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Grundreinigung mit Einscheibenmaschine

Gewerbe Lesezeit 6 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Die Einscheibenmaschine löst mit Grundreiniger und Pad alte Pflegefilme und eingetretenen Schmutz, die beim Wischen liegen bleiben. Danach saugen Sie ab, neutralisieren und geben PVC und Linoleum eine neue Pflegeschicht. Zwei Reinigungskräfte brauchen für 100 m² freie Fläche etwa drei Stunden, die Trocknung nicht mitgerechnet, Linoleum bekommt die Pflegeschicht erst am Folgetag.

Grundreinigung mit Einscheibenmaschine

Warum der Boden trotz Wischen grau bleibt

Wischpflege lässt bei jedem Wischen einen dünnen Pflegefilm zurück, der den Belag schützen soll. Schicht für Schicht schließt er aber auch Schmutz ein. Nach 12 bis 24 Monaten liegt dann, je nach Belastung und Dosierung, ein grauer, teils klebriger Film auf dem Boden.

Mit dem normalen Wischen im laufenden Betrieb bekommen Sie diesen Film nicht weg, weil die Wischreiniger dafür zu mild sind. Streusalzreste aus dem Winter, Gummiabrieb und Fettfilm in Küchen bleiben ebenfalls liegen.

Was Sie sehenUrsache
Grauschleier trotz WischenPflegefilm mit eingeschlossenem Schmutz
Boden klebt oder quietschtWischpflege überdosiert
Laufwege matt, Ränder glänzendPflegefilm auf den Laufwegen abgelaufen
Dunkle Fugen zwischen FliesenSchmutz in den Poren der Zementfuge
Weißliche Flecken auf Linoleumzu alkalisches Mittel, teils bleibend

Wie oft Böden in Büros, Schulen und Läden fällig sind

In Büros und Praxen mit Vinyl oder Linoleum ist die Grundreinigung alle 12 bis 24 Monate fällig. Schulen, Kitas und Fitnessstudios brauchen sie jährlich, üblicherweise in den Sommerferien. Fliesen in Autohäusern und Läden kommen alle 12 Monate dran, wegen des Streusalzes jeweils nach dem Winter. In einer Wohnung steht sie nach dem Umzug an.

Wenn Sie die Wischpflege nach Vorgabe dosieren, kommen Sie länger ohne Grundreinigung aus, denn zu viel Pflege lässt den Film schneller wachsen.

Pad und Grundreiniger nach Belag wählen

Stark alkalische Grundreiniger für Fliesen schaden Linoleum und Kautschuk. Auf Marmor und Betonwerkstein nehmen Sie nur ein Mittel mit Steinfreigabe, weil dort Säure und manche Zusätze schaden, vor allem auf polierten oder imprägnierten Flächen. Manche schließen auch PVC aus. Klären Sie deshalb vor dem Kauf, welcher Belag liegt, und nehmen Sie nur ein Mittel, das für diesen Belag freigegeben ist.

BelagGrundreinigerPad
Feinsteinzeug, rau und unglasiertalkalischSchrubbbürste oder grün, schwarz oder braun nur nach Probestelle
Fliesen glasiert, Feinsteinzeug poliertalkalischhöchstens rot oder grün oder Bürste, nie schwarz
PVC, Vinyl ohne PU-Vergütungalkalischgrün, schwarz nur zum Entschichten
Linoleumfür Linoleum freigegeben, pH unter 10grün, nie schwarz
Naturstein, TerrazzoGrundreiniger mit Freigabe für Naturstein, keine Säurerot, grün nur auf nicht poliertem Stein
KautschukGrundreiniger mit Freigabe für Kautschukgrün oder rot

Wie stark Sie verdünnen, steht auf dem Etikett des Grundreinigers. Je nach Mittel und Schmutz liegt das zwischen 1:10 und 1:3, die stärkere Mischung ist zum Entschichten.

Pads sind bei den meisten Herstellern nach Härte eingefärbt, von weich nach hart: weiß, beige, rot, blau, grün, braun, schwarz. Weiß und Beige polieren, Rot reinigt leicht, Grün ist das Pad für die Grundreinigung, Braun und Schwarz tragen alte Beschichtungen ab. Ein zu hartes Pad kratzt Vinyl matt, ein zu weiches rutscht nur über den Film. Im Zweifel nehmen wir eine Stufe weicher und schrubben zweimal.

Versiegeltes Parkett fehlt in der Tabelle, weil es nass nicht unter die Einscheibenmaschine gehört. Stehendes Wasser lässt das Holz aufquellen. Wenn die Versiegelung auf den Laufwegen durch ist, muss ein Parkettfachbetrieb sie erneuern.

Erst einen Quadratmeter probieren: Bevor die ganze Fläche drankommt, tragen wir in einer Ecke Grundreiniger auf, schrubben, saugen ab und lassen die Stelle trocknen. Bei Tageslicht zeigt sich dann, ob der Belag das Mittel verträgt und ob ein Durchgang reicht. Bei Linoleum ist die Probe Pflicht, weil ein zu alkalischer Reiniger es bleibend aufhellen kann und das erst nach dem Trocknen sichtbar wird.

Sieben Arbeitsgänge bis zur neuen Pflegeschicht

  1. Fläche freiräumen. Stellen Sie die Möbel hinaus oder auf eine Seite und saugen Sie den Boden trocken ab, bevor Wasser darauf kommt. Sockelleisten aus Holz kleben Sie ab.
  2. Grundreiniger ansetzen. Viele Grundreiniger sind stark alkalisch und ätzend, und Lauge im Auge ist schlimmer als Säure. Tragen Sie bei ätzenden Konzentraten Schutzbrille und Nitrilhandschuhe, das gilt für Säuren und für Laugen. Beim Umfüllen und Verdünnen nehmen Sie eine Korbbrille, die rundum dicht am Gesicht anliegt. Geben Sie erst kaltes Wasser in den Eimer, dann das Konzentrat. Umgekehrt spritzt es, warmes Wasser setzt mehr Dämpfe frei. Wenn die Nassarbeit lange dauert, wechseln Sie die Handschuhe stündlich oder ziehen Baumwollhandschuhe darunter.
  3. Auftragen und einwirken lassen. Sperren Sie die Fläche vorher ab und lüften Sie, denn nass ist der Boden spiegelglatt. Dann verteilen Sie den Grundreiniger mit Mopp oder Gießwagen, aber immer nur auf so viel Fläche, wie Sie vor dem Antrocknen schrubben und absaugen können. Auf Linoleum saugen Sie Nähte und Ränder zuerst ab, sonst zieht das Wasser in den Jute-Rücken und den Kleber, und die Kanten wölben sich auf. Wie lange der Grundreiniger wirken muss, steht auf dem Etikett, je nach Mittel sind 5 bis 15 Minuten üblich. Antrocknen darf er in der Zeit nicht, sonst setzt sich der gelöste Film als Kruste wieder fest.
  4. Schrubben mit der Maschine. Eine normale Einscheibenmaschine mit 150 bis 180 U/min reicht dafür. Arbeiten Sie in überlappenden Bahnen und nehmen Sie Ecken und Ränder mit Handpad oder Fugenbürste mit. Das Kabel legen Sie hinter sich über die Schulter, damit es nicht unter den Treibteller gerät oder durch die Lauge gezogen wird. Fahren Sie nie darüber. Ist das Kabel beschädigt, bleibt die Maschine auf nassem Boden aus. Sobald sich der Film löst, wird das Schmutzwasser grau bis schwarz. Daran sehen Sie, dass Pad und Mittel greifen.
  5. Absaugen. Solange alles nass ist, nehmen Sie das Schmutzwasser mit dem Nasssauger auf, bis der Belag nur noch feucht ist. Was liegen bleibt, trocknet als neuer Film an.
  6. Neutralisieren. Danach kommt zweimal klares Wasser auf den Boden, und jedes Mal saugen Sie wieder ab. Reste des Grundreinigers verhindern sonst, dass die neue Pflegeschicht haftet.
  7. Einpflege mit Dispersion. Der Boden muss vollständig trocknen, offene Fenster und ein Ventilator beschleunigen das. Linoleum nimmt bei der Nassreinigung Feuchte auf und braucht 12 bis 24 Stunden, bei ihm ist die Einpflege also ein zweiter Arbeitstag. Auf PVC, Vinyl ohne PU-Vergütung und Linoleum kommt dann eine Dispersion. Sie kommt unverdünnt mit der Wischwiese auf den Boden, so dünn wie möglich. Sobald die erste Schicht trocken ist, je nach Raumklima nach 30 bis 60 Minuten, folgt die zweite quer zur ersten, auf saugfähigen Belägen auch eine dritte. Eine dicke Schicht trocknet nicht durch und bleibt weich, deshalb halten zwei bis drei dünne Schichten besser.

Fliesen bekommen keine Dispersion. PU-vergütetes Vinyl braucht in der Regel keine, und wenn es doch eine bekommen soll, testen Sie vorher an einer Stelle die Haftung. Naturstein bekommt eine Steinpflege, die zur Steinart passt, Kautschuk die Pflege nach Herstellerangabe.

Zeit pro 100 Quadratmeter

Die Werte gelten für zwei eingespielte Reinigungskräfte auf 100 m² freier, ebener Fläche.

ArbeitsschrittZeit
Räumen, saugen, vorbereiten15–20 min
Auftragen, einwirken, schrubben, absaugen60–90 min
Neutralisieren, nachwischenca. 20 min
Trocknen (keine Arbeitszeit)60–120 min, Linoleum 12–24 h
Zwei Schichten Dispersion mit Zwischentrocknung60–90 min

Bei Fliesen ohne Pflegeschicht fällt die Dispersion weg, dann sind es etwa zwei Stunden Arbeit. Linoleum pflegen Sie erst am Folgetag ein. Verwinkelte Räume mit vielen Möbeln, dicke alte Pflegefilme oder stark verschmutzte Zementfugen können die Zeit verdoppeln.

Zementfugen und jahrealte Beschichtungen

Grauschleier in Zementfugen

Bei Fliesen sitzt der Grauschleier vor allem in den Fugen. Dort arbeiten wir mit einer Schrubbbürste, weil sie besser greift als ein Pad.

Gegen Kalk und Zementschleier brauchen Sie manchmal noch einen zweiten Durchgang mit saurem Reiniger.

Auch saure Grundreiniger sind ätzend. Tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe aus Nitril, beim Umfüllen eine Korbbrille.

Vorher muss der Grundreiniger vollständig herunter, denn Säure und Lauge reagieren heiß und spritzen. Dafür reichen schon Reste in der Fuge oder im Mopp, beide Mittel müssen also nicht gleichzeitig im Eimer sein. Spülen Sie zwischen beiden Mitteln mit viel klarem Wasser nach.

Zementfugen sind selbst säureempfindlich. Bevor der saure Reiniger kommt, nässen Sie die Fugen mit Wasser vor, und danach spülen Sie gründlich mit kaltem Wasser nach. Chlorreiniger kommen dabei nie mit dem sauren Reiniger zusammen, sonst entsteht giftiges Chlorgas.

Marmor, Kalkstein, Travertin und Terrazzo vertragen keine Säure. Säure löst den Stein an, es bleiben matte, helle Stellen. Einen Stein, den Sie nicht kennen, behandeln Sie wie Marmor und lassen die Säure weg.

Pflegefilm aus zehn Jahren

Zehn Jahre Wischpflege gehen selten in einem Durchgang herunter. Planen Sie dafür Beschichtungsentferner und das schwarze Pad ein, dazu mehrere Durchgänge. Auf PU-vergütetem Vinyl nie: Schwarzes Pad und Beschichtungsentferner tragen die Werksvergütung ab, und die lässt sich nicht wiederherstellen. Dort nur Mittel und Pad nach Herstellerangabe, meist das rote.

Auf Linoleum kommt nur ein Beschichtungsentferner, der dafür freigegeben ist, und kein schwarzes Pad. Bei Vinyl mit dünner Nutzschicht kann das schwarze Pad bis auf das bedruckte Dekor durchschleifen. Ist die Nutzschicht schon abgetreten, lohnt eher ein neuer Belag.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Geht das auch selbst mit einer Leihmaschine?

Auf einer kleinen Fläche, etwa einem gefliesten Kellerraum, geht das. Neben der Maschine brauchen Sie Pad, einen Grundreiniger für Ihren Belag, einen Nasssauger, Schutzbrille und Handschuhe. Schwierig ist das Führen, weil die Maschine seitlich wegzieht, solange Sie den Griff nicht ruhig halten. Auf 200 m² Linoleum in einer Praxis wird ein Fehler teuer, weil sich ein aufgehellter oder aufgewölbter Belag nicht mehr retten lässt.

Muss der Boden danach wirklich eingepflegt werden?

Bei PVC, Vinyl ohne PU-Vergütung und Linoleum in der Regel ja. Ohne Schutzschicht nimmt der Belag Schmutz und Flecken schneller an und ist bald wieder grau.

Ab wann können Sie nach dem Einpflegen wieder drüberlaufen?

Vorsichtig begehbar ist die Fläche als Richtwert nach ein bis zwei Stunden, die genauen Zeiten stehen im Datenblatt der Dispersion. Möbel stellen Sie erst nach 12 bis 24 Stunden zurück, feucht wischen Sie frühestens nach 24 Stunden wieder. Fliesen ohne Pflegeschicht sind begehbar, sobald sie trocken sind.

Die neue Pflegeschicht ist milchig geworden. Was ist schiefgelaufen?

Meist war der Boden beim Einpflegen noch feucht, nicht richtig neutralisiert oder zu kalt. Viele Dispersionen brauchen mindestens 10 bis 15 °C. Eine solche Schicht haftet schlecht, kann nach einigen Wochen abblättern und muss dann mit einer neuen Grundreinigung wieder herunter. Wischen Sie diesmal zweimal nach und pflegen Sie erst auf ganz trockenem Boden ein.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.