Was auf Platten und in Fugen wächst
Bevor der Hochdruckreiniger läuft, sollten Sie wissen, was auf der Fläche wächst. Davon hängt ab, ob Wasser genügt oder vorher ein Mittel drauf muss.
| Belag | Woran Sie ihn erkennen | Was hilft |
|---|---|---|
| Grünalgen | grüner Schleier auf der Nordseite und unter Bäumen | Wasser, Flächenreiniger |
| Moos | grüne Polster im Fugensand | Fugenkratzer vor dem Spritzen |
| Flechten | graue, gelbe oder schwarze runde Flecken auf Beton, Naturstein und Dachziegeln | Flechtenentferner, wirkt über Tage |
| Schwarzer Belag | dunkler Film auf Terrassenplatten, der jeden Winter dunkler wird (Ruß, Algen und Pilze, am Grillplatz dazu Fett) | alkalischer Reiniger vor dem Hochdruck |
Moos hält Wasser in den Fugen. Wenn es friert, kann das Eis die Fugen weiter aufdrücken.
Welche Flächen den harten Strahl vertragen
Wie stark der Strahl auf die Fläche trifft, hängt mehr von Düse und Abstand ab als von der Bar-Zahl am Gerät. Der Flächenreiniger ist ein Aufsatz, bei dem sich die Düsen unter einer Haube drehen.
| Fläche | Hochdruck | Düse und Vorgehen |
|---|---|---|
| Beton, Betonplatten | ja | Flächenreiniger |
| Pflaster mit Sandfugen | bedingt | Flächenreiniger mit wenig Druck, vorher Probefläche |
| Granit, Basalt | ja | Flächenreiniger oder Flachstrahl |
| Feinsteinzeug | ja | Flächenreiniger, vorher alkalischer Reiniger |
| Klinker, Sichtbeton | ja | Fächerdüse, nicht auf die Fugen |
| Sandstein, Kalkstein, Muschelkalk | nein | Bürste mit Steinreiniger ohne Säure |
Die Dreckfräse, also die Rotordüse, lässt einen Punktstrahl kreisen. Auf Holz, Sandstein und Putz hat sie nichts verloren, und auch Beton raut sie auf, wenn Sie zu nah rangehen.
Unbeschichtete Faserzementplatten von vor 1993 an Garage, Schuppen oder Giebel darf niemand reinigen, auch kein Reinigungsbetrieb, weil der Abrieb Asbestfasern freisetzt. Lassen Sie die Platten von einer Fachfirma für Asbest prüfen.
Kalkstein, Muschelkalk und Marmor vertragen keine Säure. Sie löst den Stein an, es bleiben matte, helle Stellen, und dafür reicht schon Essig oder Zitronensäure. Unbekannten Stein behandeln Sie wie Marmor und lassen jede Säure weg.
Holzdielen, WPC und Putz mit Bürste und Niederdruck
- Holzdielen aus Lärche, Douglasie oder Bangkirai bürsten Sie einmal im Jahr mit Terrassenreiniger für Holz, den Schrubber immer in Faserrichtung. Tragen Sie dabei Schutzbrille und Handschuhe, weil viele Holzentgrauer Oxalsäure enthalten. Spritzer auf Stein- und Betonplatten daneben wischen Sie sofort mit Wasser ab. Neues Öl braucht das Holz, sobald Wasser nicht mehr abperlt.
- Bei WPC kommen Sie meist mit Bürste und Neutralreiniger aus. Ob Hochdruck erlaubt ist, steht in der Pflegeanleitung des Dielenherstellers. Wenn ja, dann nur mit wenig Druck, Fächerdüse und Abstand, in Längsrichtung der Dielen.
- Glas, Rollläden und Markisen brauchen nur Gartenschlauch und weiche Bürste.
An Putzfassaden arbeiten wir nur im Niederdruck. Den Algenentferner sprühen Sie laut Etikett dosiert auf, mit Handschuhen und Schutzbrille, weil der Sprühnebel von der Wand zurückkommt. Lassen Sie ihn einwirken und bürsten Sie danach mit Fassadenreiniger nach. Nötig ist das erst wieder, wenn sich neue Algen zeigen.
Von der Leiter aus arbeiten Sie nicht mit Hochdruck, weil die Lanze beim Abziehen einen Rückstoß gibt und Sie oben keinen sicheren Stand haben.
Betonterrasse und Pflaster in Bahnen reinigen
Auf Beton nehmen wir den Flächenreiniger statt der Lanze. Mit der Lanze entstehen dort leicht Streifen, die nach dem Trocknen zu sehen sind.
- Vor dem Einschalten. Räumen Sie Möbel, Töpfe und Laub weg und kratzen Sie das Moos aus den Fugen, sonst verteilt der Strahl es nur.
- Strom und Schutzbrille. Das Gerät kommt nur an eine Steckdose mit FI-Schutzschalter. Für die Verlängerung nehmen Sie ein Kabel mit mindestens IP44, wickeln die Trommel ganz ab und legen das Kabel so, dass es nicht durch Pfützen läuft. Weil Splitt und Schmutz zurückspritzen, tragen Sie Schutzbrille und feste Schuhe. Den Strahl halten Sie von Menschen, Steckdosen, Leuchten und Kabeln fern.
- Vorbehandeln, wo nötig. Flechtenentferner muss schon einige Tage vorher auf die Fläche. Bei schwarzem Belag sprühen Sie einen alkalischen Außenreiniger auf und lassen ihn nach Etikett einwirken, ohne dass er antrocknet. Beide Mittel sprühen Sie mit Schutzbrille und Handschuhen auf, der Außenreiniger ist eine Lauge. Das Abspülwasser mit Reiniger darf weder in den Gully noch ins Beet oder in den Teich laufen.
- Probefläche. Reinigen Sie in einer Ecke 1 m² mit dem Druck, den Sie für die ganze Fläche vorgesehen haben. Wenn dabei Sand aus den Fugen kommt, drehen Sie den Druck herunter.
- Dem Gefälle nach. Führen Sie den Flächenreiniger langsam und gleichmäßig vom Haus weg und lassen Sie jede Bahn die vorige um ein Drittel überlappen. Den gelösten Schmutz spülen Sie mit der Fächerdüse und etwas Abstand in dieselbe Richtung ab, oder Sie nehmen dafür den Gartenschlauch.
- Kanten und Stufen. Hier nehmen Sie die Fächerdüse und halten sie im flachen Winkel, damit das Wasser vom Haus wegläuft. Auf Pflaster führen Sie sie quer zur Fuge, nicht längs daran entlang.
- Bei Pflaster. Kehren Sie nach dem Trocknen Fugensand oder Fugensplitt ein und schlämmen Sie ihn ein. Nach einigen Tagen kehren Sie nach, weil sich die Steine ohne neuen Sand lockern können.
Eine Betonterrasse oder ein Hof braucht etwa alle ein bis zwei Jahre eine Reinigung. Nordseiten und Flächen unter Bäumen bleiben länger feucht, dort ist sie jedes Jahr fällig. Am besten passt das späte Frühjahr, wenn keine Nachtfröste mehr kommen und die Gartensaison noch nicht läuft.
Wenn Sie den Beton danach imprägnieren, setzt sich neuer Belag langsamer fest. Das geht erst, wenn die Fläche durchgetrocknet ist, und bei feuchtem Wetter dauert das länger. Wie lange Sie mindestens warten müssen, steht auf dem Gebinde.
Schäden an Fugen, Holz und Fassade
Am häufigsten sehen wir ausgespülte Sandfugen. Direkt nach der Reinigung wirkt das Pflaster sauber und fest. Der Schaden zeigt sich oft erst nach dem nächsten Winter, wenn die Steine kippeln und in den offenen Fugen Unkraut wächst.
| Schaden | Folge | Abhilfe |
|---|---|---|
| Holz aufgeraut | Fasern stehen auf, Wasser dringt tiefer ein, das Holz vergraut schneller | leichte Stellen nach dem Trocknen glatt schleifen und ölen, stark aufgeraute Dielen ganz abschleifen und neu ölen |
| Wasser hinter dem Putz | dringt hinter Sockelleisten, in Putzrisse und Fensteranschlüsse, trocknet im Wärmedämmverbundsystem schlecht aus, Feuchteschäden drohen | Fassade nur im Niederdruck mit Bürste |
| Schmutz an der Hauswand | Sockel bis Kniehöhe gesprenkelt | Flächenreiniger statt Lanze oder Wand mit Folie abdecken |
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Produkte aus diesem Artikel
Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Die Holzterrasse ist grün. Geht das nicht doch mit dem Hochdruckreiniger?
Nicht zum Reinigen. Lärche und Douglasie sind weich und rauen unter dem harten Strahl noch stärker auf als Bangkirai. Wenn Sie den Belag abgebürstet haben, dürfen Sie mit wenig Druck, Fächerdüse und großem Abstand in Faserrichtung abspülen. Der Gartenschlauch tut es auch.
Ich habe keinen Hochdruckreiniger. Was hilft gegen den grünen Belag auf den Platten?
Grünbelagentferner wirkt auch ohne Gerät, wenn Sie einen kaufen, der als Biozid gekennzeichnet ist, denn ein Moosvernichter aus der Pflanzenschutz-Abteilung ist auf Pflaster verboten. Sie sprühen ihn mit Handschuhen und Schutzbrille auf die trockene Fläche und spülen nicht ab, die regenfreie Zeit steht auf dem Etikett. Weil viele dieser Mittel giftig für Wasserlebewesen sind, nehmen Sie sie nicht auf Flächen, deren Wasser in Teich, Beet oder Gully läuft. Mit Wind und Regen wird der Belag in den nächsten Wochen grau, dann kehren Sie ihn mit dem Besen ab.
Stimmt es, dass Streusalz den Beton kaputt macht?
Bei jungem Beton und bei Steinen, die nicht für Tausalz ausgelegt sind, ja. Das Salz zieht mit dem Schmelzwasser in Stufen und Pflaster, und wenn es friert, platzt die Oberfläche in dünnen Schichten ab. Spülen Sie deshalb im Frühjahr gründlich mit Wasser nach. Auf Naturstein und Holz streuen Sie im Winter besser Splitt.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




