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Allergiker-Reinigung: duftstofffrei, milbenarm, messbar

Gewerbe Lesezeit 4 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Bei einer Allergie gegen Hausstaub oder Pollen machen Staubwedel und Duftspray die Beschwerden schlimmer. In solchen Wohnungen arbeiten wir mit parfümfreiem Reiniger ohne MI und MCI, feuchter Mikrofaser und einem Sauger mit mindestens H13-Filter. Ob danach weniger Milbenallergen im Staub von Bett und Boden liegt, zeigt ein Schnelltest mit einer Staubprobe vor und nach der Umstellung.

Allergiker-Reinigung: duftstofffrei, milbenarm, messbar

Woher die Allergene in der Wohnung kommen

In Innenräumen machen Allergikern vor allem Hausstaubmilben, Pollen, Tierallergene und Schimmelsporen zu schaffen. Pollen kommen über offene Fenster ins Haus, genauso aber mit Kleidung, Haaren und Hundefell. Oft reizen zusätzlich Duft- und Konservierungsstoffe aus dem Reiniger selbst.

AuslöserWo er sitztWas hilft
MilbenkotMatratze, Kissen, Polster, Teppichmilbendichter Bezug, Wäsche bei 60 °C, Luftfeuchte unter 50 %
PollenFensterbank, Boden, TextilienFenster beim Putzen zu, feucht wischen, Pollenschutzgitter
Katzenallergen Fel d 1Wände und Textilien, haftet monatelangSchlafzimmer ohne Tiere
Schimmelsporenfeuchte Ecken an Außenwänden, FensterlaibungUrsache der Feuchte beheben, stoßlüften
Duft- und KonservierungsstoffeReiniger, Sprühnebel aus SpraysReiniger ohne Duftstoffe, keine Sprays

Bei Milben löst vor allem ihr Kot die Allergie aus. Er zerfällt zu feinem Staub, der in die Luft steigt, sobald jemand die Decke aufschüttelt oder mit einem undichten Sauger arbeitet. Am stärksten vermehren sich Milben bei etwa 25 °C und über 60 % Luftfeuchte, wie sie im Bett herrschen.

Milbenspray nehmen wir nicht. Es tötet zwar die Milben, doch ihr Kot bleibt in der Matratze, zusammen mit den Wirkstoffresten.

Unter 50 % vermehren sich Milben kaum: Ein Hygrometer neben dem Bett zeigt Ihnen die Luftfeuchte. Schlagen Sie morgens die Decke zurück, damit die Matratze abtrocknet, und öffnen Sie dann das Fenster zum Stoßlüften. Hängen Sie nasse Wäsche besser in einem anderen Raum auf als im Schlafzimmer.

Duftstofffreie Reiniger am Etikett erkennen

Stehen auf dem Etikett Parfum, Duftstoffe, Limonen, Linalool, Methylisothiazolinon (MI) oder Methylchlorisothiazolinon (MCI), bleibt die Flasche im Regal. Diese Stoffe können selbst eine Kontaktallergie auslösen. Bei Asthma reizen Duftstoffe außerdem die Atemwege.

MerkmalGeeignetMeiden
Unterhaltsreinigerals duftstofffrei oder parfümfrei deklariertFrischeduft, Zitronenduft
Konservierungohne MI und MCIIsothiazolinone in der Inhaltsangabe
DesinfektionAlkohol, nur kleine Flächen, nur auf ärztlichen RatChlorreiniger, Sprays mit QAV (quartäre Ammoniumverbindungen)
TücherMikrofaser, feucht, bei 60 °C waschbarStaubwedel, trockene Baumwolltücher, Sprühpolitur

Den Reiniger geben wir aufs Tuch und sprühen ihn nicht in die Luft. Im Haushalt reicht auch bei Allergie gründliches Reinigen, desinfizieren Sie nur, wenn Arzt oder Gesundheitsamt es raten. Dann nehmen Sie ein alkoholisches Mittel, halten es von Herd, Kerzen und heißen Flächen fern und lüften danach.

Bringen Sie alkoholische Desinfektionsmittel nie mit Chlorreiniger zusammen. Es bilden sich giftige Stoffe wie Chloroform.

Orangenöl ist auch ein Duftstoff: Ätherische Öle sind kein Ersatz für einen parfümfreien Reiniger. Das Limonen aus Orangenöl löst dieselbe Allergie aus wie das im Reiniger mit Zitronenduft.

Staubsauger mit H13-Filter und dichtem Gehäuse

Beim Staubsauger kommt es auf die Filterklasse an und darauf, ob das ganze Gerät dicht ist.

FilterklasseRückhaltFür Allergiker
HEPA H1499,995 %geeignet
HEPA H1399,95 %geeignet, Mindestklasse
EPA E10–E1285–99,5 %lässt mehr Feinstaub durch

Die Werte nach EN 1822 gelten für die Partikelgröße, die der Filter am schlechtesten auffängt, meist 0,1 bis 0,3 µm. Milbenkot (10–40 µm), Pollen (10–100 µm) und Schimmelsporen (2–10 µm) sind viel größer. Das Katzenallergen hängt zum Teil an Teilchen unter 5 µm, auch die hält ein H13-Filter zurück.

Wenn Staub durchkommt, liegt es meist nicht am Filter, sondern an Dichtungen und Gehäusefugen oder am Entleeren. Kaufen Sie deshalb ein Gerät, dessen Hersteller die Filterleistung für das komplette Gerät mit Gehäuse angibt.

Bei der Bauart zählt, wo der Staub beim Wechseln hingeht:

  • Ein Beutelsauger mit geschlossenem System verschließt den Beutel beim Herausnehmen, der Staub bleibt drin.
  • Beim Wassersauger mit HEPA-Filter bindet das Wasser den groben Staub, den Rest fängt der Filter aus der Abluft ab. Schütten Sie das Wasser nach jedem Saugen aus, sonst wachsen darin Keime und Schimmel.
  • Ein beutelloser Sauger kommt nur mit HEPA-Filter infrage. Weil beim Leeren des Behälters Staub zurück in die Raumluft fliegt, machen Sie das im Freien.

Schlafzimmer putzen und Bettzeug waschen

  1. Fenster zu beim Putzen. Lüften Sie erst, wenn Sie fertig sind, und dann kräftig mit weit offenem Fenster.
  2. Zuerst oben. Schalten Sie Lampen vorher aus und lassen Sie sie abkühlen, weil eine warme Glüh- oder Halogenlampe durch das feuchte Tuch springen kann. Bei Steckerleuchten ziehen Sie vor dem Abwischen den Netzstecker. Dann wischen Sie Regale, Fensterbänke, Lampen und Heizkörper mit einem nebelfeuchten Mikrofasertuch ab, denn trockenes Wischen wirbelt den Staub auf. Nebelfeucht heißt, dass aus dem ausgewrungenen Tuch kein Tropfen mehr läuft.
  3. Polster und Vorhänge. Fahren Sie mit HEPA-Sauger und Polsterdüse langsam und in überlappenden Bahnen darüber. Die Matratze kommt genauso dran, aber nur einmal im Monat.
  4. Dann der Boden. Auf Teppich genügt der Sauger, glatte Böden bekommen nach dem Saugen noch einen feuchten Wischgang. Nehmen Sie dafür parfümfreien Neutralreiniger und dosieren Sie ihn nicht höher, als es auf der Flasche steht.
  5. Zum Schluss der Beutel. Wenn er voll ist, wechseln Sie ihn im Freien.

Matratze, Kissen und Decke bekommen einen milbendichten Bezug (Encasing). Hat Bettzeug keinen solchen Bezug, waschen Sie es bei 60 °C, denn bei 40 °C überleben viele Milben.

WasWie oft
Schlafzimmer saugen und feucht wischenwöchentlich
Bettwäsche bei 60 °C waschenwöchentlich
Matratze absaugenmonatlich
Encasing bei 60 °C waschenalle drei bis sechs Monate
Vorhänge waschenhalbjährlich
HEPA-Filter tauschenlaut Hersteller

Milbenallergen im Staub messen

Für Milbenallergen gibt es Schnelltests. Sie saugen dafür eine Staubprobe von Matratze oder Teppich ab, und ein Teststreifen zeigt in Stufen an, wie viel Der p 1 und Der f 1 darin steckt. Das sind die Hauptallergene der beiden häufigsten Hausstaubmilben.

Unter 2 µg Milbenallergen je Gramm Staub gilt die Belastung als niedrig, 2 bis 10 µg als erhöht und über 10 µg als hoch. Wenn Sie einmal vor der Umstellung messen und ein paar Wochen danach noch einmal, sehen Sie, ob Encasing, 60-°C-Wäsche und HEPA-Saugen wirken.

Ein Partikelzähler prüft nur den Sauger: Er zählt Teilchen nach Größe, erkennt aber nicht, was sie sind, und misst deshalb kein Milbenallergen. Halten Sie ihn bei laufendem Sauger an die Abluft. Wenn der Wert dort deutlich über dem Raumwert liegt, lässt der Sauger Staub durch.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Wann fliegen im Oberland die Pollen?

Die Pollen von Hasel und Erle fliegen ab Februar, in milden Wintern schon im Januar. Die Birke folgt je nach Höhenlage von April bis Mitte Mai, Gräser von Mai bis August mit dem stärksten Flug im Juni, Beifuß von Ende Juli bis September. Wischen Sie von April bis August Fensterbänke und Eingangsbereich am besten täglich feucht. Zum Lüften nehmen Sie in der Pollenzeit die Stunden, in denen wenig fliegt: in der Stadt eher morgens, auf dem Land eher abends.

Muss der Teppich raus, wenn ich eine Hausstauballergie habe?

Ein kurzer Teppich kann bleiben. Er bindet zwar den Staub, dafür sitzt der Milbenkot drin, und Sie müssen ihn jede Woche mit dem HEPA-Sauger absaugen. Wenn Sie stark auf Milben reagieren, kommen Sie im Schlafzimmer mit glattem Boden besser zurecht, weil Sie ihn feucht wischen können.

Hilft ein Ionisator gegen Allergene?

Ein Ionisator hilft Allergikern kaum. Viele Geräte erzeugen nebenbei Ozon, und das reizt die Atemwege. Bei Asthma ist so ein Gerät deshalb eher schädlich.

Bekomme ich die Milben ganz aus der Matratze?

Nein. Milben leben in fast jeder benutzten Matratze. Wenn ein Encasing darübersitzt, bleiben sie und ihr Kot aber im Inneren, und in die Atemluft gelangt kaum noch Allergenstaub.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.