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Reinigungsmittel richtig dosieren

Privat Lesezeit 5 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Auf 10 Liter Wasser kommen fürs normale Wischen bei den meisten Konzentraten 25 bis 50 ml, das sind knapp zwei bis gut drei Esslöffel. Mehr Reiniger als nötig putzt nicht besser, der Überschuss bleibt als klebriger Film auf der Fläche. Messen Sie deshalb ab, statt aus der Flasche zu schütten.

Reinigungsmittel richtig dosieren

Warum zu viel Reiniger Böden stumpf macht

Tenside lösen den Schmutz, sie sind der wirksame Teil fast jedes Reinigers. Ab einer bestimmten Menge lösen sie nicht mehr besser. Der Rest trocknet als Film an, der klebt und neuen Schmutz festhält. Nach ein paar Wochen sieht der Boden stumpfer aus als vorher, und dann kippen viele noch mehr Reiniger in den Eimer.

Wenn ein Boden stumpf wird oder klebt, suchen wir die Ursache zuerst im Eimer. Zu viel Reiniger erkennen Sie an diesen Zeichen:

  • Fliesen und Vinyl werden stumpf. Auf dem Boden liegt zu viel Unterhaltsreiniger oder Wischpflege, die er gar nicht braucht.
  • Glas zeigt Schlieren. Reste aus zu viel Glasreiniger trocknen als Streifen an.
  • Der Sanitärboden ist rutschig. Dann war der Sanitärreiniger überdosiert und wurde nicht nachgespült.
  • Haut und Atemwege reagieren. Eine zu starke Lösung reizt beim Wischen die Hände und beim Sprühen die Atemwege.
Mehr Zeit statt mehr Reiniger: Lassen Sie die Lösung bei Fett oder Kalk einwirken, so lange es das Etikett erlaubt. Oder Sie nehmen gleich das passende Mittel, einen sauren Reiniger gegen Kalk, aber nie auf Marmor, Kalkstein oder Terrazzo, und einen alkalischen gegen Fett.

Mengen für Eimer und Sprühflasche

Die Spanne auf dem Etikett hängt am Schmutz und bei manchen Reinigern an der Wasserhärte, weil Kalk einen Teil der Tenside bindet. Fürs normale Wischen nehmen Sie den unteren Wert.

Bei hartem Wasser oder starkem Schmutz gehen Sie bis zum oberen Wert vom Etikett, aber nicht darüber. Die höheren Mengen in der Spalte Grenze gelten nur, wenn das Etikett sie vorsieht. Das gilt auch für den Einsatz pur. Für Kalkkruste gibt es eigene Sanitärgrundreiniger.

ReinigerEimer 10 lSprühflasche 500 mlGrenze
Neutralreiniger25–50 ml1,25–2,5 mllöst keinen Kalk
Alkalischer Unterhaltsreiniger25–50 ml1,25–2,5 mlbei Fett bis 100 ml, wenn das Etikett es erlaubt, dann klar nachwischen
Wischpflege25–30 mlim Haushalt nicht nötignur für Böden, die Pflege brauchen
Saurer Sanitärreiniger50–100 ml2,5–5 mlbei Kalkkruste bis 25 ml in der Sprühflasche, im WC punktuell pur, nur wenn das Etikett es erlaubt (Hinweise unten)
Glasreiniger25–75 ml fürs Fensterwaschen1,25–3,75 mlweniger gibt weniger Streifen
Grundreiniger1–3 lnicht sprühennur zur Grundreinigung, danach klar nachwischen

Sicherheit: Chlorreiniger nie mit Säure zusammenbringen. Dabei entsteht giftiges Chlorgas.

Bevor Sie den sauren Reiniger pur ins WC geben, schauen Sie nach, was am Beckenrand hängt. WC-Gele gibt es mit Chlor und mit Säure, und wenn Sie nicht wissen, welches zuletzt drin war, lassen Sie die Säure lieber weg.

Viele Rohrreiniger-Gele und Schimmelsprays enthalten ebenfalls Chlor. Nach Rohrreiniger-Gel oder Schimmelspray gehört kein Entkalker an dieselbe Stelle. Wenn es nach Chlor riecht, lüften Sie erst und spülen mehrmals mit Wasser.

Wo Sie Säure pur auftragen, tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe. Zementfugen sind säureempfindlich. Nässen Sie sie vorher und spülen Sie danach gründlich mit kaltem Wasser nach.

Marmor, Kalkstein, Travertin und Terrazzo vertragen keine Säure. Säure löst den Stein an, es bleiben matte, helle Stellen. Unbekannten Stein behandeln Sie wie Marmor und lassen die Säure weg.

Für Armaturen nehmen Sie den sauren Sanitärreiniger aus der Tabelle nicht. Viele dieser Reiniger enthalten Phosphorsäure, und die greift die Oberfläche an, genauso wie Essig, Salz- oder Ameisensäure.

Kalk an Armaturen löst ein milder Reiniger auf Zitronensäurebasis. Verdünnen Sie ihn und sprühen Sie ihn aufs Tuch, nie direkt auf die Armatur. Lassen Sie ihn nicht länger einwirken, als auf dem Etikett steht. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach und reiben trocken.

Die meisten Grundreiniger sind alkalisch, manche stark. Stark alkalische Grundreiniger gehören nicht auf Linoleum, Gummi, Holz oder Aluminium, dafür gibt es eigene Grundreiniger für alkaliempfindliche Beläge. Tragen Sie beim Grundreiniger Schutzbrille und Handschuhe, denn Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren.

Desinfektion nach Plan: Im Haushalt reicht gründliches Reinigen. Desinfizieren Sie nur, wenn Arzt oder Gesundheitsamt es raten. Wo ein Hygieneplan gilt, gehören Konzentration und Einwirkzeit aus Plan oder Etikett zusammen. Mit weniger Konzentrat ist die Wirkung in dieser Zeit nicht belegt.

Dosierhilfen im Vergleich

Die passende Dosierhilfe richtet sich nach dem Gebinde und danach, wie oft Sie einen Eimer ansetzen.

DosierhilfeGenauigkeitGeeignet für
Schuss aus der Flascheungenau, oft viel zu vielkeine Empfehlung
Dosierkappegut, wenn die Markierung genutzt wirdEimer bis 10 l
Dosierflasche mit Messkammersehr gutalle Konzentrate, Haushalt und Objekt
Dosierpumpe auf dem Kanistergut, feste Menge pro HubKanister im Objekt
Sprühflasche mit Skalanur für die Wassermenge, wenige Milliliter Konzentrat lassen sich darauf nicht ablesenWasser abmessen, Konzentrat mit Messkammer oder Dosierkappe dazu
Dosiergerät an der Wasserleitungsehr gut, mischt selbst, braucht InstallationObjekte mit täglicher Reinigung
Portionsbeutelexakt, pro Stück teurerFerienwohnungen, wechselnde Reinigungskräfte

Im Haushalt genügt eine Dosierflasche mit Messkammer. Drücken Sie die Flasche, bis die Kammer an der Markierung steht, dann kippen Sie den Inhalt in den Eimer. Im gewerblichen Einsatz nehmen wir auf Kanistern eine Dosierpumpe, weil jeder Hub dieselbe Menge gibt.

Putzwasser abmessen und ansetzen

  1. Zuerst das Etikett. Dort stehen die Dosierung in Prozent oder ml pro Liter und die Wassertemperatur. Viele Konzentrate gehören in kaltes Wasser.
  2. Markierung am Eimer. Haushaltseimer fassen 8 bis 10 Liter, Putzeimer 12 bis 15. Wenn Sie die 10-Liter-Linie einmal mit wasserfestem Stift anzeichnen, passt danach die Rechnung vom Etikett.
  3. Erst Wasser, dann Konzentrat. Andersherum spritzt es, und das Konzentrat schäumt so auf, dass Sie den Füllstand nicht mehr sehen. Nehmen Sie kaltes Wasser, warmes setzt mehr Dämpfe frei.
  4. Konzentrat abmessen. Dafür nehmen Sie Messkammer, Dosierkappe oder einen Messbecher, den Sie nur für Reiniger benutzen. Küchenlöffel bleiben in der Küche, weil sonst Reinigerreste zu den Lebensmitteln kommen. Steht das Ätzsymbol auf dem Etikett, gehören Schutzbrille und Handschuhe dazu. Das betrifft saure Sanitärreiniger genauso wie Laugen, etwa Grundreiniger.
  5. Ein Mittel pro Eimer. Chlorreiniger kommt mit keinem anderen Mittel zusammen. Mit Säure entsteht giftiges Chlorgas, und Säure steckt in Entkalkern, sauren WC-Reinigern, Essig und Zitronensäure. Mit Ammoniak (Salmiakgeist, mancher Glasreiniger) entstehen reizende Dämpfe, mit Alkohol unter anderem Chloroform. Chlor steht oft nicht im Produktnamen. Auf dem Etikett heißt es dann Natriumhypochlorit oder Aktivchlor. Saure Reiniger kommen auch nie mit Grundreiniger zusammen, denn Säure und Lauge reagieren heiß und spritzen.
  6. Beim nächsten Mittel. Auch nacheinander kann es gefährlich werden, weil Reste im Siphon, in den Fugen, im Tuch oder im Mopp bleiben. Spülen Sie zwischen zwei Mitteln deshalb gründlich mit klarem Wasser.
  7. Für die Sprühflasche. Verdünnen Sie das Konzentrat immer, außer das Etikett erlaubt es pur. Unverdünnt hinterlässt es Flecken, stark alkalische Reiniger greifen Aluminium an, und der Sprühnebel reizt die Atemwege. Die Gebrauchslösung kommt nur in eine beschriftete Sprüh- oder Dosierflasche. Füllen Sie sie nie in Getränkeflaschen um, auch nicht mit Aufschrift. Auf die Flasche schreiben Sie zum Schluss Inhalt und Datum.

Desinfektionsmittel setzen Sie nur mit Wasser an, ohne Reiniger dazu. Die Lösung bringen Sie mit dem Tuch auf, statt zu sprühen, weil der Sprühnebel in die Atemluft geht und die Fläche nicht gleichmäßig nass wird. Tragen Sie so viel auf, dass die ganze Fläche nass ist.

Danach nicht nachwischen und nicht trockenreiben. Tisch, Griff oder Boden können Sie wieder benutzen, sobald alles sichtbar abgetrocknet ist.

Anders nach Blut, Erbrochenem oder Stuhl, und das ist im Haushalt der häufigste Grund zum Desinfizieren. Nehmen Sie den Schmutz zuerst mit einem Einwegtuch auf und desinfizieren Sie danach die Stelle. Dann gilt die volle Einwirkzeit vom Etikett. Das gilt auch, wenn Sie die Fläche danach mit Trinkwasser abspülen.

Böden betreten Sie erst, wenn sie trocken sind.

Wie lange ein Liter Konzentrat reicht

Im Beispiel messen Sie 25 ml ab, geschüttet landen 125 ml im Eimer.

VerbrauchAbgemessen (25 ml)Geschüttet (Beispiel: 125 ml)
Eimer pro Liter Konzentrat408
Haushalt, ein Eimer pro Wocheca. 9 Monateknapp 2 Monate
Objekt, 200 Eimer im Monat5 l Konzentrat25 l Konzentrat

Im Objekt verbraucht der Schuss jeden Monat 20 Liter Konzentrat mehr. Das sind zwei 10-Liter-Kanister.

Dazu kommt der Film auf dem Boden. Einen dünnen Film wischen wir in zwei bis drei Durchgängen mit klarem Wasser weg. Wenn er aus Reinigerresten dick geworden ist, löst ihn normales Wischen oft nicht mehr, und eine Grundreinigung ist fällig.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Mein Boden ist nach dem Wischen klebrig. Was hilft?

Wischen Sie zwei- bis dreimal mit klarem Wasser nach, das löst den Reinigerfilm. Wenn Sie danach wieder abgemessen dosieren, baut sich der Film nicht neu auf. Bleibt der Boden trotzdem klebrig, ist eine Grundreinigung fällig.

Auf meinem Reiniger steht 0,5 %. Wie viel ist das im Eimer?

0,5 % entsprechen 50 ml auf 10 Liter Wasser, das sind gut drei Esslöffel. Für einen 10-Liter-Eimer nehmen Sie die Prozentzahl mal 100 und haben die Milliliter. Bei 1 % wären es 100 ml.

Sind Konzentrate wirklich billiger als fertige Reiniger in der Sprühflasche?

Ja, wenn Sie abmessen. Ein gebrauchsfertiger Sprühreiniger besteht zum größten Teil aus Wasser, das Sie mitbezahlen und nach Hause tragen. Aus einem Liter Neutralreiniger-Konzentrat werden bei 2,5 ml pro 500-ml-Flasche 400 Sprühflaschen.

Wie lange hält angemischter Reiniger in der Sprühflasche?

Eine feste Frist steht selten auf dem Etikett. Setzen Sie deshalb nur so viel an, wie Sie in ein paar Tagen verbrauchen, und spülen Sie die Flasche danach aus, bevor Sie frisch ansetzen. Das Datum auf der Flasche zeigt Ihnen, wann Sie angesetzt haben.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.