Was in der Maschine passiert
Die Spülmaschine arbeitet mit 45 bis 70 Grad heißem Wasser, alkalischem Reiniger und Umwälzpumpe. Was vom Geschirr abgespült wird, landet im Sieb. Was durch das Sieb geht, setzt sich in Pumpensumpf, Schläuchen und Sprüharmdüsen ab. Fett wird bei jedem Kaltstart wieder fest und baut sich schichtweise auf.
Der zweite Gegner ist Kalk. Zwar hat jede Spülmaschine einen Ionentauscher mit Regeneriersalz, aber nur wenn die Wasserhärte richtig eingestellt ist. Bei 14 bis 18 °dH steht die Maschine ab Werk oft auf zu weichem Wasser. Dann bleibt ein Teil des Kalks im Wasser und setzt sich am Heizelement, an den Sprüharmen und auf Gläsern ab.
- Muffiger Geruch beim Öffnen: Fett und Bakterien im Sieb und Pumpensumpf
- Weißer Belag auf Gläsern, abwischbar: Kalk, Salz nachfüllen oder Härte höher stellen
- Weißer Belag, nicht abwischbar: Glaskorrosion, zu heiß oder zu viel Reiniger, nicht mehr reparabel
- Speisereste auf sauberem Geschirr: Sprüharmdüsen verstopft oder Sieb voll
- Wasser bleibt stehen: Sieb oder Ablaufpumpe blockiert
Was Sie brauchen: Mittel im Vergleich
| Mittel | Wirkt gegen | Anwendung | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Maschinenreiniger (Flasche kopfüber) | Fett, Kalk, Geruch | Leere Maschine, heißestes Programm, alle 1 bis 3 Monate | Kombiniert Säure und Tenside, wirkt auch in Schläuchen |
| Maschinenentkalker (Pulver, Zitronensäure) | Kalk am Heizelement und Sprüharm | Leere Maschine, 65 bis 70 Grad, alle 3 bis 6 Monate | Bei 14 bis 18 °dH häufiger als im Handbuch |
| Regeneriersalz | Kalk im Spülwasser | Nachfüllen, wenn Lampe leuchtet | Härte im Menü auf 14 bis 18 °dH einstellen |
| Klarspüler | Tropfen und Flecken auf Glas | Dosierstufe 3 bis 4 bei hartem Wasser | Auch bei Multi-Tabs sinnvoll |
| Essig im Spülgang | Kalk, leicht | Nicht empfohlen | Greift Gummidichtungen und Pumpenteile an |
| Natron auf dem Boden | Geruch | Halbe Tasse, Kurzprogramm | Ersetzt keinen Maschinenreiniger |
Die Grundreinigung in acht Schritten
- Maschine leeren und Körbe raus. Unterkorb ausziehen, Oberkorb an den Schienen aushängen.
- Sieb ausbauen. Grobsieb drehen und herausziehen, Feinsieb darunter abheben. Unter fließendem warmem Wasser mit Spülbürste reinigen, feine Maschen mit alter Zahnbürste. Bei Fettkruste 15 Minuten in heißem Wasser mit Spülmittel einweichen.
- Pumpensumpf säubern. Mit dem Sieb draußen liegt der Sumpf frei. Speisereste, Glassplitter und Etiketten mit Handschuh und Tuch entfernen. Das Flügelrad der Pumpe vorsichtig drehen, es muss frei laufen.
- Sprüharme prüfen. Unteren Arm nach oben abziehen, oberen abschrauben. Jede Düse gegen Licht halten. Verstopfte Düsen mit Zahnstocher freistechen, Arm unter fließendem Wasser durchspülen. Kalk in den Düsen: 30 Minuten in Zitronensäurelösung, 2 Esslöffel auf 1 Liter warmes Wasser.
- Dichtungen und Türfalz. Die Tür wird unten nie gespült. Mit Allzweckreiniger und Mikrofasertuch die Gummidichtung rundum abwischen, die Falte mit dem Finger im Tuch ausfahren. Hier sitzt der Geruch.
- Innenwände und Tür innen. Alkalischer Allzweckreiniger 1:50, Tuch, nachwischen.
- Alles einbauen und leer laufen lassen. Maschinenreiniger nach Anleitung, meist Flasche kopfüber in den Unterkorb, heißestes Programm ohne Vorspülen, mindestens 65 Grad.
- Härte prüfen. Im Menü die Wasserhärte kontrollieren. Für Penzberg, Weilheim, Bad Tölz auf 14 bis 18 °dH stellen, Salz und Klarspüler nachfüllen.
Die Wasserhärte richtig einstellen
Fast jede Maschine hat im Menü eine Härtestufe, oft H1 bis H7 oder 0 bis 4. Das Handbuch nennt die Zuordnung. Für Penzberg gilt als Richtwert 14 bis 18 °dH, je nach Ortsteil. Wer genau wissen will, kauft einen Härte-Teststreifen oder fragt beim Wasserversorger nach. Ist die Maschine auf zu weiches Wasser eingestellt, regeneriert der Ionentauscher zu selten und Kalk kommt durch. Ist sie zu hart eingestellt, verbraucht sie mehr Salz, das ist der kleinere Fehler.
Multi-Tabs mit Salz- und Klarspülerfunktion reichen bis etwa 21 °dH aus, aber nur, wenn der Tab sich früh im Programm auflöst. Bei Kurzprogrammen und Eco-Programmen mit niedriger Temperatur schafft er das oft nicht. Bei hartem Wasser empfehlen wir Salz und Klarspüler zusätzlich, auch mit Multi-Tabs.
Fehler und Sonderfälle
Geruch kommt nach zwei Tagen zurück
Dann sitzt der Schmutz im Ablaufschlauch oder im Siphon unter der Spüle. Ablaufschlauch abziehen, mit heißem Wasser durchspülen. Siphon öffnen und reinigen. Kommt der Geruch aus dem Siphon hoch, fehlt oft der Rückflussbogen am Ablaufschlauch, er muss eine Schleife über Anschlusshöhe machen.
Gläser trüb und rau
Glaskorrosion. Das Glas ist angegriffen, meist durch zu weiches Wasser in Kombination mit heißen Programmen und viel Reiniger. Nicht mehr reparabel. Vorbeugen: 50-Grad-Programm für Gläser, Härte nicht zu weich einstellen, weniger Reiniger.
Weiße Schlieren auf Besteck
Klarspüler leer oder zu niedrig dosiert. Bei hartem Wasser Stufe 3 bis 4. Salzbehälter prüfen, Deckel fest zudrehen, sonst läuft Salzlauge in den Spülraum und Besteck rostet.
Maschine pumpt nicht ab
Sieb raus, Pumpenflügel drehen. Blockiert meist ein Glassplitter, Olivenkern oder Etikett. Läuft der Flügel frei und das Wasser bleibt trotzdem, ist der Ablaufschlauch geknickt oder verstopft.
Wie oft ist sinnvoll
Sieb wöchentlich, Dichtungen und Türfalz alle zwei Wochen, Sprüharme monatlich, Maschinenreiniger alle ein bis drei Monate, Entkalker alle drei bis sechs Monate. Bei hartem Wasser und täglicher Nutzung eher die kurzen Intervalle. In Büroküchen mit 20 Nutzern läuft die Maschine zwei- bis dreimal täglich, da rechnen wir mit dem monatlichen Maschinenreiniger.
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Produkte aus diesem Artikel
Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Kann ich Zitronensäure statt Maschinenentkalker nehmen?
Ja. Reine Zitronensäure aus dem Drogeriemarkt, 3 bis 4 Esslöffel in den Boden der leeren Maschine, 65-Grad-Programm ohne Vorspülen. Sie wirkt gegen Kalk, aber nicht gegen Fett, deshalb ersetzt sie den Maschinenreiniger nicht.
Warum riecht die Maschine trotz Maschinenreiniger?
Der Reiniger kommt nicht an Türfalz, Dichtung und Ablaufschlauch. Diese drei Stellen müssen von Hand gereinigt werden. Dazu die Tür nach dem Spülen einen Spalt offen lassen, damit die Restfeuchte abzieht.
Brauche ich bei Multi-Tabs überhaupt Salz?
Bei 14 bis 18 °dH ja. Die Enthärterfunktion im Tab reicht für weiches bis mittelhartes Wasser. Ohne Salz bleiben Kalkränder auf Gläsern und das Heizelement setzt sich zu. Salz ist günstig, ein Heizelement nicht.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




