Was Fettfilter und Kohlefilter tun
Beim Braten steigen mit dem Dampf feine Fetttröpfchen auf, und der Metallfettfilter fängt sie in mehreren Lagen Streckmetall oder Gewebe ab. Ein Teil kommt trotzdem durch und setzt sich im Gehäuse, am Lüfterrad und im Abluftkanal fest.
Eine Ablufthaube bläst die Luft ins Freie und hat nur diesen Metallfilter. Bei einer Umlufthaube strömt sie durch einen Aktivkohlefilter zurück in die Küche. Gegen Fett hilft die Kohle nicht. Eine Umlufthaube erkennen Sie am Gitter oben am Gehäuse oder am Kohlefilter, der hinter dem Metallfilter eingerastet ist.
Spülmaschine, Einweichbad oder Backofenspray
| Methode | Wofür | Grenze |
|---|---|---|
| Spülmaschine, 65–70 °C | Filter ganz aus Edelstahl | Aluminium kann grau werden, Eco-Programm ist zu kühl |
| Einweichbad mit Fettlöser, 15–30 min | alle Metallfilter, dicke Schichten | Aluminium nur mit passendem Fettlöser, bei starkem Belag wiederholen |
| Natron in heißem Wasser | leichte Verschmutzung | für dicke Schichten zu schwach, Aluminium kann dunkel anlaufen |
| Backofenspray | verharztes Fett auf reinen Edelstahlfiltern, nicht am Gehäuse | stark alkalisch und nie auf Aluminium. Mit Brille und Handschuhen arbeiten, Fenster auf, Einwirkzeit laut Dose, danach gründlich klarspülen |
| Dampfreiniger | nicht an der Haube | Dampf kann an stromführende Teile gelangen und einen Kurzschluss auslösen |
Ein alkalischer Fettlöser verseift das Fett. Es wird dabei zu einer Art Seife, die sich mit Wasser abspülen lässt, und geht deshalb schneller ab als mit Spülmittel. Solange das Fett noch frisch ist, nehmen wir trotzdem heißes Spülmittelwasser.
Aluminium verträgt keine starke Lauge. Nehmen Sie nur einen Fettlöser, auf dessen Etikett Aluminium ausdrücklich steht.
Aus welchem Metall Ihr Filter ist, steht im Handbuch oder beim Ersatzteil mit der Filternummer. Aluminium ist deutlich leichter und matter.
Haftet ein Magnet, ist das Teil aus Stahl und nicht aus Aluminium. Haftet er nicht, kann es Aluminium oder nichtmagnetischer Edelstahl sein. Bei gemischten Filtern zählt das innere Gewebe, halten Sie den Magneten also dort an.
Viele Filter sind gemischt gebaut, mit silbernem Edelstahlrahmen und innen Lagen aus Aluminiumgewebe. Im Zweifel behandeln Sie den Filter wie Aluminium und lassen Spülmaschine und Backofenspray weg.
Fettfilter und Gehäuse in 20 Minuten reinigen
Während die Filter in der Maschine oder im Bad liegen, wischen wir das Gehäuse.
- Strom aus. Warten Sie, bis das Kochfeld abgekühlt ist, und machen Sie Haube und Licht aus. Bevor Sie innen wischen, ziehen Sie den Netzstecker oder schalten die Sicherung aus. Aufs Kochfeld kommt Küchenrolle oder ein altes Handtuch, weil beim Ausbau Fett tropft.
- Ausbau. Ziehen Sie die Verriegelung am Fettfilter nach vorn und nehmen Sie den Filter nach unten heraus. Bei Umluft sitzt dahinter der Kohlefilter, den Sie herausdrehen oder ausklipsen.
- Maschine oder Bad. Edelstahlfilter stellen Sie senkrecht in den Unterkorb und spülen sie bei 65 oder 70 °C. Stark verfettete Filter kommen ohne Geschirr in die Maschine, sonst kann sich gelöstes Fett auf den Tellern absetzen. Für Aluminiumfilter lassen Sie erst kaltes Wasser ins Becken und geben dann den Fettlöser dazu. Umgekehrt spritzt es, warmes Wasser setzt mehr Dämpfe frei. Dabei Nitrilhandschuhe an und das Fenster auf, steht auf dem Etikett das Ätzsymbol, auch die Brille. Nach 15 Minuten im Bad arbeiten Sie mit der Spülbürste nach und spülen die Filter klar.
- Innen im Gehäuse. Hier wischen Sie Innenflächen, Filterrahmen und den sichtbaren Teil des Lüfterrads zuerst mit heißem Spülmittelwasser und einem Mikrofasertuch ab. Diese Teile sind oft aus Aluminium, lackiert oder aus Kunststoff. Fettlöser kommt nur dran, wenn er Aluminium und Lack verträgt oder das Handbuch der Haube ihn erlaubt. Sprühen Sie ihn aufs Tuch und nie direkt in die Haube, denn dort sitzen Elektronik und Beleuchtung. Die Handschuhe bleiben an. Dicken Belag lassen Sie kurz einwirken, ohne dass der Fettlöser antrocknet, und wischen dann feucht nach.
- Außenseite. Edelstahl wischen Sie in Schliffrichtung mit Spülmittelwasser ab und nehmen Fettlöser erst, wenn der Fettfilm fester sitzt. Wischen Sie danach klar nach und trocknen Sie die Fläche. Lackierte Hauben vertragen einen milden Universalreiniger. Eine abnehmbare Leuchtenabdeckung aus Glas spülen Sie gleich mit.
- Bei Umluft. Wenn der Kohlefilter nach altem Fett riecht, setzen Sie einen neuen ein. Die Typennummer steht auf dem alten Filter oder im Handbuch.
- Zum Schluss. Die Filter tropfen 10 Minuten ab, dann tupfen Sie sie trocken und rasten sie wieder ein. Danach läuft die Haube 2 Minuten auf höchster Stufe.
Wenn Fett tropft oder die Haube schwach zieht
Bevor Sie am Motor zweifeln, sehen Sie sich Filter, Sammelrinne und bei Abluft das Rohr nach draußen an.
- Fett tropft aus der Haube. Der Filter ist voll, und das Fett staut sich in der Sammelrinne. Reinigen Sie den Filter und wischen Sie die Rinne erst mit Küchenrolle, dann mit heißem Spülmittelwasser aus.
- Die Ablufthaube zieht trotz sauberem Filter schwach. Kippen Sie zuerst ein Fenster. Zieht die Haube dann besser, fehlt Zuluft. Läuft in der Wohnung ein Kaminofen oder eine Gastherme, die ihre Luft aus dem Raum holt, kann die Haube Abgase zurücksaugen. Das klärt der Schornsteinfeger, etwa mit einem Fensterkontaktschalter. Sonst ist die Rückstauklappe im Rohr verklebt oder der Mauerkasten außen zugesetzt. Prüfen Sie die Klappe. Das Außengitter schrauben Sie ab und reinigen es, wenn es ohne Leiter erreichbar ist, sonst ist es ein Fall für den Fachbetrieb.
- Die Umlufthaube zieht schwach. Hier ist der Kohlefilter voll oder das Umluftgitter oben verstopft. Tauschen Sie den Kohlefilter und reinigen Sie das Gitter.
- Nichts davon hilft. Wahrscheinlich ist das Lüfterrad verfettet oder der Motor schwach. Das ist Sache des Kundendiensts, weil dafür oft der Motor ausgebaut werden muss.
Wie oft Fettfilter, Gehäuse und Kohlefilter fällig sind
Bei viel Braten und Frittieren spülen Sie den Filter doppelt so oft.
| Teil | Tägliches Kochen | Viel Braten und Frittieren |
|---|---|---|
| Metallfettfilter | alle 4 Wochen | alle 2 Wochen |
| Gehäuse innen und außen | alle 2–3 Monate | alle 4–6 Wochen |
| Aktivkohlefilter | alle 3–6 Monate tauschen | nach etwa 3 Monaten tauschen |
Wenn Sie eine Ferienwohnung vermieten, spülen Sie den Fettfilter bei jedem Gästewechsel und tauschen den Kohlefilter zu Saisonbeginn. Sonst kann die Küche bei der Anreise nach den Gästen davor riechen.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Die Filter sind nach der Spülmaschine grau geworden. Sind die jetzt kaputt?
Meist nicht. Das Grau kommt davon, dass der alkalische Spülmaschinenreiniger das Aluminium angreift, auch das Aluminiumgewebe in einem Edelstahlrahmen. Es bleibt, aber Fett hält der Filter weiter zurück. Spülen Sie ihn künftig von Hand, sonst wird das Grau mit jedem Durchgang stärker.
Kann man den Aktivkohlefilter auswaschen?
Normale Kohlefilter binden gesättigt keine Gerüche mehr und werden getauscht. Auswaschen können Sie nur einen Filter, den der Hersteller als regenerierbar kennzeichnet, und dann nach seiner Anleitung.
Woran merke ich, dass der Fettfilter voll ist?
Die Haube läuft lauter und saugt weniger, beim Kochen bleibt Dampf in der Küche stehen. Wenn Sie den Filter anfassen, fühlt er sich außerdem klebrig an.
Stimmt es, dass eine verfettete Haube Feuer fangen kann?
Ja, bei einem Fettbrand oder beim Flambieren kann das Fett im Filter mitbrennen, deshalb gehört das Flambieren nicht unter die Haube. Ein regelmäßig gespülter Filter gibt dem Feuer weniger Nahrung. Wenn es brennt, schalten Sie Kochfeld und Haube aus, weil der Lüfter die Flammen sonst in den Filter zieht, und ersticken den Brand mit einem Deckel. Löschen Sie nie mit Wasser und rufen Sie die 112, wenn der Filter mitbrennt.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




