Was die Frequenz bestimmt
Drei Dinge entscheiden. Erstens die Personenzahl: jeder Mitarbeiter bringt Staub, Papierkrümel, Kaffeeflecken und Sanitärnutzung mit. Zweitens der Publikumsverkehr: eine Kanzlei mit Mandantenempfang oder eine Praxis muss jeden Morgen sauber aussehen, ein Entwicklerbüro ohne Besucher nicht. Drittens die Bereiche: Sanitär und Küche verschmutzen täglich, ein Besprechungsraum, der zweimal pro Woche genutzt wird, nicht.
Deshalb hat ein guter Reinigungsplan nie eine einzige Frequenz, sondern getrennte Turnusse für Arbeitsplätze, Verkehrsflächen, Sanitär, Küche und Glas. Die Fläche in Quadratmetern bestimmt nur die Dauer je Einsatz. Als Richtwert schafft eine Reinigungskraft in der Unterhaltsreinigung 200 bis 300 Quadratmeter Bürofläche pro Stunde, Sanitärräume rund 50 bis 80 Quadratmeter pro Stunde.
Richtwerte nach Bürogröße
| Bereich | 5 Mitarbeiter, ca. 80 bis 120 m² | 20 Mitarbeiter, ca. 300 bis 500 m² | 100 Mitarbeiter, ca. 1.500 bis 2.500 m² |
|---|---|---|---|
| Sanitärräume | 2× pro Woche, bei Kundenverkehr 3× | Täglich | Täglich, bei Schichtbetrieb 2× täglich |
| Teeküche | 2× pro Woche, Spülmaschine intern | Täglich | Täglich, Kühlschrank wöchentlich |
| Arbeitsplätze: Papierkorb, Tisch abwischen | 1× pro Woche | 2 bis 3× pro Woche | Täglich Papierkörbe, Tische 2 bis 3× |
| Böden Büro (saugen, wischen) | 1× pro Woche | 2× pro Woche | 3× pro Woche, Laufzonen täglich |
| Empfang, Flure, Treppen | 1× pro Woche, bei Kunden 2 bis 3× | 3× pro Woche bis täglich | Täglich |
| Besprechungsräume | Nach Nutzung, mind. 1× pro Woche | 2× pro Woche | Täglich |
| Glasreinigung innen und außen | 2 bis 4× pro Jahr | 4× pro Jahr | 4 bis 6× pro Jahr, Eingangsglas monatlich |
| Grundreinigung Böden | 1× pro Jahr | 1 bis 2× pro Jahr | 2× pro Jahr |
| Übliche Einsatzdauer | 1,5 bis 2 Std. je Einsatz | 3 bis 4 Std. je Einsatz | 2 bis 3 Kräfte, 3 bis 4 Std. täglich |
Bei fünf Mitarbeitern ist ein Einsatz pro Woche für Büroflächen ausreichend, aber Sanitär nur einmal wöchentlich ist zu wenig. Deshalb trennen wir in kleinen Objekten oft in einen langen Einsatz mit allem und einen kurzen Sanitär-Einsatz mitten in der Woche.
So legen Sie den Plan fest
- Bereiche auflisten. Jeden Raum mit Fläche, Bodenart und Nutzung: Büro, Sanitär, Küche, Empfang, Besprechung, Lager, Technik. Toilettenanzahl gesondert.
- Nutzung eintragen. Personen pro Bereich, Besucher pro Woche, Öffnungszeiten, Schichten. Ein Büro mit 20 Leuten und Homeoffice-Quote von 50 Prozent ist praktisch ein Zehn-Personen-Büro.
- Turnus je Bereich wählen. Mit der Tabelle oben als Ausgangspunkt. Sanitär nie unter zweimal pro Woche.
- Zeitfenster festlegen. Vor 7 Uhr, nach 18 Uhr oder während der Arbeitszeit. Reinigung außerhalb der Bürozeit ist gründlicher, weil Tische frei und Räume leer sind.
- Was wird bei jedem Einsatz gemacht, was wöchentlich, was monatlich. Papierkorb leeren ist tägliche Pflicht, Heizkörper abstauben monatlich, Lampen halbjährlich.
- Nach vier Wochen prüfen. Zu viel Reinigung ist Geldverschwendung, zu wenig zeigt sich an Beschwerden über Sanitär und Küche. Turnus anpassen.
Profi-Tipp: Sanitär bestimmt das Bild
Sonderfälle und häufige Fehlplanungen
Praxen und Kanzleien mit Wartebereich
Wartezimmer und Empfang täglich, unabhängig von der Mitarbeiterzahl. In Praxen kommt die desinfizierende Reinigung von Kontaktflächen dazu, mit VAH-gelisteten Mitteln.
Homeoffice-Betriebe
Seit 2020 haben viele Büros in Weilheim, Starnberg und Penzberg an Dienstag bis Donnerstag volle Belegung, Montag und Freitag halb leer. Reinigung Montag- und Donnerstagabend deckt das meist ab. Ein Büro mit fester Belegung unter 40 Prozent braucht keine tägliche Reinigung, egal wie viele Arbeitsplätze es hat.
Produktionsnahe Büros
Büros an Werkstätten, Lagern oder Autohäusern bekommen mehr Staub und Schmutz über Schuhe. Böden hier eine Stufe häufiger als die Tabelle sagt. Eine Schmutzfangzone von mindestens 3 Metern am Eingang, im Oberland mit Streusalz und Splitt im Winter besser 5 Meter, senkt den Reinigungsaufwand mehr als jeder zusätzliche Einsatz.
Zu viel Frequenz
Wir erleben regelmäßig Verträge mit täglicher Komplettreinigung in Büros mit acht Leuten. Das ist unnötig. Wer täglich Papierkörbe geleert haben will, braucht dafür keinen Vollservice; ein 20-Minuten-Einsatz reicht.
Zu wenig Frequenz
Ein 30-Personen-Büro mit einmal pro Woche funktioniert nur, wenn Mitarbeiter Küche und Sanitär selbst mitversorgen. Das hält erfahrungsgemäß sechs Wochen.
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Produkte aus diesem Artikel
Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Reicht bei 5 Mitarbeitern einmal pro Woche?
Für Büroflächen und Böden ja. Sanitär und Teeküche sollten mindestens zweimal pro Woche gereinigt werden, bei Kundenverkehr dreimal. Ein kurzer Zwischeneinsatz nur für Sanitär löst das ohne Vollservice.
Ist tägliche Reinigung ab 20 Mitarbeitern Pflicht?
Keine gesetzliche Pflicht, aber ab etwa 15 bis 20 Personen verschmutzen Sanitär und Küche täglich so stark, dass weniger nicht reicht. Die Bürofläche selbst kann bei 20 Personen mit zwei bis drei Einsätzen pro Woche auskommen.
Wie oft sollten Bürofenster geputzt werden?
Zwei- bis viermal pro Jahr innen und außen, im Oberland sinnvoll nach der Pollenzeit im Juni und nach dem Herbst. Eingangsglas und Glastüren mit Griffspuren gehören in die wöchentliche Unterhaltsreinigung.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




