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Küche entfetten: Dunstabzug, Fliesenspiegel, Backofen

Privat Lesezeit 6 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Küchenfett löst sich mit einem alkalischen Reiniger, frische Spritzer auch mit Spülmittel und warmem Wasser. Nach ein paar Wochen verharzt das Fett und klebt wie Lack. Dann kommen Sie mit Kraft nicht weit, der Reiniger braucht Zeit zum Einwirken.

Küche entfetten: Dunstabzug, Fliesenspiegel, Backofen

Warum altes Fett einen alkalischen Reiniger braucht

Lauge macht aus Fett Seife, deshalb spricht man von Verseifen. Die Seife lässt sich dann einfach mit Wasser abwischen. Je stärker die Lauge, desto älteres Fett bekommt sie runter.

Spülmittel arbeitet anders. Seine Tenside lösen frisches Fett vom Untergrund, und das Wasser trägt es weg. In Wasser mit 40 bis 50 °C wird das Fett weich, und Spülmittel löst es schneller als in kaltem. Wenn das Fett aber wochenlang auf der warmen Haube liegt, vernetzt es sich, und dann muss der pH-Wert höher sein.

Zustand des FettsMittelpH-Bereich
Frische Spritzer, unter einer WocheSpülmittel, warmes Wasserneutral bis mild
Fettfilm nach mehreren WochenAlkalischer Küchenreinigeralkalisch
Verharzte Kruste nach MonatenBackofen- oder Grillreiniger mit Einwirkzeit, nur auf Flächen, die ihn vertragenstark alkalisch, ätzend
Eingebrannt und schwarzBackofenreiniger plus Schwamm, oder Pyrolysestark alkalisch, ätzend (Pyrolyse ohne Reiniger)

Für ein Fettlöser-Konzentrat nehmen wir kaltes Wasser, weil warmes mehr Dämpfe freisetzt. Geben Sie erst das Wasser in den Eimer und dann das Konzentrat, sonst spritzt es. Beim Verdünnen tragen Sie Schutzbrille und Handschuhe, weil viele Fettlöser-Konzentrate ätzend sind.

Welche Küchenfläche welchen Reiniger verträgt

Am häufigsten sehen wir in Gastronomieküchen Aluminiumfilter, die Backofenreiniger abbekommen haben. Die starke Lauge greift das Metall in wenigen Minuten an. Danach ist der Filter grau und rau und lässt sich nicht mehr richtig sauber halten.

FlächeGeeignetNicht verwenden
Edelstahl an Haube und RückwandAlkalischer Küchenreiniger in Schliffrichtung, danach EdelstahlpflegeScheuerschwamm, Chlorreiniger, Backofenreiniger
Fettfilter aus AluminiumSpülmittel oder alkalischer Küchenreiniger mit Freigabe für AluminiumBackofenreiniger, Küchenreiniger ohne diese Freigabe
Fliesenspiegel, glasiertAlkalischer Küchenreiniger, Fugen mit der BürsteSäure auf Zementfugen
GlasrückwandKüchenreiniger, weiches TuchScheuermittel, Scheuerschwamm
Fronten in Hochglanz oder FolieNeutralreiniger, Tuch gut ausgewrungenAlkalischer Küchen- und Backofenreiniger, Scheuerschwamm, Nässe an den Kanten, dort löst sich die Folie
Holzfronten, geöltHolzseife, sofort trocken wischenAlkalischer Küchen- und Backofenreiniger, das Holz wird fleckig

Edelstahl rostet nicht, solange seine hauchdünne Passivschicht heil ist. Chlorreiniger greifen genau diese Schicht an, und wo sie beschädigt ist, bilden sich erst Rostpunkte und später Lochfraß, der sich nicht mehr auspolieren lässt. Bringen Sie Chlorreiniger nie mit Säure zusammen, dabei entsteht giftiges Chlorgas. Säure steckt in Entkalkern, sauren WC-Reinigern, Essig und Zitronensäure.

Auch Backofenreiniger kann Edelstahl fleckig machen. Die Flecken bekommen Sie wie leichte Rostpunkte mit Edelstahlreiniger wieder heraus, wenn Sie in Schliffrichtung polieren.

Dunstabzug und Fliesenspiegel entfetten

Die Filter lassen wir gleich zu Beginn einweichen, dann liegen sie im heißen Wasser, während Haube, Fliesenspiegel und Schränke an der Reihe sind.

  1. Zuerst der Strom. Bevor Sie anfangen, ziehen Sie den Stecker oder schalten die Sicherung aus und lassen die Lampen der Haube abkühlen.
  2. Metallfilter in die Spüle. Bedecken Sie die Filter mit 50 °C heißem Wasser und Spülmittel und lassen Sie sie 20 bis 30 Minuten einweichen. Wenn das Fett danach noch klebt, sprühen Sie einen gebrauchsfertigen alkalischen Küchenreiniger auf. Bei Aluminiumfiltern darf es nur ein Mittel sein, das für Aluminium freigegeben ist.
  3. Haube innen. Sprühen Sie den Reiniger auf ein Tuch und nie direkt in die Haube, weil er sonst in den Motor läuft. Die Ecken putzen Sie mit einer alten Zahnbürste aus.
  4. Haube außen. Wischen Sie den Edelstahl in Schliffrichtung ab, gehen Sie mit klarem Wasser nach und reiben Sie ihn trocken. Ein Tropfen Edelstahlpflege oder Babyöl auf dem Tuch hält zum Schluss Fingerabdrücke in Grenzen.
  5. Fliesenspiegel. Sprühen Sie alkalischen Küchenreiniger auf und lassen Sie ihn so lange einwirken, wie es auf dem Etikett steht, meist ein paar Minuten. Steckdosen und Schalter besprühen Sie nicht, die wischen Sie nur nebelfeucht ab. Dann holen Sie das gelöste Fett mit dem Schwamm herunter, bürsten die Fugen mit der Fugenbürste nach und wischen klar nach, sonst bleibt ein Schleier.
  6. Schränke und Lampen. Hier sitzt das Fett, das die Haube nicht gefangen hat. Geben Sie den Reiniger aufs Tuch, statt zu sprühen. An Folienfronten gehört nur Neutralreiniger.
  7. Nach dem Einweichen. Bürsten Sie die Filter unter fließendem heißem Wasser aus und schütteln Sie sie aus. Setzen Sie sie erst wieder ein, wenn sie trocken sind.
Aktivkohlefilter nicht auswaschen: Den Aktivkohlefilter einer Umlufthaube tauschen Sie nach der Frist in der Anleitung aus, meist alle 3 bis 6 Monate. Danach bindet er keine Gerüche mehr. Nur Filter, die ausdrücklich als regenerierbar verkauft werden, heizen Sie nach der Anleitung im Backofen aus.

Backofen über Nacht einweichen, außer bei Selbstreinigung

Emaillierter Ofen ohne Reinigungsprogramm

  1. Bleche und Roste raus, grobe Reste auswischen. Der Ofen muss kalt sein. Auf heißem Email verdunstet das Wasser, die Lauge trocknet an und brennt ein, und es steigen ätzende Dämpfe auf. Handwarm geht nur, wenn der Hersteller das so vorgibt.
  2. Reiniger als Gel oder Schaum. Backofenreiniger ist eine starke Lauge. Ein Spritzer ins Auge ist schlimmer als bei den meisten Säuren, also Brille und Handschuhe auf und Fenster auf, bevor Sie sprühen. Bedecken Sie Boden und Wände mit dem Reiniger, Heizstäbe, Türdichtung und Temperaturfühler sparen Sie aus.
  3. Tür zu. Bei dicker Kruste lassen Sie den Reiniger über Nacht drin, 8 bis 12 Stunden, wenn der Hersteller so lange erlaubt. Sonst gilt die kürzere Zeit vom Etikett.
  4. Nach der Einwirkzeit. Heben Sie die aufgeweichte Kruste mit dem Schwamm ab und wischen Sie zweimal mit klarem Wasser nach. Die Tür lassen Sie danach eine Stunde offen, damit der Geruch verfliegt.

Bei leichtem Schmutz reicht Natron: mit wenig Wasser zu einer Paste anrühren, auftragen und über Nacht wirken lassen. An eingebrannten Krusten scheitert es.

Backpulver ist kein Natron: Neben Natron enthält Backpulver eine Säure, deshalb wirkt es im Backofen kaum.

Zwischen den Scheiben der Backofentür sammelt sich Fettdunst, an den von außen kein Tuch kommt. Bei vielen Geräten können Sie die Tür aushängen und die Innenscheibe abnehmen. Wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung.

Pyrolyse und Katalyse

Pyrolyse verbrennt Rückstände bei 450 bis 500 °C zu Asche. Je nach Gerät und Stufe dauert das Programm 1 bis 3 Stunden, und die Tür bleibt verriegelt, bis der Ofen abgekühlt ist.

Holen Sie vorher grobe Reste und Fett heraus. Bei der Hitze können sie sich entzünden. Zubehör, das die Anleitung nicht als pyrolysefest ausweist, kommt ebenfalls aus dem Ofen. Die Asche nehmen Sie hinterher mit einem feuchten Tuch auf.

Katalysewände haben eine raue, poröse Beschichtung, die Fett bei hoher Temperatur selbst abbaut. Scheuerschwamm und Backofenreiniger zerstören sie. In beiden Öfen hat Backofenreiniger nichts verloren. Zwischendurch reicht ein feuchtes Tuch.

Wie oft Filter, Haube und Backofen dran sind

Im Privathaushalt wischen Sie Haube und Fliesenspiegel alle zwei Wochen ab. Wenn Sie nach jedem Kochen kurz mit einem feuchten Tuch über die Haube gehen, brauchen Sie die große Reinigung der Haube seltener. Die Metall-Fettfilter kommen trotzdem jeden Monat dran. Den Backofen reinigen Sie alle zwei bis drei Monate oder nach dem Braten, wenn Fett gespritzt hat.

In Gewerbeküchen verharzt Fett innerhalb weniger Tage. Dort sind die Filter täglich fällig, die Haube wöchentlich.

Dazu kommt in Gewerbeküchen der Abluftkanal. Weil sich darin Fett absetzt, das brennen kann, ist der Kanal Sache eines Fachbetriebs. Die Abstände zwischen zwei Reinigungen legt die VDI 2052 je nach Nutzung der Küche fest.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Dürfen die Fettfilter der Dunstabzugshaube in die Spülmaschine?

Edelstahlfilter dürfen hinein, Aluminiumfilter nur, wenn die Anleitung der Haube es erlaubt. Auch dann können sie sich verfärben. Heißes Wasser mit Spülmittel zum Einweichen vertragen beide.

Stimmt es, dass Essig gegen Fett hilft?

Essig ist sauer und löst Kalk, gegen Fett hilft er kaum. Auf der Haube verteilen Sie das Fett damit eher, als dass Sie es lösen. Nehmen Sie stattdessen Spülmittel oder einen alkalischen Küchenreiniger.

Der Ofen riecht nach dem Reinigen beim Backen nach Chemie. Was tun?

Meist sind das Reste vom Backofenreiniger. Wischen Sie den Innenraum noch zweimal mit klarem Wasser aus und lassen Sie danach den leeren Ofen etwa 30 Minuten bei 100 °C laufen. Lüften Sie dabei.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.