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Spülmaschine reinigen und entkalken

Privat Lesezeit 6 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Eine Spülmaschine reinigt Geschirr, aber nicht sich selbst. Fett und Speisereste setzen sich im Sieb und in den Sprüharmen fest, Kalk aus dem harten Oberland-Wasser legt sich auf Heizelement und Düsen. Die Folgen sind Geruch, weiße Gläser und schlechte Spülergebnisse.

Spülmaschine reinigen und entkalken

Was in der Maschine passiert

Die Spülmaschine arbeitet mit 45 bis 70 Grad heißem Wasser, alkalischem Reiniger und Umwälzpumpe. Was vom Geschirr abgespült wird, landet im Sieb. Was durch das Sieb geht, setzt sich in Pumpensumpf, Schläuchen und Sprüharmdüsen ab. Fett wird bei jedem Kaltstart wieder fest und baut sich schichtweise auf.

Der zweite Gegner ist Kalk. Zwar hat jede Spülmaschine einen Ionentauscher mit Regeneriersalz, aber nur wenn die Wasserhärte richtig eingestellt ist. Bei 14 bis 18 °dH steht die Maschine ab Werk oft auf zu weichem Wasser. Dann bleibt ein Teil des Kalks im Wasser und setzt sich am Heizelement, an den Sprüharmen und auf Gläsern ab.

  • Muffiger Geruch beim Öffnen: Fett und Bakterien im Sieb und Pumpensumpf
  • Weißer Belag auf Gläsern, abwischbar: Kalk, Salz nachfüllen oder Härte höher stellen
  • Weißer Belag, nicht abwischbar: Glaskorrosion, zu heiß oder zu viel Reiniger, nicht mehr reparabel
  • Speisereste auf sauberem Geschirr: Sprüharmdüsen verstopft oder Sieb voll
  • Wasser bleibt stehen: Sieb oder Ablaufpumpe blockiert

Was Sie brauchen: Mittel im Vergleich

MittelWirkt gegenAnwendungBemerkung
Maschinenreiniger (Flasche kopfüber)Fett, Kalk, GeruchLeere Maschine, heißestes Programm, alle 1 bis 3 MonateKombiniert Säure und Tenside, wirkt auch in Schläuchen
Maschinenentkalker (Pulver, Zitronensäure)Kalk am Heizelement und SprüharmLeere Maschine, 65 bis 70 Grad, alle 3 bis 6 MonateBei 14 bis 18 °dH häufiger als im Handbuch
RegeneriersalzKalk im SpülwasserNachfüllen, wenn Lampe leuchtetHärte im Menü auf 14 bis 18 °dH einstellen
KlarspülerTropfen und Flecken auf GlasDosierstufe 3 bis 4 bei hartem WasserAuch bei Multi-Tabs sinnvoll
Essig im SpülgangKalk, leichtNicht empfohlenGreift Gummidichtungen und Pumpenteile an
Natron auf dem BodenGeruchHalbe Tasse, KurzprogrammErsetzt keinen Maschinenreiniger

Die Grundreinigung in acht Schritten

  1. Maschine leeren und Körbe raus. Unterkorb ausziehen, Oberkorb an den Schienen aushängen.
  2. Sieb ausbauen. Grobsieb drehen und herausziehen, Feinsieb darunter abheben. Unter fließendem warmem Wasser mit Spülbürste reinigen, feine Maschen mit alter Zahnbürste. Bei Fettkruste 15 Minuten in heißem Wasser mit Spülmittel einweichen.
  3. Pumpensumpf säubern. Mit dem Sieb draußen liegt der Sumpf frei. Speisereste, Glassplitter und Etiketten mit Handschuh und Tuch entfernen. Das Flügelrad der Pumpe vorsichtig drehen, es muss frei laufen.
  4. Sprüharme prüfen. Unteren Arm nach oben abziehen, oberen abschrauben. Jede Düse gegen Licht halten. Verstopfte Düsen mit Zahnstocher freistechen, Arm unter fließendem Wasser durchspülen. Kalk in den Düsen: 30 Minuten in Zitronensäurelösung, 2 Esslöffel auf 1 Liter warmes Wasser.
  5. Dichtungen und Türfalz. Die Tür wird unten nie gespült. Mit Allzweckreiniger und Mikrofasertuch die Gummidichtung rundum abwischen, die Falte mit dem Finger im Tuch ausfahren. Hier sitzt der Geruch.
  6. Innenwände und Tür innen. Alkalischer Allzweckreiniger 1:50, Tuch, nachwischen.
  7. Alles einbauen und leer laufen lassen. Maschinenreiniger nach Anleitung, meist Flasche kopfüber in den Unterkorb, heißestes Programm ohne Vorspülen, mindestens 65 Grad.
  8. Härte prüfen. Im Menü die Wasserhärte kontrollieren. Für Penzberg, Weilheim, Bad Tölz auf 14 bis 18 °dH stellen, Salz und Klarspüler nachfüllen.
Profi-Tipp: Das Sieb einmal pro Woche unter dem Wasserhahn ausspülen dauert 30 Sekunden und spart die Hälfte aller Maschinenreiniger. Wer den Wochentag festlegt, vergisst es nicht. In Teeküchen hängen wir dafür eine kleine Karte an die Maschine.

Die Wasserhärte richtig einstellen

Fast jede Maschine hat im Menü eine Härtestufe, oft H1 bis H7 oder 0 bis 4. Das Handbuch nennt die Zuordnung. Für Penzberg gilt als Richtwert 14 bis 18 °dH, je nach Ortsteil. Wer genau wissen will, kauft einen Härte-Teststreifen oder fragt beim Wasserversorger nach. Ist die Maschine auf zu weiches Wasser eingestellt, regeneriert der Ionentauscher zu selten und Kalk kommt durch. Ist sie zu hart eingestellt, verbraucht sie mehr Salz, das ist der kleinere Fehler.

Multi-Tabs mit Salz- und Klarspülerfunktion reichen bis etwa 21 °dH aus, aber nur, wenn der Tab sich früh im Programm auflöst. Bei Kurzprogrammen und Eco-Programmen mit niedriger Temperatur schafft er das oft nicht. Bei hartem Wasser empfehlen wir Salz und Klarspüler zusätzlich, auch mit Multi-Tabs.

Fehler und Sonderfälle

Geruch kommt nach zwei Tagen zurück

Dann sitzt der Schmutz im Ablaufschlauch oder im Siphon unter der Spüle. Ablaufschlauch abziehen, mit heißem Wasser durchspülen. Siphon öffnen und reinigen. Kommt der Geruch aus dem Siphon hoch, fehlt oft der Rückflussbogen am Ablaufschlauch, er muss eine Schleife über Anschlusshöhe machen.

Gläser trüb und rau

Glaskorrosion. Das Glas ist angegriffen, meist durch zu weiches Wasser in Kombination mit heißen Programmen und viel Reiniger. Nicht mehr reparabel. Vorbeugen: 50-Grad-Programm für Gläser, Härte nicht zu weich einstellen, weniger Reiniger.

Weiße Schlieren auf Besteck

Klarspüler leer oder zu niedrig dosiert. Bei hartem Wasser Stufe 3 bis 4. Salzbehälter prüfen, Deckel fest zudrehen, sonst läuft Salzlauge in den Spülraum und Besteck rostet.

Maschine pumpt nicht ab

Sieb raus, Pumpenflügel drehen. Blockiert meist ein Glassplitter, Olivenkern oder Etikett. Läuft der Flügel frei und das Wasser bleibt trotzdem, ist der Ablaufschlauch geknickt oder verstopft.

Wie oft ist sinnvoll

Sieb wöchentlich, Dichtungen und Türfalz alle zwei Wochen, Sprüharme monatlich, Maschinenreiniger alle ein bis drei Monate, Entkalker alle drei bis sechs Monate. Bei hartem Wasser und täglicher Nutzung eher die kurzen Intervalle. In Büroküchen mit 20 Nutzern läuft die Maschine zwei- bis dreimal täglich, da rechnen wir mit dem monatlichen Maschinenreiniger.

Aus unserem Laden

Produkte aus diesem Artikel

Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Dr. SchnellForolAlkalischer Allzweckreiniger für Dichtungen, Tür und Innenraum
KiehlDuocitSaurer Reiniger für Kalkablagerungen an Sprüharmen und Türkante (nicht in die Maschine geben)
ArcoraMikrofasertuchFür Dichtungen und Türfalz
FunnyEinweghandschuhe NitrilFür Pumpensumpf und Sieb

Häufige Fragen dazu

Kann ich Zitronensäure statt Maschinenentkalker nehmen?

Ja. Reine Zitronensäure aus dem Drogeriemarkt, 3 bis 4 Esslöffel in den Boden der leeren Maschine, 65-Grad-Programm ohne Vorspülen. Sie wirkt gegen Kalk, aber nicht gegen Fett, deshalb ersetzt sie den Maschinenreiniger nicht.

Warum riecht die Maschine trotz Maschinenreiniger?

Der Reiniger kommt nicht an Türfalz, Dichtung und Ablaufschlauch. Diese drei Stellen müssen von Hand gereinigt werden. Dazu die Tür nach dem Spülen einen Spalt offen lassen, damit die Restfeuchte abzieht.

Brauche ich bei Multi-Tabs überhaupt Salz?

Bei 14 bis 18 °dH ja. Die Enthärterfunktion im Tab reicht für weiches bis mittelhartes Wasser. Ohne Salz bleiben Kalkränder auf Gläsern und das Heizelement setzt sich zu. Salz ist günstig, ein Heizelement nicht.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und sind sorgfältig geprüft. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.

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