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Einbauküche vor Übergabe reinigen

Privat Lesezeit 6 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Für eine normal genutzte Einbauküche brauchen Sie einen Abend Vorlauf und einen ganzen Putztag. Bei der Abnahme schaut der Verwalter vor allem in den Backofen, unter die Haube, in die Schränke und auf die Silikonfugen. Feine Kratzer und Gebrauchsspuren gelten in der Regel als normale Abnutzung, die der Vermieter trägt.

Einbauküche vor Übergabe reinigen

Was Verwalter in der Küche prüfen

Beim Rundgang notiert der Verwalter alles, was sich hätte wegputzen lassen, etwa Fettkrusten, Kalkränder, Krümel und schwarze Fugen. Besonders genau schaut er an diesen Stellen hin:

  • Backofen innen, Bleche, Rost und der Raum zwischen den Glasscheiben der Tür
  • Dunstabzug mit Fettfilter, Gehäuse innen, Lampe und Ansatz des Abluftrohrs
  • Oberseiten der Hängeschränke mit ihrem Fettfilm
  • Schränke innen, Besteckeinsatz und Mülleimerschrank
  • Kühlschrankdichtung, Silikon an Spüle und Arbeitsplatte, Fliesenfugen hinter dem Herd
  • Spüle und Armatur mit Kalkrändern
  • Kühlschrank abgetaut, Sieb und Sprüharme der Spülmaschine, Ceranfeld
  • Boden unter den Sockelleisten
Fotos mit offenen Türen: Fotografieren Sie nach dem Putzen den geöffneten Backofen, die herausgezogenen Schubladen und die Kühlschrankdichtung aus der Nähe. Lassen Sie zur Übergabe alle Türen offen stehen, dann sieht der Verwalter sofort, dass auch innen geputzt ist.

Mittel und Zeit für jedes Küchenteil

Den meisten Dreck in der Küche löst ein alkalischer Fettlöser. Im Haushalt liegt er über pH 10 und verseift einen Teil des Fetts, das sich dann mit Wasser abwischen lässt. Hochglanz- und Lackfronten kann er matt oder fleckig machen, dort nehmen Sie Neutralreiniger. Auf Aluminium kommt er nur stark verdünnt.

Fettlöser und Backofenreiniger sind alkalisch, viele Backofenreiniger ätzend. Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren. Beim Sprühen und beim Ansetzen eines Bads gehören deshalb Schutzbrille und Handschuhe dazu.

KüchenteilMittelArbeitszeit
Backofen, Bleche, Rostalkalischer Backofenreiniger als Gel oder Schaum, Einwirkzeit laut Etikett1–2 h
Fettfilter aus MetallSpülmaschine oder Einweichbad in heißem Spülwasser, 20–30 minca. 30 min
Fronten aus Hochglanz, Lack, FolieNeutralreiniger, Mikrofasertuchca. 30 min
Schränke innen, MelaminNeutralreiniger, Zahnbürste für die Eckenca. 1 h
Spüle aus Edelstahl, Armaturmilder Kalkreiniger auf Zitronensäurebasis, verdünnt aufs Tuch, nachspülen, trocken reiben; Spüle danach mit Edelstahlpflegeca. 20 min
Spüle aus Granitverbund oder KeramikNeutralreiniger, bei Kalk kurz Zitronensäure, danach klar nachspülenca. 20 min
Kühlschrank innenNeutralreiniger oder Spülmittelwasser, Dichtung mit klarem Wasser und Zahnbürsteca. 45 min
Hochglanz nie trocken abwischen: Trockener Staub zerkratzt die glatte Oberfläche. Wir wischen solche Fronten deshalb zuerst nebelfeucht und gehen danach mit einem zweiten, trockenen Tuch ohne Druck darüber. Nebelfeucht ist ein Tuch, aus dem kein Tropfen mehr läuft.

Reihenfolge für Vorabend und Putztag

Eine wenig benutzte Küchenzeile von 2 bis 3 m ist in 4 bis 5 Stunden fertig, eine L-Küche nach fünf Jahren Familienalltag in einem Tag. Nach zehn Jahren ohne gründliche Reinigung sind es eher zwei Tage. Ob dann jede Fettkruste abgeht, ist offen. In diesem Fall lohnt sich eine Reinigungsfirma, ebenso wenn bis zur Übergabe weniger als drei Tage bleiben oder Sie nicht mehr vor Ort wohnen.

Am Vorabend

  1. Zuerst der Kühlschrank. Ziehen Sie den Netzstecker, damit Kühlschrank und Gefrierfach abtauen. Lassen Sie die Tür offen und legen Sie ein Handtuch davor. Weil das Abtauen je nach Eisschicht einige Stunden dauert, kommt es schon am Vorabend dran.
  2. Backofen über Nacht. Schauen Sie vorher in die Anleitung des Ofens, dort steht, was er an Reiniger verträgt. Geben Sie Backofenreiniger in den kalten Ofen und auf Bleche und Roste, schließen Sie die Tür und lassen Sie ihn über Nacht wirken. Sparen Sie Heizstäbe, Türdichtung, Lüfteröffnung und Lampe aus. Wir lassen den Reiniger so lange stehen, weil er dann auch Krusten löst, die Sie sonst schaben müssten. Bleche aus Aluminium legen Sie in Spülwasser, weil der Reiniger sie stumpf macht. Raue, katalytische Ofenwände reinigen sich bei hohen Backtemperaturen selbst und nehmen durch Backofenreiniger Schaden. In solchen Öfen kommt der Reiniger nur dorthin, wo die Anleitung es sagt, oft auf Boden und Tür. Beim Pyrolyse-Ofen starten Sie stattdessen das Reinigungsprogramm. Bleche und Roste kommen vorher raus und werden in der Spüle gereinigt.
  3. Fettfilter. Metallfilter aus der Dunstabzugshaube kommen in die Spülmaschine oder 20 bis 30 Minuten in heißes Spülwasser. Aluminiumfilter bleiben beim Spülwasser, Fettlöser macht sie dunkel und fleckig. Bei Edelstahlfiltern mit viel Fett setzen Sie stattdessen ein Bad mit verdünntem Fettlöser an und tragen dabei Schutzbrille und Handschuhe. Für das Bad kommt erst kaltes Wasser in den Eimer und dann der Fettlöser. Andersherum spritzt es, und mit heißem Wasser steigen mehr Dämpfe auf.

Am Putztag

  1. Alles raus. Leeren Sie die Schränke und nehmen Sie Schubladen und Einlegeböden heraus. Bei den meisten Küchen sitzen die Sockelleisten auf Clips an den Füßen. Ziehen Sie sie gerade ab, statt zu hebeln.
  2. Hängeschränke und Haube. Wir arbeiten uns in der Küche von oben nach unten vor. Oben liegt ein Film aus Fett und Staub, der nach Jahren zäh wird. Sprühen Sie Fettlöser auf, lassen Sie ihn kurz einwirken und nehmen Sie ihn mit dem Schwammtuch ab, bevor Sie klar nachwischen. Danach ist der Dunstabzug innen und außen an der Reihe. Vor dem Reinigen eines Geräts ziehen Sie den Netzstecker. Wenn Haube und Backofen fest angeschlossen sind, schalten Sie ihre Sicherungen aus, bevor Sie Gehäuse und Lampe der Haube nass wischen.
  3. Ofen und Türscheiben. Der Ofen bleibt stromlos, während Sie den Reiniger mit Schwamm und viel Wasser herauswaschen. Danach wischen Sie mehrmals klar nach, bis keine Reste mehr zu sehen sind, sonst riecht es beim ersten Backen. Nach der Pyrolyse genügt es, die Asche auszuwischen. Die Tür hängen Sie nach Bedienungsanleitung aus und reinigen die Glasscheiben einzeln. Zwischen ihnen sitzt der braune Film, der bei offener Tür als Erstes auffällt.
  4. Fächer, Griffe, Fronten. Wischen Sie die Schränke innen von oben nach unten mit Neutralreiniger aus, Besteckeinsatz und Mülleimerschrank mit Fettlöser. Holzfronten wischen Sie in Faserrichtung und polieren mit einem trockenen Mikrofasertuch nach, die Griffe innen säubern Sie mit der Zahnbürste. Wenn sich an einer Front Folie löst, kleben Sie sie besser nicht selbst nach, sondern vermerken sie im Protokoll. Folie löst sich vor allem durch Hitze und Dampf von Backofen oder Spülmaschine. Ob das als Abnutzung zählt, hängt vom Einzelfall ab.
  5. Spüle und Armatur. Spülen Sie die Spüle nach dem Ofen mit viel klarem Wasser aus und nehmen Sie ein frisches Tuch. Bringen Sie saure Reiniger nie mit Backofenreiniger oder Fettlöser zusammen. Säure und Lauge reagieren heiß und spritzen. Den Kalk an Armatur und Edelstahlspüle löst dann ein milder Reiniger auf Zitronensäurebasis. Verdünnen Sie ihn nach Etikett und geben Sie ihn aufs Tuch, nie direkt auf die Armatur. Bei dickem Kalk am Armaturfuß tränken Sie Küchenpapier mit der Lösung und legen es herum. Die Lösung darf nicht länger einwirken, als auf dem Etikett steht. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach und reiben mit einem weichen Baumwolltuch trocken. An Chrom kommt nur Zitronensäure. Essig, Chlorreiniger und Mittel mit Salz-, Ameisen- oder Phosphorsäure greifen die Oberfläche an, Scheuermilch und die grüne Seite vom Schwamm zerkratzen sie. Den Perlator schrauben Sie ab und legen ihn in Zitronensäure.
  6. Geräte von innen. Im Kühlschrank kommt auch das Ablaufloch an der Rückwand dran. Die Dichtung bürsten Sie mit klarem Wasser und der Zahnbürste zwischen den Lamellen aus. Wenn der Kühlschrank danach noch riecht, kann die Tauwasserschale hinten über dem Kompressor die Ursache sein. Der Stecker bleibt dafür gezogen. Die Schale spülen Sie mit heißem Wasser aus, sofern Sie an sie herankommen. In der Spülmaschine nehmen Sie Sieb und Sprüharme ab, machen die Düsen mit einem Zahnstocher frei und starten einen Leerlauf mit Maschinenreiniger. Aufs Ceranfeld kommt zuerst der flach angesetzte Schaber, dann der Ceranreiniger.
  7. Zum Schluss der Boden. Saugen Sie unter der Küche, wischen Sie feucht und reinigen Sie die Sockelleisten, bevor Sie sie wieder einklipsen. Wenn Schubladen und Türen wieder sitzen und justiert sind, bleibt alles zum Trocknen offen stehen.
Vorsicht bei Stein: Arbeitsplatten aus Marmor, Kalkstein oder Terrazzo vertragen keine Säure. Schon ein Spritzer Zitronensäure hinterlässt matte, helle Stellen. Unbekannten Stein behandeln Sie wie Marmor, also ohne Säure. Auch die Zementfugen am Fliesenspiegel sind säureempfindlich. Wenn dort Entkalker hinkommen kann, nässen Sie sie vorher mit Wasser vor und spülen danach gründlich mit kaltem Wasser nach.

Schwarze Silikonfugen bleichen oder neu ziehen

Schwarze Punkte im Silikon sind Schimmel, der ins Material hineinwächst. Chlorhaltiger Schimmelentferner tötet ihn an der Oberfläche ab und bleicht ihn. Das Geflecht tief im Silikon erreicht er nicht, deshalb kommen die Punkte nach einiger Zeit zurück.

Einzelne Stellen lassen sich so für die Übergabe aufhellen. Wenn die Fuge großflächig schwarz ist, kommt eine neue hinein.

Punkte bleichen

Ob ein Schimmelentferner Chlor enthält, verrät der Name nicht immer. Schauen Sie auf die Rückseite, dort steht dann Natriumhypochlorit oder Aktivchlor. Kommt so ein Mittel mit Säure zusammen, entsteht giftiges Chlorgas.

Säure steckt in Entkalkern, Essig und Zitronensäure, auch im Reiniger, mit dem Sie Spüle, Armatur und Perlator entkalkt haben. Schon Reste vom Entkalker in der Spüle oder im Tuch reichen dafür. Spülen Sie Spüle und Armatur deshalb gründlich nach, bevor der Schimmelentferner an die Fuge kommt, und nehmen Sie ein frisches Tuch.

Umgekehrt gilt das auch: Nach dem Schimmelentferner gehört kein Entkalker an dieselbe Stelle, vorher wird gründlich mit Wasser gespült.

Sprühen Sie mit Handschuhen gezielt auf die Fuge, nicht auf Armatur oder Edelstahl. Solange der Schimmelentferner wirkt, bleibt das Fenster offen. Nach der Einwirkzeit spülen Sie die Fuge und den Edelstahl daneben mit viel klarem Wasser ab. Chlorreste machen auf Edelstahl Flecken und Lochfraß, deshalb wischen Sie die Spüle danach trocken.

Fuge neu ziehen

  1. Mit dem Fugenmesser. Schneiden Sie das alte Silikon heraus und lösen Sie die Reste mit Silikonentferner.
  2. Flanken entfetten. Waschen Sie die Reste des Silikonentferners so ab, wie es auf der Packung steht. Danach entfetten Sie die Flanken der Fuge, zum Beispiel mit Spiritus, weil neues Silikon auf Fett und Rückständen nicht haftet. War vorher Chlorreiniger an der Fuge, spülen Sie sie gründlich mit Wasser, bevor der Spiritus drankommt.
  3. Eine Nacht Pause. Die leere Fuge muss ganz trocken sein, damit das neue Silikon haftet. Am besten trocknet sie über Nacht.
  4. Neues Silikon. Spritzen Sie Sanitärsilikon ein und ziehen Sie es glatt ab. An Naturstein nehmen Sie neutral vernetzendes Natursteinsilikon, kein essigsaures Sanitärsilikon. Zum Aushärten braucht es etwa 24 Stunden, die genaue Zeit steht auf der Kartusche.

Zusammen sind das zwei Tage vor dem Übergabetermin. Streichen Sie eine schwarze Fuge nicht einfach mit Fugenweiß oder frischem Silikon über, das fällt beim Rundgang schnell auf. Wenn Ihnen die Zeit zu knapp wird, sagen Sie dem Verwalter lieber vorher Bescheid.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Im Mietvertrag steht nur besenrein. Muss der Backofen dann trotzdem sauber sein?

Einen gründlich entfetteten Backofen schulden Sie nur, wenn der Mietvertrag wirksam mehr verlangt. Besenrein heißt, dass grobe Verschmutzungen entfernt sind und der Boden gefegt ist. Eine dicke Fettkruste im Ofen kann allerdings schon als grobe Verschmutzung gelten.

Darf der Vermieter verlangen, dass eine Reinigungsfirma kommt?

In der Regel nicht. Der Vermieter kann eine saubere Küche verlangen, aber nicht bestimmen, wer sie reinigt. Nur wenn Ihre Reinigung nachweislich unzureichend war und Sie eine gesetzte Frist zum Nachputzen verstreichen lassen, darf er auf Ihre Kosten nachreinigen lassen.

Muss ich die Backofentür auseinanderbauen?

Vorgeschrieben ist das nicht, aber bei offener Tür schaut der Vermieter genau dorthin. Bei vielen Öfen ist die Tür in wenigen Minuten ausgehängt. Wie sich die Scheiben lösen lassen, steht in der Bedienungsanleitung.

Die Fettfilter in meiner Haube sind aus Vlies. Kann ich die auswaschen?

Papier- und Vliesfilter sind Einwegteile. Setzen Sie neue ein und legen Sie den Kassenbon zum Übergabeprotokoll.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.

Kein Rechtsrat: Aussagen zu Miet-, Vertrags- und Arbeitsrecht geben unsere Praxiserfahrung wieder und ersetzen keine Rechtsberatung. Verbindlich klärt das ein Anwalt oder Ihr Mieterverein.