Was die eigene Reinigungskraft wirklich kostet
Der Stundenlohn ist nur der Anfang. Zu den Bruttokosten einer angestellten Reinigungskraft kommen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung von rund 20 Prozent, Urlaub von mindestens 20 Tagen, Krankheitstage, die im Reinigungsgewerbe im Schnitt bei 15 bis 20 Tagen pro Jahr liegen, Berufsgenossenschaft, und die Zeit, in der die Kraft nicht reinigt: Material einkaufen, Maschinen warten, Einweisung.
Eine Kraft mit 20 Wochenstunden hat im Jahr rund 1.040 vertragliche Stunden. Nach Abzug von Urlaub, Krankheit und Feiertagen bleiben etwa 800 bis 850 produktive Stunden. Die restlichen Kosten fallen trotzdem an. Dazu kommen:
- Maschinen: Scheuersaugmaschine, Sprühextraktionsgerät, Teleskopstange, Einscheibenmaschine. Anschaffung, Wartung, Ersatzteile.
- Material: Reiniger, Tücher, Mopps, Hygienepapier, oft ohne Mengenrabatt und in falscher Dosierung.
- Vertretung: Wer putzt in Urlaub und Krankheit? Meist niemand, oder ein Kollege aus dem Büro.
- Organisation: Stundenzettel, Lohnabrechnung, Arbeitsschutzunterweisung, Gefährdungsbeurteilung für Reinigungsmittel. Bei einer Kraft leicht 2 bis 3 Stunden im Monat für die Bürokraft oder den Chef.
Eigene Kraft, Hausmeister oder Dienstleister
| Kriterium | Eigene Reinigungskraft | Hausmeister macht mit | Dienstleister |
|---|---|---|---|
| Kosten | Lohn plus 30 bis 40 % Nebenkosten, Material, Maschinen | Scheinbar günstig, aber Hausmeisterstunden fehlen woanders | |
| Ausfall bei Krankheit | Keine Vertretung | Keine Vertretung | |
| Fachwissen | Abhängig von der Person | Meist keine Reinigungsausbildung | |
| Maschinen | Selbst kaufen und warten | Selten vorhanden | Gestellt |
| Haftung | Betrieb haftet | Betrieb haftet | |
| Flexibilität | Feste Stunden | Reinigung rutscht nach hinten | Intervalle anpassbar, Sonderreinigung buchbar |
| Kontrolle | Direkt, persönlich | Direkt | |
| Bindung | Hoch, kennt den Betrieb | Hoch | Feste Kraft im Objekt, keine Subunternehmer bei Klar |
Der Hausmeister ist der häufigste Fehler in der Rechnung. Seine Stunde kostet mehr als die einer Reinigungskraft, und jede Stunde, die er wischt, fehlt bei Wartung, Winterdienst und Technik. Reinigung ist bei ihm die Aufgabe, die als erste ausfällt, wenn etwas anderes anliegt.
Ab welcher Fläche sich Auslagern rechnet
Faustregeln aus unserer Erfahrung mit über 70 Kunden im Oberland:
- Unter 150 m² Bürofläche, ein bis zwei Reinigungstage pro Woche: Eine Minijob-Kraft ist oft die günstigste Lösung, wenn Sie Vertretung selbst organisieren können und niemand krank wird. Ein Dienstleister lohnt hier, wenn Sie die Organisation loswerden wollen oder Fenster, Grundreinigung und Sanitär dazu sollen.
- 150 bis 500 m², drei bis fünf Reinigungstage pro Woche: Hier kippt die Rechnung.
- Über 500 m², Praxen, Werkstätten, Läden mit Publikum: Der Dienstleister ist fast immer günstiger.
Die Rechnung ist ehrlich nur mit Ihren Zahlen. Bringen Sie zum Gespräch mit: Fläche, gewünschte Reinigungstage, aktuelle Kosten für Kraft und Material, Ausfalltage im letzten Jahr. Dann rechnen wir es gemeinsam.
So läuft die Umstellung
- Besichtigung. Dauer 30 bis 60 Minuten.
- Sie erhalten eine Liste: Was wird täglich, wöchentlich, monatlich gereinigt. Damit ist klar, was im Preis ist und was nicht.
- Sie sehen das Ergebnis, bevor Sie entscheiden.
- Inklusive Material, Maschinen, Vertretung, Haftpflicht. Keine Stundenabrechnung, keine Überraschungen.
- Start und Einweisung. Die feste Kraft wird im Objekt eingewiesen, erhält Schlüssel oder Transponder gegen Protokoll, Alarmanlagen-Code nach Ihrer Vorgabe.
- Kontrolle.
Wo Auslagern nicht die richtige Lösung ist
Ehrlich gesagt gibt es Fälle, in denen wir abraten:
- Sehr kleine Flächen mit unregelmäßigem Bedarf: Ein Büro mit 60 m² und einem Reinigungstag alle zwei Wochen ist für eine Minijob-Kraft oder eine Reinigung durch das Team selbst besser geeignet. Die Anfahrt macht sonst einen zu großen Anteil aus.
- Reinigung nur zu Kernarbeitszeiten gewünscht: Wer eine Kraft braucht, die tagsüber ständig im Haus ist, etwa in einer Kita, sollte anstellen oder eine Tagesreinigung als Sonderleistung vereinbaren.
- Produktionsreinigung mit Prozesswissen: Das dauert.
Und ein häufiger Irrtum: Auslagern spart nicht die Verantwortung. Sie müssen weiterhin sagen, was sauber sein soll, und die Kontrolle stichprobenartig mitmachen. Ein Dienstleister, dem niemand Rückmeldung gibt, wird schlechter.
Was Klar im Oberland anbietet
Wir sind seit über 25 Jahren mit Firmensitz in Penzberg, Familienbetrieb, 50+ fest angestellte Mitarbeiter, keine Subunternehmer. Einzugsgebiet von Weilheim bis Bad Tölz, von Starnberg bis Garmisch.
Weil wir gleichzeitig Groß- und Einzelhändler für Reinigungs- und Hygieneprodukte sind, kaufen Sie über uns auch Hygienepapier, Seife und Spendersysteme zu Handelspreisen, wenn Sie das selbst weiter organisieren wollen. Produkte mit Blauem Engel, wo verfügbar. Rufen Sie an unter 08856 / 5910 oder schreiben Sie an info@klar-rb.de.
Aus unserem Laden
Produkte aus diesem Artikel
Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Ab wann lohnt sich ein Reinigungsdienstleister?
Meist ab etwa 150 m² und drei Reinigungstagen pro Woche. Darunter ist eine Minijob-Kraft oft günstiger, wenn Sie Vertretung und Organisation selbst stemmen. Wir rechnen es mit Ihren Zahlen durch.
Was passiert, wenn die Reinigungskraft krank ist?
Die Vertretung ist eingewiesen und kommt in der Regel am nächsten Reinigungstag. Der Ausfall ist unser Problem, nicht Ihres.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




