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Klimaanlage und Ventilatoren reinigen

Privat Lesezeit 5 Minuten · Klar GmbH, Gebäudereinigung Penzberg

Filter, Gehäuse, Verdampferlamellen und Kondensatwanne eines Klimageräts reinigen Sie selbst, Lüfterwalze und Kältekreis sind Sache des Fachbetriebs. Der muffige Geruch nach dem Sommer stammt von Staub und Kondenswasser im Innengerät. Beim Standventilator kommen Gitter und Flügel einfach in Spülwasser.

Klimaanlage und Ventilatoren reinigen

Woher der muffige Geruch im Klimagerät kommt

Im Innengerät eines Splitgeräts sitzt der Verdampfer. Das ist ein Paket aus dünnen Aluminiumlamellen, das im Kühlbetrieb deutlich kälter ist als die Raumluft. Die Luft kühlt daran ab und gibt Wasser ab, an schwülen Tagen mehrere Liter. Es läuft über die Kondensatwanne und den Ablaufschlauch nach draußen oder in den Abfluss.

Staub bleibt am Filter hängen, auch an den nassen Lamellen. Weil das Gerät nach dem Abschalten nur langsam trocknet, können sich auf Staub und Wasser Bakterien und Schimmel ansiedeln. Beim nächsten Einschalten bläst der Lüfter den Geruch in den Raum.

Verdampfer trocken fahren: Lassen Sie das Gerät nach dem Kühlen 20 bis 30 Minuten im reinen Lüftungsmodus nachlaufen. In der Zeit trocknen die Lamellen ab, und Keime finden weniger Feuchtigkeit. Viele Geräte haben dafür eine Selbstreinigungs- oder Nachlauffunktion, etwa „Clean“, „X-Fan“ oder „Blow“. Der Modus „Trocken“ oder „DRY“ ist dagegen die Entfeuchtung, dabei bleibt der Verdampfer kalt und nass.

Das Splitgerät Bauteil für Bauteil

Der Filter fängt den Staub der Raumluft als Erstes ab. Von allen Bauteilen ist er deshalb am häufigsten dran.

BauteilWerWie oft
Filterselbstalle 2–4 Wochen im Betrieb, bei viel Staub oder Pollen öfter
Gehäuse, Auslasslamellenselbstmonatlich
Verdampfer von vornselbst, ohne Druckvor und nach der Saison (Mai, September)
Kondensatwanne, Ablaufselbstvor der Saison
Außengerät, Lamellen außenselbst, stromlos und nur vom Boden auseinmal im Jahr, nach dem Herbstlaub
Lüfterwalze innenFachbetriebbei der jährlichen Wartung
KältekreisFachbetriebbei der jährlichen Wartung

Am Außengerät arbeiten Sie nur vom Boden aus. Wenn es hoch an der Fassade hängt, gehört die Reinigung zum Fachbetrieb. Hochdruck- und Dampfreiniger bleiben weg, weil sie die Lamellen umbiegen und die Kältemittelleitungen beschädigen können.

Am Außengerät legen Sie zuerst die Sicherung der Anlage um. Laub und groben Schmutz nehmen Sie mit der Hand ab. Die Lamellen spülen Sie mit dem Gartenschlauch ohne Druck von oben nach unten ab und halten den Strahl von Anschlüssen und Kabeln fern.

Filter, Lamellen und Wanne am Innengerät reinigen

  1. Ohne Strom. Schalten Sie das Gerät mit der Fernbedienung aus und ziehen Sie danach den Stecker oder legen Sie die Sicherung um. Nur auf Standby reicht nicht. Für das Innengerät brauchen Sie eine standsichere Stehleiter. Die obersten zwei Stufen betreten Sie nicht, und lehnen Sie sich nicht seitlich hinaus.
  2. Filter von Hand. Öffnen Sie die Frontklappe und nehmen Sie den Filter heraus. Erst saugen Sie den Staub ab, dann kommt der Filter unter lauwarmes Wasser, bei Fettfilm mit einem Tropfen Spülmittel. Bürsten Sie ihn nicht, das feine Gewebe kann reißen. Lassen Sie ihn im Schatten ganz durchtrocknen, bevor er wieder ins Gerät kommt. Wenn Sie ihn feucht einsetzen, ist der Geruch bald wieder da.
  3. Lamellen nur längs. Saugen Sie den Verdampfer mit der Bürstendüse ab oder fahren Sie ihn mit einer weichen Bürste ab, immer in Lamellenrichtung und nie quer. Die Aluminiumlamellen verbiegen schon bei leichtem Druck, und ihre Kanten sind scharf. Tragen Sie dabei Handschuhe.
  4. Schaumreiniger. Wenn das Innengerät an einer Kondensatpumpe hängt, sprühen Sie keinen Schaum und gießen kein Wasser nach, solange das Gerät stromlos ist. Ohne Strom steht die Pumpe still, und die Wanne läuft über. Das übernimmt dann der Fachbetrieb. Bei allen anderen Geräten decken Sie Boden und Wand unter dem Gerät mit einem Tuch ab, öffnen das Fenster. Weil Sie über Kopf arbeiten, setzen Sie eine Schutzbrille auf. Den Schaumreiniger für Klimaanlagen sprühen Sie auf die Lamellen, Platine, Kabel und Anschlüsse lassen Sie aus. Wie lange er einwirken muss, steht auf der Dose. Manche Schäume zerfallen von selbst, bei anderen sprühen Sie mit Wasser nach. Der Schmutz läuft in beiden Fällen in die Kondensatwanne.
  5. Kondensatwanne. Bei Geräten mit Kondensatpumpe gießen Sie auch hier kein Wasser in die Wanne, Pumpe und Ablauf sieht sich der Fachbetrieb an. Bei allen anderen Geräten gießen Sie warmes Wasser in kleinen Portionen nach, etwa ein Glas, und prüfen, ob es am Ende des Ablaufschlauchs ankommt. Erst dann geben Sie mehr nach. Wenn nichts herauskommt, saugen Sie das Schlauchende draußen mit einem Nasssauger ab.
  6. Zum Schluss das Gehäuse. Für Gehäuse und Auslasslamellen wischen wir mit einem gut ausgewrungenen Mikrofasertuch und einem Tropfen Spülmittel. Drücken Sie die Auslassklappe nicht von Hand hoch, denn bei vielen Geräten stellt sie ein kleiner Motor, und der kann sonst kaputtgehen.
  7. Testlauf. Das offene Gerät braucht eine Stunde zum Trocknen, bevor der trockene Filter wieder hineinkommt und die Frontklappe zugeht. Wenn der Strom wieder an ist, läuft es bei offenem Fenster 30 Minuten im Lüftungsmodus oder auf kleiner Kühlstufe.

Ventilatoren und mobile Klimageräte

Staub haftet an den Kunststoffflügeln, weil sie sich beim Drehen elektrostatisch aufladen. Mit Küchenfett oder Nikotin wird daraus ein grauer Film, der beim Einschalten Partikel abgeben kann. Im Frühjahr kommt Blütenstaub als gelbe Schicht dazu.

Standventilator

Ziehen Sie den Stecker, bevor Sie das Schutzgitter aufklipsen oder abschrauben und die Flügel von der Achse ziehen. Gitter und Flügel weichen 10 Minuten in Spülwasser ein, bei Küchenfett mit etwas Allzweckreiniger. Anschließend spülen Sie beides ab und lassen es ganz trocknen. An den Motor darf kein Wasser, deshalb wischen Sie das Motorgehäuse nur mit einem gut ausgewrungenen Tuch ab.

Während des Sommers genügt einmal im Monat. Wichtiger ist die Reinigung vor dem Einlagern im Herbst, weil sich der Film sonst über den Winter festsetzt.

Turmventilator

Bei vielen Modellen lässt sich das Gehäuse nicht ohne Weiteres öffnen. Ziehen Sie den Stecker, saugen Sie das Gehäuse von außen ab und blasen Sie die Lamellen im Freien mit Druckluft aus. Wenn der Ventilator danach noch riecht, sitzt der Schmutz wahrscheinlich innen an der Walze. Ein neues Gerät lohnt sich dann oft eher als das Zerlegen.

Mobiles Klimagerät (Monoblock)

Auch hier ziehen Sie vor jeder Reinigung den Stecker. Spülen Sie den Filter im Betrieb alle zwei Wochen aus. Wenn das Gerät einen Kondensatbehälter hat, spülen Sie ihn bei jeder Entleerung mit warmem Wasser aus. Liegt der Verdampfer hinter dem Filter frei, behandeln Sie ihn wie beim Splitgerät mit Bürste und Schaumreiniger, ohne die Elektronik einzusprühen.

Wann der Kältetechniker das Gerät öffnen muss

Viele Hersteller empfehlen eine jährliche Wartung. Dabei prüft der Kältetechniker den Kältekreis auf Dichtheit und reinigt die Lüfterwalze. Am Kältekreis dürfen nur Fachleute mit Sachkundenachweis arbeiten. Außer der Reihe rufen Sie den Fachbetrieb, wenn eines davon zutrifft:

  • Das Innengerät tropft. Meist steckt ein verstopfter Ablauf dahinter oder einen geknickten Schlauch. Auch ein stark verschmutzter Filter kann den Verdampfer vereisen lassen, das Tauwasser tropft dann heraus. Schalten Sie ab, damit kein Wasser an Wand und Boden läuft. Der Fachbetrieb muss ran, wenn der Ablauf nach dem Absaugen zu bleibt oder das Gerät auch mit sauberem Filter und freiem Ablauf tropft.
  • Auf der Lüfterwalze sind schwarze Punkte. Dahinter steckt meist Schimmel. Weil der Schaumreiniger die Walze kaum erreicht, reinigt sie der Fachbetrieb im eingebauten Zustand. Er hängt dafür eine Reinigungsmanschette unter das Gerät und arbeitet mit Sprühlanze oder Bürste, bei starkem Befall baut er die Walze aus. Lassen Sie das Gerät bis dahin aus, sonst verteilt der Lüfter Sporen im Raum.
  • Der Geruch bleibt. Wenn auch eine Woche Nachlauf im Lüftungsmodus nichts ändert, sitzt er meist in der Lüfterwalze, und an die kommt nur der Fachbetrieb heran.

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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.

Häufige Fragen dazu

Darf der Klimaanlagenfilter in die Spülmaschine?

Nein, die Hitze kann Rahmen und Gewebe verziehen. Spülen Sie den Filter lauwarm von Hand aus und lassen Sie ihn danach im Schatten trocknen.

Kann ich die Lamellen mit Essig oder Desinfektionsspray reinigen?

Essig und chlorhaltige Mittel können Aluminiumlamellen und Kupferrohre angreifen, alkoholische Sprays sind leicht entzündlich. Für die Lamellen nehmen Sie einen Schaumreiniger, der für Klimaanlagen ausgewiesen ist. Im Haushalt reicht gründliches Reinigen. Desinfizieren müssen Sie nur, wenn Arzt oder Gesundheitsamt dazu raten.

Wie lagere ich das mobile Klimagerät über den Winter?

Das Gerät kommt stehend in die Verpackung, damit das Öl im Verdichter bleibt. Vorher lassen Sie es einige Stunden im Lüftungsmodus laufen, damit der Verdampfer trocknet. Hat es einen Ablassstopfen, lassen Sie darüber das Restwasser ab. Hängen Sie den Abluftschlauch aus und lagern Sie ihn trocken.

Bevor Sie loslegen

Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.