Fliesen geht auch ein leicht angefeuchteter Melaminschwamm, der wie feines Schleifpapier wirkt.
- Gegen einen Fettfilm auf Küchenfliesen hilft alkalischer Reiniger, etwas höher dosiert als sonst. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach.
- Wasserränder auf Parkett werden nicht nass behandelt. Geöltes Parkett wird an der Stelle fein angeschliffen und nachgeölt. Versiegeltes Parkett lässt sich meist nur durch Abschleifen und neues Versiegeln retten, und das ist Arbeit für einen Parkettleger.
Bleiben Fliesen trotz Wischen grau oder klebt der Vinylboden, liegt meistens alte Pflege mit Schmutz darauf. Das trägt erst eine Grundreinigung ab.
Nass geht sie nur auf Fliesen und auf verklebtem Vinyl, PVC oder Linoleum: Grundreiniger verteilen, den Belag mit Schrubber oder Einscheibenmaschine losarbeiten und die Brühe anschließend aufnehmen. Danach ein- bis zweimal mit klarem Wasser nachwischen und den Boden trocknen lassen. Erst dann kommt bei Vinyl und Linoleum ohne PU-Vergütung die neue Einpflege.
Auf PU-vergüteten Belägen gehört nur ein weiches Pad unter die Maschine, ein scharfes schleift die Vergütung ab. Klick-Vinyl mit Holzfaserträger wird nur nebelfeucht und abschnittsweise behandelt, ohne stehende Brühe, sonst quillt der Träger an den Fugen auf.
Grundreiniger und alkalische Fettlöser sind Laugen. Starke Laugen greifen Linoleum an, dort kommt deshalb nur ein Grundreiniger hin, der für Linoleum freigegeben ist. Wenn das Ätzsymbol auf der Flasche steht, tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe, denn gerade Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Geht ein Dampfreiniger auf Laminat oder Parkett?
Nein, außer die Pflegeanleitung Ihres Bodens erlaubt ihn ausdrücklich. Die meisten Hersteller von Parkett und Laminat schließen Dampfreiniger aus, weil heißer Dampf Feuchtigkeit in Fugen und Kanten drückt. Dort quellen Holz und Laminatkanten auf.
Wie oft muss ich wischen?
Küche und Flur wischen Sie als Richtwert einmal pro Woche, Wohnräume alle zwei Wochen. Mit Kindern, Haustieren oder bei nassem Wetter wischen Sie öfter. Dazwischen genügt Saugen oder Fegen.
Was ist der Unterschied zwischen Reiniger und Wischpflege?
Ein Reiniger löst Schmutz, Wischpflege hinterlässt zusätzlich einen dünnen Pflegefilm. Auf versiegeltem Parkett, Laminat, Vinyl und Linoleum passt dieser Film. Auf Feinsteinzeug baut er sich zu einem Schmierfilm auf, dort nehmen Sie einen Reiniger ohne Pflegeanteil.
Mein Laminat hat nach dem Wischen Streifen. Woran liegt das?
Zu viel Reiniger oder schmutziges Wischwasser sind die üblichen Ursachen. Wischen Sie einmal nebelfeucht mit klarem Wasser nach und dosieren Sie danach sparsamer.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




