Warum Glaskeramik so empfindlich ist
Glaskeramik hat eine Härte von etwa 6 auf der Mohs-Skala. Quarzsand liegt bei 7. Ein einziges Sandkorn unter einem Topf, der über die Platte geschoben wird, hinterlässt einen sichtbaren Kratzer. Das gleiche gilt für Scheuerpulver, den Vlies-Teil eines Topfschwamms und Stahlwolle. Die Oberfläche ist außerdem leicht strukturiert, damit Töpfe nicht rutschen, und in dieser Struktur setzen sich Fett und Verbranntes fest.
- Weiße Schleier und Ringe: Kalk aus übergekochtem Wasser, im Oberland täglich
- Braune Krusten: eingebranntes Fett und Milch, brauchen Klinge
- Metallisch glänzende Spuren: Abrieb von Topfböden, kein Schmutz, geht mit Ceranfeldreiniger
- Feine Kreise um die Kochzone: Mikrokratzer von Sand und Schieben, bleiben
Werkzeuge und Mittel im Vergleich
| Mittel | Gegen | Wirkung | Risiko |
|---|---|---|---|
| Klingenschaber (Glasschaber) | Eingebranntes, Zucker, Kunststoff | Sehr gut, mechanisch | Keines bei flachem Winkel und intakter Klinge |
| Ceranfeldreiniger (Paste, meist mit Silikonöl) | Fett, Metallabrieb, Schleier | Gut, hinterlässt Schutzfilm | Keines |
| Saurer Sanitärreiniger, verdünnt | Kalkringe | Sehr gut | Nicht auf den Rahmen aus Aluminium |
| Neutralreiniger und Mikrofaser | Tägliche Reinigung | Ausreichend bei frischem Schmutz | Keines |
| Scheuermilch, Scheuerschwamm | Kratzer, Oberfläche wird matt | ||
| Backofenspray | Stark alkalisch, zerstört den Aufdruck der Kochzonen |
Reihenfolge bei Eingebranntem
- Abkühlen lassen. Platte muss handwarm sein, außer bei Zucker (siehe Sonderfälle). Kalter Reiniger auf heißem Glas verdampft und hinterlässt Flecken.
- Grob entfernen. Krümel und lose Reste mit feuchtem Tuch abnehmen, damit nichts unter der Klinge kratzt.
- Klinge ansetzen. Klingenschaber in einem Winkel von etwa 30 Grad aufsetzen, mit gleichmäßigem Druck über die Kruste schieben. Nie hebeln, nie mit der Ecke arbeiten. Eine frische, gerade Klinge kratzt nicht, eine schartige Klinge schon.
- Reiniger auftragen. Haselnussgroße Menge Ceranfeldreiniger auf die Platte, mit Küchenpapier oder weichem Tuch in kreisenden Bewegungen verreiben. 1 bis 2 Minuten einwirken lassen.
- Abnehmen. Mit feuchtem Mikrofasertuch alles abnehmen, bis kein weißer Schleier mehr da ist.
- Trocken polieren. Mit trockenem Mikrofasertuch. Das Silikonöl im Reiniger bleibt als dünner Film und lässt Übergekochtes beim nächsten Mal leichter abgehen.
Profi-Tipp: Kalkringe im Oberland
Fehler und Sonderfälle
Zucker, Marmelade, Karamell
Das ist der eine Fall, bei dem Sie sofort handeln müssen, solange die Platte heiß ist. Geschmolzener Zucker verbindet sich beim Abkühlen mit der Glaskeramik und zieht beim Abkühlen kleine Krater aus der Oberfläche. Herd aus, Topflappen an, Klingenschaber, noch heiß abschieben. Dasselbe gilt für geschmolzene Kunststofffolie und Alufolie.
Regenbogenfarbige Schlieren
Das sind Metallspuren von Töpfen mit rauem Boden, vor allem Aluminium und Gusseisen. Ceranfeldreiniger mit etwas Druck, notfalls zweimal. Topfböden vor dem Kochen abwischen, dann entsteht das gar nicht erst.
Matte Flecken, die nicht weggehen
Wenn eine Stelle nach Klinge und Reiniger stumpf bleibt, ist die Oberfläche geätzt, meist durch Zucker oder alkalische Reiniger. Das lässt sich nicht polieren. Die Platte funktioniert weiter, der Fleck bleibt.
Induktion
Reinigung identisch. Vorteil: Die Platte wird nur durch den Topf warm, Übergekochtes brennt weniger ein. Nachteil: Der Rand um die Zone wird trotzdem heiß, dort nicht anfassen.
Frische Kratzer
Ein Kratzer lässt sich mit nichts wegpolieren, auch nicht mit Zahnpasta oder Autopolitur, die machen die Stelle nur matter. Was hilft: Kochfeldreiniger, der den Kratzer optisch etwas füllt. Ab einem Riss quer durch die Platte muss sie getauscht werden, Feuchtigkeit gelangt sonst an die Elektronik.
Wie oft ist sinnvoll
Kurz nach jedem Kochen mit feuchtem Tuch abwischen, solange die Platte handwarm ist. Einmal pro Woche Ceranfeldreiniger. Klinge nur bei Bedarf. Wer das durchhält, braucht die Klinge fast nie.
In Betriebsküchen und Sozialräumen von Firmen in Penzberg, Weilheim und Geretsried ist das Kochfeld Teil der wöchentlichen Küchenreinigung.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Kratzt der Klingenschaber die Glaskeramik?
Nein, solange die Klinge scharf und gerade ist und Sie flach ansetzen. Die Klinge ist weicher als die Glaskeramik. Kratzer entstehen durch Sandkörner unter dem Schaber oder durch eine ausgebrochene Klinge. Deshalb vorher feucht abwischen und Klinge regelmäßig wechseln.
Kann ich Spülmittel statt Ceranfeldreiniger nehmen?
Für frischen Schmutz ja. Spülmittel hinterlässt aber einen Fettfilm, der beim nächsten Erhitzen einbrennt und Schlieren macht. Ceranfeldreiniger enthält feine Polierpartikel und Silikonöl, das Übergekochtes beim nächsten Mal leichter abgehen lässt.
Mein Kochfeld hat weiße Flecken, die nicht weggehen. Was ist das?
Meist Kalk aus übergekochtem Wasser, bei unserem harten Wasser sehr häufig. Ceranfeldreiniger löst keinen Kalk. Ein saurer Reiniger oder Zitronensäure, 3 Minuten einwirken, nimmt sie weg. Bleibt die Stelle matt, ist die Oberfläche geätzt, das geht nicht mehr raus.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




