Aufgaben zwischen Team und Reinigungskraft teilen
Einen Zettel „Bitte alle …“ an der Kühlschranktür liest nach ein paar Wochen keiner mehr. Zwei Namen am Whiteboard, jede Woche neu, halten deutlich länger.
| Aufgabe | Wer | Wann |
|---|---|---|
| Eigene Tasse in die Spülmaschine | jeder | sofort |
| Spülmaschine starten | Wochendienst, 2 Personen | 16 Uhr |
| Spülmaschine ausräumen | Wochendienst | morgens |
| Kühlschrank-Freitag | Wochendienst | Freitag, 15 Uhr |
| Flächen, Spüle, Mikrowelle, Boden, Müll, Tücher | Reinigungskraft | täglich abends |
| Kaffeemaschine und Wasserkocher entkalken | Office oder Reinigungskraft | fester Kalendertermin |
| Kühlschrank komplett, Ablauf, Dichtung | Reinigungskraft | alle 2–4 Wochen |
Beim Kühlschrank-Freitag fliegt alles raus, was keinen Namen und kein Datum trägt. Die Regel kündigen Sie einmal per Mail an, danach räumen Sie ohne Nachfrage aus.
Die Abendrunde in der Teeküche
- Erst Geschirr und Müll. Stellen Sie das Geschirr in die Maschine und entsorgen Sie Verpackungen, bevor Sie den Mülleimer leeren. Den Eimer selbst wischen Sie innen mit Neutralreiniger aus, erst dann legen Sie einen neuen Beutel ein.
- Kaffeemaschine. Nachdem Sie den Tresterbehälter geleert und die Tropfschale ausgespült haben, spülen Sie das Milchsystem mit Milchsystemreiniger im Programm des Herstellers. In Milchresten vermehren sich Bakterien schon über Nacht. Den Wassertank kippen Sie ganz aus und füllen ihn frisch, statt nur nachzufüllen.
- Flächen, danach die Griffe. Wischen Sie Arbeitsplatte, Tisch und Fronten mit Spülmittelwasser oder einem alkalischen Universalreiniger, bis keine Kaffee- und Zuckerreste mehr kleben. Anschließend sind Kühlschrankgriff, Schranktüren, Lichtschalter und die Tasten der Kaffeemaschine dran, Schalter und Tasten nur mit gut ausgewrungenem Tuch. Wir nehmen dafür grüne Mikrofasertücher. Grün bleibt in der Küche.
- An der Spüle. Kalk an Becken und Armatur löst ein milder Reiniger auf Zitronensäurebasis. Ein Konzentrat verdünnen Sie vorher mit Wasser. Sprühen Sie ihn aufs Tuch, nie direkt auf die Armatur. Verdünnung und Einwirkzeit stehen auf dem Etikett, länger lassen Sie ihn nicht wirken. Danach wischen Sie mit klarem Wasser nach und reiben trocken. Ob tagsüber jemand Rohrreiniger-Gel oder Chlorreiniger in den Abfluss gegeben hat, wissen Sie abends meist nicht. Ist unklar, was zuletzt im Abfluss war, bleibt Säure weg. Bei Chlorgeruch lüften Sie erst und spülen das Becken mehrmals mit Wasser.
- Mikrowelle mit Dampf. Füllen Sie eine mikrowellengeeignete Schale mit Wasser und einem Spritzer Zitrone und stellen Sie einen Holzlöffel hinein. Nach 3 Minuten auf voller Stufe bleibt die Tür noch 2 bis 3 Minuten zu, dann weicht der Dampf die Spritzer weiter auf und das Wasser beruhigt sich. Erst danach nehmen Sie die heiße Schale heraus und wischen den Innenraum aus. Den Drehteller stellen Sie in die Spülmaschine.
- Boden. Fegen oder saugen Sie, bevor Sie feucht wischen. Unter dem Kühlschrank ist das einmal pro Woche fällig.
- Zum Schluss. Alle benutzten Tücher nehmen Sie mit und legen frische hin. Die alten gehen bei 60 °C in die Wäsche. Kein Weichspüler, der verklebt die Fasern.
Kaffeemaschine, Wasserkocher und Spülmaschine pflegen
Die Entkalkungsanzeige eines Vollautomaten rechnet mit der Wasserhärte, die im Menü eingestellt ist. Wenn dort ein zu niedriger Wert steht, meldet sie sich bei hartem Wasser zu spät. Stellen Sie deshalb den Härtewert ein, den der örtliche Wasserversorger angibt. Über 14 °dH gilt Wasser als hart.
| Gerät | Wie oft | Womit |
|---|---|---|
| Vollautomat entkalken | nach Anzeige oder dem Intervall aus der Bedienungsanleitung | Entkalker, den der Hersteller freigibt, im Entkalkungsprogramm |
| Brühgruppe des Vollautomaten | wenn die Maschine es anzeigt | Reinigungsprogramm mit Tablette gegen Kaffeefett |
| Wasserkocher | sobald Kalk am Boden zu sehen ist | Zitronensäure in warmem Wasser |
| Spülmaschine | etwa einmal im Monat | Maschinenreiniger, leer im heißesten Programm |
Essig und andere Hausmittel dürfen nur in den Vollautomaten, wenn die Bedienungsanleitung sie nennt.
Für den Wasserkocher nehmen Sie Zitronensäure in warmem Wasser, weil sie in kochendem Wasser mit dem Kalk einen neuen, schwer löslichen Belag bildet. Füllen Sie so viel warmes Wasser ein, dass der Kalk bedeckt ist, und geben Sie Zitronensäure nach Packungsangabe dazu. Wenn sich der Belag gelöst hat, gießen Sie alles aus und kochen danach zweimal klares Wasser auf.
Woher Gerüche und Fruchtfliegen kommen
Spülschwamm
Ein Schwamm bleibt feucht, warm und voller Essensreste. In Büros tauscht ihn selten jemand, er gehört ja niemandem. Wir arbeiten in Büroküchen lieber mit einer Spülbürste. Sie trocknet schneller und kann jeden Abend mit in die Spülmaschine.
Kühlschrank
Im Kühlschrank stammt der Geruch aus ausgelaufener Milch unter den Schalen, aus der Türdichtung oder aus dem verstopften Tauwasserablauf an der Rückwand. Für die Komplettreinigung schaltet die Reinigungskraft den Kühlschrank aus oder zieht den Netzstecker. Dann räumt sie alles aus, wäscht Fächer und Schalen mit Spülmittelwasser und wischt die Dichtung in den Falten aus. Den Tauwasserablauf macht sie mit einem Pfeifenreiniger frei.
Abfluss
Aus dem Abfluss riecht es, wenn im Siphon Biofilm sitzt. Biofilm ist ein schmieriger Belag aus Bakterien und Fett. Gießen Sie einmal pro Woche einen Liter heißes Wasser nach.
Wenn der Geruch bleibt, spülen Sie zuerst mit viel Wasser nach. Solange Wasser im Becken steht oder unklar ist, ob noch Rohrreiniger drin ist, bleibt der Siphon zu.
Tragen Sie Handschuhe aus Nitril und eine Schutzbrille. Rohrreiniger ist alkalisch, und Laugen verätzen das Auge meist schwerer als Säuren. Dann schrauben Sie den Siphon ab, stellen einen Eimer darunter und bürsten das Rohr aus.
Spülmaschine
Wenn die Spülmaschine riecht, sitzen Essensreste im Sieb am Boden. Nehmen Sie das Sieb einmal pro Woche heraus und spülen Sie es unter dem Wasserhahn aus. Dabei sehen Sie gleich nach, ob die Düsen der Sprüharme frei sind. Das Türgummi wischen Sie mit einem feuchten Tuch aus.
Fruchtfliegen
Fruchtfliegen gelangen vor allem im Sommer mit dem Obst in die Küche und vermehren sich im Biomüll, in Speiseresten in der Spülmaschine und im Abfluss. Eine Essigfalle fängt zwar die Fliegen, an die Ursache kommt sie aber nicht. Deshalb muss der Biomüll täglich raus. Der Mülleimer braucht einen Deckel und steht nicht neben dem Obstkorb, reifes Obst legen Sie in den Kühlschrank.
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Erhältlich bei der Klar GmbH, Wölflstraße 17, Penzberg. Wir beraten, welches Mittel zu Ihrer Fläche passt. Zum Produktkatalog.
Häufige Fragen dazu
Muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Teeküche sauber ist?
Ja. Nach § 4 Abs. 2 der Arbeitsstättenverordnung sorgt der Arbeitgeber dafür, dass die Arbeitsstätte den hygienischen Erfordernissen entsprechend gereinigt wird. Dazu zählt auch die Teeküche.
Brauchen wir in der Teeküche Desinfektionsmittel?
Nein. Für Flächen, Griffe und Spüle reichen Spülmittel oder Universalreiniger, heißes Wasser und täglich frische Tücher. Desinfizieren ist nur nötig, wenn Arzt, Betriebsarzt oder Gesundheitsamt es raten.
Geschirrtuch oder Papier, was ist hygienischer?
Handtuchpapier aus dem Wandspender ist hygienischer. Jeder nimmt ein frisches Blatt und wirft es danach weg. Ein Geschirrtuch, das alle benutzen, bleibt den ganzen Tag feucht und wird selten gewaschen.
Räumt die Reinigungskraft auch die Spülmaschine aus?
Nach dem Plan oben räumt der Wochendienst die Maschine morgens aus. Die Reinigungskraft macht das nur, wenn es vereinbart ist. Die Zeit dafür steht dann im Angebot.
Bevor Sie loslegen
Die Angaben stammen aus unserer täglichen Arbeit und aus den Herstellerangaben der Mittel. Untergründe, Beschichtungen und Verschmutzungen unterscheiden sich trotzdem von Objekt zu Objekt. Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle, halten Sie sich an die Dosierung und die Sicherheitshinweise des Herstellers und mischen Sie niemals zwei Reiniger. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Anleitung entstehen, können wir nicht haften.




