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Spülmaschine reinigen und entkalken

Privat Lesezeit 5 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Sieb, Sprüharme und Türdichtung reinigen Sie von Hand. Danach läuft die leere Maschine einmal mit Maschinenreiniger im heißesten Programm, damit der Reiniger auch Fett und Kalk in Pumpe und Düsen löst. Neuer Kalk bleibt aus, solange Salz im Behälter ist und die Wasserhärte im Menü zum Leitungswasser passt.

Spülmaschine reinigen und entkalken

Woher Geruch, Belag und Flecken kommen

Die Maschine spült je nach Programm mit 45 bis 70 °C heißem Wasser und alkalischem Reiniger. Grobe Reste fängt das Sieb auf. Feinere setzen sich in Pumpensumpf, Schläuchen und Sprüharmdüsen ab, und weil Fett beim Abkühlen erstarrt, legt sich nach jedem Spülgang eine neue Schicht darüber. Kalk kommt dazu, wenn Salz fehlt oder die eingestellte Härte nicht zum Wasser passt.

AnzeichenUrsacheAbhilfe
Muffiger Geruch beim ÖffnenFett und Bakterien in Sieb, Pumpensumpf und TürdichtungSieb und Dichtung von Hand reinigen
Weißer, abwischbarer Belag auf GläsernKalkSalz nachfüllen, eingestellte Härte prüfen
Gläser trüb und rauGlaskorrosion durch sehr weiches Wasser, heiße Programme, viel Reinigernicht reparabel; Gläser mit ca. 50 °C spülen, Reiniger nicht überdosieren
Speisereste auf gespültem GeschirrSieb voll oder Düsen verstopftSieb und Sprüharme reinigen
Tropfenflecken nach dem TrocknenKlarspüler leer oder zu niedrig dosiertnachfüllen, Dosierung höher stellen
Schmierige Schlierenzu viel KlarspülerDosierung niedriger stellen
Kalk oder Glaskorrosion: Zum Unterscheiden reiben wir den Belag mit einem Tuch und etwas Essig ab. Wenn er verschwindet, war es Kalk. Bleibt er, ist es Glaskorrosion.

Welches Mittel Fett löst und welches Kalk

Die meisten Maschinenreiniger aus der Flasche enthalten Säure gegen Kalk und Tenside gegen Fett. Ein Entkalker löst nur den Kalk. Das Fett im Pumpensumpf bleibt liegen.

MittelWirkt gegenAnwendung
Maschinenreiniger (Flasche)Fett, Kalk, Geruchleere Maschine, heißestes Programm
Maschinenentkalker (Pulver, z. B. Zitronensäure)Kalk an Heizelement und Sprüharmenleere Maschine, Programm nach Packungsanleitung
RegeneriersalzKalk im Spülwassernachfüllen, sobald die Salzlampe leuchtet
KlarspülerTropfen und Flecken auf Glasnachfüllen, sobald die Anzeige leuchtet; bei Multi-Tabs, wenn Flecken bleiben
NatronGeruchhalbe Tasse auf den Boden, Kurzprogramm; ersetzt keinen Maschinenreiniger

Verwenden Sie Chlorreiniger nie zusammen mit Maschinenreiniger, Entkalker, Essig oder Zitronensäure, denn deren Säure setzt mit Chlor giftiges Chlorgas frei.

Die Maschine Teil für Teil reinigen

  1. Strom aus, Körbe raus. Ziehen Sie vor dem Reinigen den Netzstecker. Dann ziehen Sie den Unterkorb heraus und hängen Sie den Oberkorb an den Schienen aus, dann kommen Sie an Sieb und Sprüharme heran.
  2. Grob- und Feinsieb. Drehen Sie das Grobsieb heraus und heben Sie das Feinsieb darunter ab. Beides bürsten Sie unter fließendem warmem Wasser mit der Spülbürste aus, für die feinen Maschen nehmen wir eine alte Zahnbürste. Wenn Fett auf dem Sieb verkrustet ist, weichen Sie es vorher 15 Minuten in heißem Spülwasser ein.
  3. Pumpensumpf. Ziehen Sie feste Handschuhe an, bevor Sie hineingreifen, weil dort oft Glassplitter liegen. Nehmen Sie Speisereste, Splitter und Etiketten mit einem Tuch heraus. Falls Ihr Modell eine abnehmbare Pumpenabdeckung hat, drehen Sie das Flügelrad darunter vorsichtig. Es muss frei laufen.
  4. Sprüharme. Bei vielen Modellen lässt sich der untere Arm nach oben abziehen und der obere abschrauben, wie genau, steht im Handbuch. Halten Sie den Arm gegen das Licht, dann sehen Sie, welche Düsen zu sind. Stechen Sie diese mit einem Zahnstocher frei und spülen Sie den Arm danach unter fließendem Wasser durch. Bei Kalk in den Düsen legen Sie den Arm 30 Minuten in Zitronensäurelösung, 2 Esslöffel auf 1 l warmes Wasser.
  5. Rund um die Tür. Den unteren Türrand erreicht das Spülwasser kaum. Dort sammeln sich Fett und Essensreste, und von da kommt oft der Geruch. Wischen Sie die Gummidichtung rundum mit Allzweckreiniger und Mikrofasertuch ab und ziehen Sie das Tuch mit dem Finger einmal durch die Falte. Wenn an der Türkante Kalkränder sind, geben Sie etwas Zitronensäurelösung aufs Tuch. Danach wischen Sie Innenwände und Tür feucht nach.
  6. Salz, Klarspüler, Leerlauf. Setzen Sie Siebe, Sprüharme und Körbe wieder ein, füllen Sie Salz und Klarspüler nach und drehen Sie den Deckel des Salzbehälters fest zu. Stecken Sie den Netzstecker wieder ein, dosieren Sie gleich den Maschinenreiniger nach Packungsanleitung und starten Sie das heißeste Programm ohne Vorspülen. Der Spülgang nimmt dabei verschüttetes Salz mit, das sonst Rostflecken macht.

Härtestufe nach dem Wasserversorger einstellen

In der Maschine sitzt ein Ionentauscher, der das Wasser enthärtet. Mit dem Regeneriersalz frischt die Maschine ihn in Abständen wieder auf, und wie lang diese Abstände sind, berechnet sie aus der eingestellten Wasserhärte. Die Werkseinstellung passt nicht automatisch zum Wasser vor Ort.

Die Härte in °dH nennt Ihr Wasserversorger, ein Teststreifen zeigt sie ebenfalls. Über 14 °dH gilt Wasser als hart. Die Stufen im Menü heißen bei jedem Hersteller anders. Welche Stufe zu welchem °dH-Wert gehört, steht im Handbuch.

Wenn die Härte zu niedrig eingestellt ist, regeneriert der Ionentauscher zu selten und Kalk kommt durch. Eine zu hohe Stufe verbraucht mehr Salz als nötig. An der Grenze zwischen zwei Stufen nehmen Sie deshalb die höhere.

Wenn der Geruch zurückkommt oder Wasser stehen bleibt

Geruch aus Schlauch und Siphon

Wenn der Geruch zwei Tage nach der Reinigung zurückkommt, sitzt der Schmutz meist im Ablaufschlauch oder im Siphon unter der Spüle. Mit einem Eimer darunter ziehen Sie den Schlauch am Siphon ab und spülen ihn mit heißem Wasser durch. Danach öffnen Sie den Siphon und reinigen ihn.

Spülmaschine und Spülbecken hängen am selben Siphon. Haben Sie kurz vorher Rohrreiniger-Gel ins Becken gegossen, ist im Rohr oft noch Chlor. Im Produktnamen taucht es selten auf, auf dem Etikett heißt es Natriumhypochlorit oder Aktivchlor.

Kommt danach die Säure aus Maschinenreiniger, Entkalker oder Zitronensäure dazu, entsteht Chlorgas. Spülen Sie das Becken deshalb erst mit reichlich klarem Wasser nach, bevor die Maschine läuft.

Geruch aus dem Siphon kann auch in die Maschine steigen, wenn der Schlauch falsch verlegt ist. Der Ablaufschlauch braucht einen Bogen direkt unter der Arbeitsplatte, damit Wasser aus dem Spülbecken nicht in die Maschine zurückläuft. Die zulässige Höhe steht in der Einbauanleitung.

Wasser bleibt im Boden stehen

Bei stehendem Wasser prüfen Sie zuerst Sieb und Flügelrad. Schon ein Glassplitter, ein Olivenkern oder ein Etikett kann das Rad blockieren. Trennen Sie das Gerät vom Strom, bevor Sie das Sieb herausnehmen, und drehen Sie das Rad mit festen Handschuhen vorsichtig an.

Wenn sich das Rad frei dreht und das Wasser trotzdem steht, sehen Sie nach, ob der Ablaufschlauch geknickt oder verstopft ist. Hilft auch das nicht, kann die Pumpe defekt sein. Dann ist der Kundendienst dran.

Sieb jede Woche, alles andere seltener

Das Sieb auszuspülen dauert unter dem Wasserhahn etwa 30 Sekunden. Die kurzen Abstände in der Tabelle gelten bei hartem Wasser und täglicher Nutzung.

Teil oder MittelWie oft
Sieb unter dem Wasserhahn ausspülenwöchentlich
Dichtung und Türfalzalle zwei Wochen
Sprüharmemonatlich
Maschinenreinigeralle 1–3 Monate
Maschinenentkalkernur bei sichtbarem Kalk, etwa nach Salzmangel oder falscher Härtestufe
Büroküche mit 20 Leuten: Hier läuft die Maschine zwei- bis dreimal am Tag, Maschinenreiniger nehmen wir in solchen Küchen jeden Monat. Fürs Sieb hängt am besten ein Plan an der Maschine, wer in welcher Woche dran ist.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Geht auch Zitronensäure statt Maschinenentkalker?

Ja, reine Zitronensäure aus dem Drogeriemarkt genügt. Streuen Sie 3 bis 4 Esslöffel auf den Boden der leeren Maschine und starten Sie ein Programm mit etwa 50 °C ohne Vorspülen. In heißeren Programmen bildet die Säure mit dem Kalk einen weißen Belag, der wie neuer Kalk aussieht. Fett löst Zitronensäure kaum, dafür brauchen Sie weiterhin den Maschinenreiniger.

Die Maschine riecht, obwohl ich regelmäßig Maschinenreiniger nehme. Woran liegt das?

Wahrscheinlich an Türfalz und Dichtung, denn dort kommt der Reiniger kaum hin. Wischen Sie beides von Hand mit Allzweckreiniger und Tuch ab und lassen Sie die Tür nach dem Spülen einen Spalt offen, damit die Restfeuchte abzieht. Falls der Geruch bleibt, kann der Schmutz auch im Ablaufschlauch oder Siphon sitzen. Beides spülen Sie mit heißem Wasser durch.

Brauche ich bei Multi-Tabs überhaupt noch Salz?

Bis zu einer bestimmten Wasserhärte nicht. Auf der Packung steht, bis zu welcher Härte die Salzfunktion der Tabs wirkt. Wenn Ihr Wasser härter ist, füllen Sie trotzdem Salz nach, sonst setzt sich Kalk am Heizelement ab.

Taugt Essig zum Entkalken der Spülmaschine?

Besser nicht, weil Essig auf Dauer Gummidichtungen und Pumpenteile angreifen kann. Zum Entkalken nehmen Sie lieber Zitronensäure oder einen Maschinenentkalker.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.