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Cerankochfeld reinigen ohne Kratzer

Privat Lesezeit 4 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Eingebranntes schaben Sie mit einem flach angesetzten Klingenschaber ab, danach kommt Ceranfeldreiniger auf das handwarme Kochfeld. Gegen weiße Kalkringe hilft Zitronensäure. Die meisten Kratzer entstehen durch Sand unter dem Topf oder durch Scheuermittel.

Cerankochfeld reinigen ohne Kratzer

Woher Kratzer auf Glaskeramik kommen

Quarzsand hat die Mohshärte 7 und ist damit härter als Glaskeramik. Wenn Sie einen Topf über das Kochfeld schieben, kann schon ein einziges Korn darunter einen Kratzer ziehen.

Am häufigsten sehen wir feine Kreise rund um die Kochzonen. Ein Teil davon ist nur Metallabrieb vom Rand des Topfbodens, der mit Ceranfeldreiniger wieder abgeht. Wenn Ihr Fingernagel an der Linie hängen bleibt, ist es ein echter Kratzer.

Diese Mittel und Werkzeuge schaden der Glaskeramik:

  • Scheuermilch und Scheuerpulver können die Oberfläche zerkratzen und matt machen.
  • Stahlwolle zieht Kratzer, die Vliesseite eines Topfschwamms ebenso.
  • Backofenspray ist stark alkalisch und kann die Oberfläche und den Aufdruck der Kochzonen angreifen.
Topf anheben statt schieben: Wischen Sie Topfböden vor dem Kochen kurz ab und heben Sie den Topf zum Umstellen an. Dann kommt kaum noch Sand darunter. Auch raue Böden aus Gusseisen ziehen so keine Kratzer über das Glas.

Kruste, Kalk oder Abrieb?

Vor dem Schaben schauen wir auf die Farbe, denn an einem Kalkring richtet die Klinge nichts aus.

FleckUrsacheWas hilft
Braune KrustenEingebranntes Fett, übergekochte MilchKlingenschaber
Weiße Ringe und SchleierKalk aus übergekochtem WasserZitronensäure
Metallisch schillernde StreifenAbrieb von Topfböden aus Aluminium oder Kupfer, auch eingebrannte Reste von SpülmittelCeranfeldreiniger mit etwas Druck, notfalls zweimal

Eingebranntes mit dem Klingenschaber lösen

  1. Nach dem Kochen. Lassen Sie das Kochfeld abkühlen, bis es sich nur noch handwarm anfühlt. Auf heißem Glas verdampft der Reiniger und hinterlässt Flecken. Nur übergelaufenen Zucker und geschmolzenen Kunststoff holen Sie sofort herunter, solange die Zone noch heiß ist, mehr dazu im Kasten unten.
  2. Lose Krümel zuerst. Wischen Sie Reste mit einem feuchten Tuch weg, damit kein Korn unter die Klinge gerät.
  3. Unter die Kruste. Setzen Sie die Klinge in flachem Winkel auf und schieben Sie sie mit gleichmäßigem Druck darunter, ohne zu hebeln und ohne mit der Ecke zu arbeiten.
  4. Ceranfeldreiniger. Eine haselnussgroße Menge genügt. Verreiben Sie sie kreisend mit Küchenpapier und wischen Sie dann mit einem feuchten Mikrofasertuch nach, bis kein weißer Schleier mehr zu sehen ist.
  5. Zum Schluss trocken. Polieren Sie mit einem trockenen Mikrofasertuch nach. Dabei verteilt sich das Silikonöl aus dem Reiniger zu einem dünnen Film, auf dem Übergekochtes beim nächsten Mal schlechter haftet.
Zucker nie abkühlen lassen: Geschmolzener Zucker verbindet sich beim Abkühlen mit der Glaskeramik und kann kleine Krater herausreißen. Wenn Marmelade oder Karamell überläuft, schalten Sie die Kochzone aus, nehmen einen Topflappen und schieben den Zucker sofort mit dem Klingenschaber aus der heißen Zone. Geschmolzener Kunststoff und Alufolie kommen genauso herunter.

Zitronensäure gegen weiße Kalkringe

Nicht jeder Ceranfeldreiniger löst Kalk. Wenn das Wasser hart ist, bleibt nach übergekochtem Nudelwasser oft ein weißer Ring zurück, der zuverlässig erst mit Säure weggeht.

  1. Die Mischung. Lösen Sie 1 EL Zitronensäure in 250 ml Wasser auf.
  2. Auf den Ring. Tränken Sie Küchenpapier mit der Lösung und lassen Sie es etwa 10 Minuten auf dem Ring liegen. Auf den Rahmen oder die Arbeitsplatte darf nichts laufen, denn Säure macht eloxiertes Aluminium matt und hinterlässt auf Marmor und Kalkstein helle, stumpfe Stellen.
  3. Wenn sich der Kalk gelöst hat. Nehmen Sie ihn mit dem Papier ab und wischen Sie mit klarem Wasser nach, damit keine Säure auf dem Kochfeld bleibt.

Schäden, die auf der Glaskeramik bleiben

Kratzer lassen sich nicht wegpolieren. Zahnpasta und Autopolitur entfernen sie nicht und können die Stelle sogar matter machen. Ceranfeldreiniger mit Silikonöl kann feine Kratzer optisch etwas auffüllen.

Wenn eine Stelle nach Klinge, Reiniger und Zitronensäure stumpf bleibt, ist die Oberfläche beschädigt, etwa durch eingebrannten Zucker, Scheuermittel oder Backofenspray. Der Fleck bleibt, das Kochfeld funktioniert aber weiter.

Ein Sprung ist etwas anderes, denn durch den Riss kann Wasser an die Elektrik kommen. Schalten Sie alle Sicherungen für das Kochfeld aus, oft sind es drei, und kochen Sie nicht mehr darauf, bis der Kundendienst die Platte getauscht hat.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Kratzt der Klingenschaber nicht selbst?

Eine gerade, scharfe Klinge kratzt nicht, solange sie flach aufliegt. Gefährlich wird sie erst mit einer Scharte oder einer ausgebrochenen Ecke. Wir nehmen dann sofort eine neue Klinge, auch wenn die alte sonst noch gut schneidet.

Reicht nicht auch Spülmittel?

Bei frischem Schmutz genügt Spülmittel. Seine Reste können beim nächsten Erhitzen aber einbrennen und Schlieren hinterlassen, wischen Sie deshalb mit klarem Wasser nach. Ceranfeldreiniger löst mit feinen Polierkörpern auch Reste, bei denen Spülmittel nicht mehr hilft.

Wird ein Induktionskochfeld anders gereinigt?

Nein, Mittel und Handgriffe sind dieselben. Weil die Glaskeramik nur über den heißen Topf warm wird, brennt Übergekochtes weniger ein. Die Kochzone wird trotzdem heiß, fassen Sie sie direkt nach dem Kochen nicht an.

Wie oft muss Ceranfeldreiniger drauf?

Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Nehmen Sie ihn bei Krusten oder Metallstreifen. Nach jedem Kochen reicht ein feuchtes Tuch, solange das Kochfeld noch handwarm ist. So bildet sich kaum Kruste, für die Sie den Klingenschaber bräuchten.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.